Wissenschaft

Orang-Utan-Dame im Berliner Zoo

Abholzung bedroht die Großen Menschenaffen

LEIPZIG. (mpg) Der Sumatra Orang-Utan, eine der zwei existierenden Orang-Utan-Arten, lebt ausschließlich im Norden der indonesischen Insel Sumatra und ist vom Aussterben bedroht. Gründe dafür sind Wilderei, Abholzung und die Umwandlung des Lebensraums dieser Menschenaffen in Ackerfläche. Ein internationales Forscherteam hat jetzt umfangreiche Datenerhebungen durchgeführt, um die Zahl der Sumatra Orang-Utans neu zu schätzen. Die Wissenschaftler haben dabei festgestellt, dass noch 14.600 Sumatra Orang-Utans in freier Wildbahn leben – 8.000 mehr als bisher gedacht.

Orang-Utans im Camp Leakey tragen ein "Gen-Cocktail" in sich, der in freier Wildbahn unter normalen Umständen nicht vorkommen würde.

Vermischung von Orang-Utan-Unterarten beunruhigt Forscher

LEIPZIG. (mpg) Weil ihre Lebensräume zunehmend zerstört werden, gelangen weltweit immer mehr vom Aussterben bedrohte Tierarten in Pflege- und Auffangstationen. Oberstes Ziel ist oft die Auswilderung und Integration der Tiere in frei lebende Populationen. In einer neuen Studie warnen Graham L. Banes und Linda Vigilant vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig davor, dass es dabei unter Umständen zu einer ungewollten Einschleppung von nicht einheimischen Unterarten kommen kann.

Der religiöse (Anti-) Gender-Wahn

BERLIN. (hpd) Im Vorfeld der Erstellung des neuen Bildungsplanes 2015 durch die grün-rote Landesregierung Baden-Württemberg startete der Realschullehrer Gabriel Stängle eine Petition mit dem Titel "Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens". Die Petition richtete sich gegen ein Leitprinzip des Bildungsplans, das "Akzeptanz sexueller Vielfalt" vorsah. Die Petition forderte den "Stopp der Aushöhlung des Elternrechts in der schulischen Sexualpädagogik" und das "uneingeschränkte Ja zum Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung".

Feedback - Wie Rückkopplung unser Leben bestimmt

OSTERWITZ/AT (hpd) Ein Opus magnum zu einem Thema, das, als eines der mächtigsten Wirkprinzipien der Welt, in seinen vielen Facetten eine nahezu unüberschaubar komplexe Fülle von Einflüssen und Auswirkungen auf die belebte und unbelebte Natur, notabene auch auf Menschen und menschliches Verhalten besitzt. 

Schimpanse im Berliner Zoo

Warum werfen Schimpansen Steine gegen Bäume?

LEIPZIG. (mpg) Schimpansen nutzen häufig Werkzeuge, um damit an Nahrung zu kommen oder um diese aufzunehmen. Die Tiere unterscheiden sich jedoch regional, welche Werkzeuge sie für welchen Zweck benutzen. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben deshalb das Pan African Programme: The Cultured Chimpanzee ins Leben gerufen.

Albrecht Dürer: Adam und Eva (1507)

Evolution, Sex und Religion

BERLIN. (hpd) Schon immer hat den Autor des Artikels eine Auffälligkeit der Religionssysteme interessiert, nämlich ihre Fixierung auf das Geschlechtliche. Kaum ein religiöser Gesetzesbereich ist so reglementiert und durch Strafandrohung eingeengt wie die Sexualität, vor allem die der Frauen.

Je kälter desto älter

BERLIN. (hpd) "Die ältesten Lebewesen der Erde" zu fotografieren, das war das über zehnjährige Kunst- und Wissenschaftsprojekt der Rachel Sussman. Es führte sie auf alle Kontinente, ja sogar nach Grönland und auf die Inseln vor der Küste der Antarktis. Daraus ist jetzt ein Buch entstanden, das geradezu ehrfürchtig stimmen kann. Eine Hymne auf das Leben, das je älter desto unauffälliger daherkommt und unglaublich zäh ist.

Mithilfe der Attrappe eines Hirnscanners bereitet sich eine junge Probandin auf ein Experiment vor.

Sprache macht den Menschen

LEIPZIG. (mpg) Die Fähigkeit, Sprache erzeugen und verstehen zu können, macht den Menschen zu etwas Einzigartigem. Doch nicht nur Menschen, auch Affen und Hunde können Wörter lernen. Wo liegt er also, der entscheidende Unterschied zu unserer menschlichen Sprache? Und wie entwickelt sich eigentlich dieses Medium, in dem wir sprechen und schreiben, denken und dichten?

Berliner Großstadt-Fuchs

Seele fühlt man nicht allein – Tiere unter uns

BERLIN. (hpd) Dem Mitfühlen mit allen Lebewesen und entschiedenem Eintreten gegen fabrikmäßiges Erzeugen von Lebewesen wird in dem im Dezember erschienenen Buch der Wiener Philosophin Susanne Magdalena Karr, "Verbundenheit", neues theoretisches Rüstzeug gegeben. Leibniz' Barockphilosophie und die Betrachtung schamanistischer Praktiken werden darin zu einem großen enthusiastischen Panorama verwoben. Die Autorin beantwortet Fragen zu ihrem Werk.

Neues Modell eines Neandertalers (Mann und Frau) im Neandertal-Museum

Früher Genfluss vom modernen Menschen zum Neandertaler

LEIPZIG. (mpg) Ein internationales Forscherteam hat mithilfe verschiedener DNA-Analysemethoden entdeckt, dass Neandertaler und moderne Menschen sich vor etwa 100.000 Jahren und damit mehrere Zehntausend Jahre früher als bisher bekannt vermischt haben. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass einige moderne Menschen bereits früh aus Afrika auswanderten und sich mit Neandertalern vermischten. Diese modernen Menschen starben aber später aus, gehören also nicht zu den Vorfahren heute lebender Nicht-Afrikaner, die erst vor etwa 65.000 Jahren Afrika verließen.