Trauerkultur

Begräbnis ohne Gott

Ein Begräbnis, das sich ausschließlich dem Verstorbenen widmet, ohne störenden Gottes- oder Kirchenbezug – das will der Humanistische Verband Österreichs anbieten. Trauerredner sollen in Zukunft in ganz Österreich konfessionsfreie Begräbniszeremonien gestalten.

Kölner Dom

Nachdenken über nationale Trauerfeiern

BERLIN. (hpd) Jede Gemeinschaft ist zur Festigung ihres inneren Zusammenhalts darauf angewiesen, für besondere Situationen Formen eines gemeinsamen Gedenkens zu besitzen. Das gilt für private, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge ebenso wie für einen Staat. Ihm aufgrund fehlender religiös-weltanschaulicher Gemeinsamkeit der Bürgerinnen das Recht auf Gedenkakte abzusprechen, übersieht durch Verkennung der Bedeutung gemeinsamer Rituale wesentliche Erfordernisse gesellschaftlicher und staatlicher Integrationsprozesse.

Zentralfriedhof Wien

Fast ein Vergnügen zu sterben

BERLIN. (hpd) Den Wienern sagt man ein besonderes Verhältnis zum Tod nach. "Die schöne Leich’" ist nicht nur ein aufwändiges Leichenbegräbnis, sondern auch Ausdruck einer Lebenshaltung: Der Tod ist unvermeidlich – also feiern wir ihn.

Trauer in den Niederlanden

Gestern stand das ganze Land still. Als die ersten Särge der Opfer des Absturzes des Flugs MH17 empfangen wurden, bewegte sich in den Niederlanden nichts und niemand.

Säkulare Dienstleistungen stärker gefragt

LUDWIGSHAFEN. (hpd/frgp) Sowohl bei kirchlich Distanzierten, wie auch bei vielen Kirchenmitgliedern, wird nach Alternativen zu christlichen Bestattungszeremonien gesucht. Dafür sucht die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz nun nebenberufliche Trauerredner/innen.

Six Feet Under

DRESDEN. (hpd) „Six Feet Under" ist eine aktuelle Ausstellung im Deutschen Hygienemuseum Dresden. Der Untertitel „Autopsie unseres Umgangs mit Toten" macht das Anliegen deutlich. Die Ausstellung zeitgenössischer Künstler aus dem Kunstmuseum Bern zeigt den aktiven und konstruktiven Umgang mit dem Thema Tod.