Rassismus

Die Geschichte des Rassismus in den USA

Der US-amerikanische Historiker Ibram X. Kendi legt mit "Gebrandmarkt. Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika" eine neue Darstellung zum Thema vor, wobei sich die historische Beschreibung an einzelnen Persönlichkeiten orientiert. Der Autor nimmt in seinem auch literarisch geprägten Buch dabei einige neue Deutungen vor und wählt auch einen ungewöhnlichen Vermittlungsansatz, wobei beides zu weiteren Reflexionen anregen kann.

Wenn Liebe stärker als Hass ist

Vor fast exakt 50 Jahren fällte der Oberste Gerichtshof in den USA ein bahnbrechendes Urteil, als er ein Gesetz aufhob, das Ehen zwischen weißen und nichtweißen Menschen verbot. Der Fall "Loving vs. Virginia" machte Geschichte. Der amerikanische Regisseur Jeff Nicholls rekonstruiert ihn in seinem sehenswerten Drama "Loving". Ein stiller und empathischer Film, gedreht und gespielt mit bebender Wut.

Mittellos, schwarz, homosexuell

Donald Trumps Geschrei gilt allem Fremden. Schwarze, Homosexuelle, Atheisten, ja, selbst Frauen haben es in den Amerika in diesen Tagen nicht leicht. Es ist nicht verwunderlich, dass der objektiv beste Film des Jahres aus den USA kommt und die Welt aus der Perspektive eines an den Rand gedrängten jungen Mannes in den Blick nimmt.

Everardo González: La libertad del diablo | Devil's Freedom

Amnesty International Filmpreis geht an mexikanische Doku

Der mexikanische Dokumentarfilm "The Devil’s Freedom" hat den Amnesty International Filmpreis erhalten. Der Friedensfilmpreis ging an den chilenischen Film "Adriana’s Pact", in dem die Folgen der Pinochet-Dikatur in der Familie der Regisseurin thematisiert werden. Auch den Berlinale-Besuchern lagen in diesem Jahr Menschenrechte am Herz. Philipp van Leeuws Kriegsdrama "Insyriated" und Raoul Pecks Dokumentarfilm "I’m Not Your Negro" wurden mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet

Der Ku-Klux-Klan in Deutschland

Die beiden Journalisten Frederik Obermaier und Tanjev Schultz legen mit "Kapuzenmänner. Der Ku-Klux-Klan in Deutschland" eine Darstellung zum Thema vor. Leider fehlt es an Belegen und manche Einschätzung hätte man auch differenzierter begründen können, gleichwohl handelt es sich um ein informatives Buch zu einem keineswegs nur exotischen Phänomen im Rechtsextremismus.

Religionskritik, Rassismus und politische Debatte im Kinosaal

Eine junge algerische Journalistin taucht mit der Kamera ein in die Welt des slawistischen Islam, zwei junge Filmemacher erkunden den Kosmos einer jungen schwarzen Frau im rassistischen Amerika und eine französische Nachwuchsfilmerin begleitet zwei Schwestern aus der Minderheit der Jenischen in ihrem Alltag. Außerdem präsentiert die Berlinale Filme zu den politischen Folgen der Wirtschaftskrise in Südeuropa und zum Krieg in der Ukraine sowie einen hochbrisanten friedenspolitischen Appell.

Alice Schwarzer in der EMMA-Redaktion

"Es drohen neue Gefahren und Rückschritte"

Im Januar vor 40 Jahren erschien sie zum ersten Mal, die Frauenzeitschrift EMMA. Anlässlich des Jubiläums führte die stellvertretende hpd-Chefredakteurin Daniela Wakonigg ein Interview mit EMMA-Gründerin und -Chefredakteurin Alice Schwarzer – über religiösen Fanatismus, Rassismus und Frauenrechte im Zeitalter von Donald Trump.

Kölner Dom

Ihr Empörten, beruhigt euch!

Die heftigen Reaktionen auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht und auf das Verhalten der Polizei setzen eine Diskurstradition fort, welche die Meinungsverschiedenheit und Diskussion als solche verurteilt. Ein nüchterner und reflektierter Streit in der Sache ist zur Orientierung jedoch notwendig, meint Mukeba Muamba in einem Kommentar. 

Bundesparteitag der Alternative für Deutschland am 4./5. Juli 2015 in Essen

Die AfD – keine Alternative für Deutschland

BONN. (hpd) Bei den letzten Landtagswahlen gelangen der "Alternative für Deutschland" (AfD) große und kontinuierliche Erfolge, konnte sie doch in die jeweiligen Parlamente mit weit über fünf Prozent der Stimmen sowohl in Ost- wie Westdeutschland einziehen. Dabei machten Befragungen deutlich, dass gut zwei Drittel der AfD-Wähler ihre Stimme nicht aufgrund einer Wertschätzung der Partei vergaben. Denn eine Lösung von politischen Problemen traute man ihr nicht zu.