Liebesbriefe an Richard Dawkins
BERLIN. (hpd) Sie ist manchmal zum Verzweifeln, die gegenwärtige Diskussionskultur. Zu oft ersetzen Gestus und Moralisierung handfeste Argumente. Zu selten wird stimmige Kritik als Geschenk angenommen. Wo der eigene Standpunkt – politisch wie wissenschaftlich – eine Frage von Gruppenzugehörigkeit ist und das Ziel einer Diskussion mehr in Selbstdarstellung denn in Wahrheitssuche besteht, müsste eine zeitgemäße Dialektik auf These – Antithese – persönliche Beleidigung lauten.