Rassismus

Palästina-solidarische Demonstration

Queers for Palestine – Kein Widerspruch?!

Der Juni war Pride-Month. In nahezu jeder deutschen Großstadt – oder zumindest in jeder Universitätsstadt – zogen Christopher-Street-Day-Paraden durch die Straßen. Besonders bemerkenswert ist die Parteinahme manch queerer Aktivisten für Palästina unter dem Label "Queers for Palestine" – ausgerechnet für eine Region, in der bei Homosexualität Gefängnis oder gar Lynchjustiz durch die eigene Familie droht. Welche ideologische Basis prägt diese Bewegung? Passend dazu hat hpd-Autor Moritz Pieczewski-Freimuth ein umfassendes Working Paper am Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schröter veröffentlicht. In Teil 1 präsentiert der hpd ausschnittsweise die Analyse der Thesen der Vordenkerinnen Butler, Davis und Puar.

Runen

Im Schatten der Runen

Von außen glich es einem akademischen Zirkel. Ein wenig altdeutsch, ein wenig abenteuerlustig. Männer in Tweedjacken, mit Notizbüchern und Maßbändern in Händen, auf Reisen in den Himalaya, in norwegische Fjorde oder auf den Balkan. Doch hinter der Fassade verbarg sich ein ideologisches Projekt, dessen Ziel nicht die Wahrheit war, sondern die Legitimierung von Herrschaft. Es nannte sich "Forschungs- und Lehrgemeinschaft Das Ahnenerbe e.V." – und es war eines der gefährlichsten Instrumente im pseudowissenschaftlichen Arsenal des Nationalsozialismus. Der Blick auf seine Geschichte zeigt die Gefahren, wenn Wissenschaft sich einer Ideologie andient.

Atlantis

Die Ariosophie – Eine Spurensuche

Antisemitismus und Arierkult: Viele heidnische Gemeinschaften distanzieren sich heute ausdrücklich von solchem Gedankengut. Anders war es in der Ariosophie. Diese Pseudoreligion verschmolz Anfang des 20. Jahrhunderts rassistische, esoterische und theosophische Elemente miteinander. Nach Ansicht ihrer Anhänger sollte sie das Christentum, insbesondere den Katholizismus, in Deutschland ersetzen.

Ehemaliger Haupteingang im Tierpark Hagenbeck, Hamburg

150 Jahre Tierpark Hagenbeck in Hamburg

Am 11. März 1874, vor genau 150 Jahren also, eröffnete der Hamburger Tierhändler Carl Hagenbeck (1844-1913) – in Konkurrenz zu einem schon Anfang der 1860er aus der Hamburger Bürgerschaft heraus begründeten "Zoologischen Garten" – einen privaten "Thierpark", in dem er die bis dahin sowohl in Hamburg als auch in den anderen Zoologischen Gärten (Berlin, Frankfurt am Main, Köln, Dresden, Karlsruhe, Hannover) übliche simple Zurschaustellung exotischer Wildtiere mit jeder Menge Zirkus- und Rummelplatzattraktionen verknüpfte.

Bedenkliche Elemente linker Identitätspolitik

Dass der Einsatz gegen die Diskriminierung von Minderheitenangehörigen eine gute Sache ist, dem dürften hierzulande vermutlich viele Menschen zustimmen. Doch ob der Weg, den linke Identitätspolitik hierbei einschlägt, der richtige ist, ist zweifelhaft. Aber was genau ist eigentlich an Identitätspolitik problematisch?

Demonstration vor dem SCOTUS

Dieses Haus bedient keine Homosexuellen

Mit dem Fall "303 Creative LLC v. Elenis" hat der Supreme Court of the United States (SCOTUS) kurz vor der Sommerpause noch einmal für entsetztes Staunen gesorgt. Angehörige sogenannter "expressiver Berufe" – wen genau das umfasst ließ der SCOTUS unglücklicherweise unbezeichnet – dürfen künftig offen Menschen diskriminieren, deren Lebensweise ihren eigenen religiösen Überzeugungen widerspricht. Fehlgeleiteter hätte dieses Urteil kaum sein können: Ein Kommentar.

"Der Racial Contract" – ein moderner vertragstheoretischer Klassiker erstmals in deutscher Sprache

Charles W. Mills Monographie "The Racial Contract" von 1997 gilt heute als moderner vertragstheoretischer Klassiker, kritisierte er darin doch frühe Denker aufgrund ihrer Ignoranz gegenüber dem Rassismus. Berechtigt macht der Autor auf diese Defizite aufmerksam, ignoriert dabei aber, dass man das gemeinte Denken auch und gerade gegen diese Ignoranz wenden kann, was eben gerade dessen Modernität und Offenheit veranschaulicht.