Internationales

Religiöse Rechte – Notizen September 2011

USA. (hpd) Der September brachte den 10. Jahrestag der islamischen Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11.9.2001. Wie so viele Katastrophen, wurde auch diese als göttliche Strafe angesehen. Außerdem blicken die Evangelikalen erneut auf Israel, während sich die konkurrierenden republikanischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur immer stärker anfeinden.

Christlicher Pastor soll gehenkt werden

TEHERAN. (hpd) In der Islamischen Republik Iran zeigen sich Beispiele für tödliche Konsequenzen des weltweit weiterhin grassierenden Gotteswahns erneut auf schreckliche Weise: Yucef Nadarchani, ein christlicher Pastor, soll wegen „Abfall vom Glauben“ am Galgen sterben. Nach zahlreichen Berichten christlicher Medien macht jetzt auch die Bundesregierung Druck auf das Regime unter Irans Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad und dem Ajatollah Ali Khamenei.

„Hasst die BBC das Christentum?“

LONDON. (hpd) Redaktionen der British Broadcasting Corporation (BBC) können auf die religiöse Zeitangabe „vor Christus“ und „nach Christus“ verzichten, wenn es ihnen bei der Produktion von Sendungen für ein multiethnisches Publikum angemessen erscheint. Gläubige sind entsetzt und verurteilen eine „absurde politische Korrektheit“, mit der die BBC das Christentum durch Förderung eines „aggressiven Säkularismus“ zu unterminieren versuche.

BHA: Umfrage zeigt Irrsinn britischer Politik

LONDON. (hpd) Ergebnisse einer von den Behörden in Auftrag gegebenen Bevölkerungsumfrage in Großbritannien legen nahe, dass nichtreligiöse Menschen sich dort genauso oft in die Gesellschaft einbringen wie christliche Gläubige. Andrew Copson, Direktor der British Humanist Association (BHA), sieht in den Ergebnissen einen Beleg dafür, dass die Privilegierung religiöser Gruppen auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft „Irrsinn“ ist.

An alle Katholiken: Papst empfiehlt Unterschrift!

WIEN. (hpd) Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI kann auch positiv überraschen. Er hat zur „Entweltlichtung“ der römisch-katholischen Kirche aufgerufen. Dem Mann kann geholfen werden! Nirgends können das die Katholiken so rasch und effektiv umsetzen wie in Österreich. Einfach das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien unterschreiben.

Wer Gottes Willen erkennt, …

WIEN. (hpd) Über die Auslegung heiliger Texte werden bis heute Kriege geführt. Auch zwischen Gruppen, die einander nahe stehen. Im oberösterreichischen Kopfing geht es zwar nicht so blutig zu, aber der dortige Streit zwischen erzkonservativen Katholiken beschäftigt das halbe Bundesland.

Deutschland im September. Eine Außensicht.

WIEN. (hpd) Die deutsche säkulare Szene hat geschafft, wovon ein Ösi nicht mal träumen würde. Der Heilige Stuhl kommt nach Berlin und das ganze Land merkt, dass bei allem Pomp der Besuch Minderheitenprogramm ist. Die Papst-Verteidiger diskreditieren sich laufend selbst.

Klage auf 1,6 Millionen Entschädigung

LINZ/WIEN/TRIER. (hpd) Der ehemalige Heimzögling Jenö Alpar Molnar hat das Land Oberösterreich wegen Verstoßes gegen die Menschenrechte und wegen institutionalisierten Unrechts auf 1,6 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Sein österreichischer Rechtsvertreter ist Staranwalt Dr. Gabriel Lansky, der ein Präzedenzurteil zu erwirken gedenkt. Die Klage wurde vom Landesgericht Linz nun angenommen, der hpd sprach mit Jenö Molnar.

Ohne Gott ist alles erlaubt? – Realpolitik

(hpd) Das Argument, laut dem Atheisten die schlimmsten Mörder der Geschichte seien, kommt oft, wenn die historischen Verbrechen des Christentums oder anderer Religionen in einer Diskussion aufgezählt werden. Im letzten Teil der Reihe geht es um Bündnisse zwischen ideologischen Todfeinden vor und nach 1945: Realpolitik in Europa, Asien, der Sowjetunion und den USA.