Religionen

Geplanter Standort für das "House of One" in Berlin-Mitte.

"House of One"

Berlin verschenkt 10 Millionen Euro

Berlin fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Die Infrastruktur der Stadt verdient ihren Namen kaum noch: Die Schulen sind marode, die Straßen nur noch geflickte Aneinanderreihungen von Schlaglöchern und über den öffentlichen Nahverkehr sollte man besser den Mantel des Schweigens breiten. Aber die Stadt will drei Religionsgemeinschaften 10 Millionen Euro schenken.

Rinderhälften in einem Kühlhaus

Belgien: Verbote rituellen Schlachtens treten 2019 in Kraft

Im nordbelgischen Flandern ist mit dem ersten Januar ein Verbot rituellen Schlachtens ohne Betäubung in Kraft getreten. Wallonien soll im September 2019 folgen. Beim rituellen Schlachten gibt es Unterschiede zur nicht religiös gebundenen üblichen Schlachtung. Diese werden teilweise aus den Reihen des Tierschutzes und der Religionskritik bemängelt. Religiöse Gemeinschaften protestieren gegen das Verbot.

Frankreich

Schüler injiziert sich "Bibel-DNA"

Ein französischer Schüler behauptet, Texte aus der Bibel und dem Koran in eine DNA-Sequenz umgewandelt und sich diese selbst injiziert zu haben. Nach eigenen Aussagen habe er damit ein Zeichen des Friedens zwischen Religion und Wissenschaft setzen wollen.

Kommentar

Auch die Nach-Weihnachtszeit bleibt Märchenzeit

"Religion ist das Opium des Volkes", schrieb einst Karl Marx. Mittlerweile ist offensichtlich ein erheblicher Kampf um den harten Stoff, eben dieses Volk, entbrannt. Es kommt dann wohl nicht von ungefähr, dass dpa bereitwillig eine Meldung des unlängst gekürten Oberhirten von Hildesheim, Heiner Wilmer, in die Welt posaunt und sich die deutsche Medienlandschaft einmal mehr ohne Not als Sprachrohr des Heilskonzerns Katholische Kirche versteht.

Katar

Geld für die Sünde

Das Emirat Katar hat eine Art Sündensteuer eingeführt. Alkohol kostet dort nun ein kleines Vermögen. Schlechte Nachrichten für westliche Fußballfans, die sich bei der Fußball-WM 2022 in dem arabischen Land wohl ohnehin von einigen lieb gewonnenen Fantraditionen werden verabschieden müssen.

Aufruhr in Indien: Zwei Frauen haben einen Tempel betreten

Der Mob hütet den Götterpenis

Kürzlich haben zwei Frauen im indischen Bundesstaat Kerala ein altes Gebäude betreten und sich dort ein bisschen umgesehen. Die Frauen haben nichts beschädigt, niemanden verletzt oder beleidigt. Dann sind sie wieder gegangen. Die Folge: Landesweite Proteste, Aufruhr, Verletzte, hunderte Festnahmen, Versammlungsverbote, mindestens ein Brandanschlag auf das Zuhause eines Politikers – und eine überwältigende Gegendemonstration.

Varanasi: Ghats, die Treppenstufen entlang des "heiligen Flusses" Ganges.

Varanasi: Ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Brennende Leichen und blühender Aberglaube

Die indische Pilgerstadt Varanasi ist eine der verrücktesten religiösen Stätten überhaupt. Hier prallen Volksfrömmigkeit, Aberglaube und archaische spirituelle Vorstellungen aufeinander wie vielleicht an keinem anderen Ort der Welt.

Lebens- und Glaubenswelten junger Erwachsener in Deutschland

"Gott ist weitgehend verschwunden"

In einer aktuellen Studie der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) unter jungen Erwachsenen in Deutschland sagen 19 Prozent der 19- bis 27-Jährigen, dass sie religiös seien. Mehrheitlich bezeichnen sich die jüngeren Evangelischen wie Katholiken als nicht religiös und ebenso sagt eine Mehrheit: "Über das, was ich glaube, entscheide ich selber". Ein Fazit des Studienleiters lautet: "Es ist eine – vielleicht die erste – wirklich postchristliche Generation. Gott ist weitgehend verschwunden."