Rezensionen

Um Leben und Tod

(hpd) Ein Kind ist verschwunden und der Entführer weigert sich auch nach stundenlangen Verhören, den Aufenthaltsort des Jungen zu nennen. Die Ermittler, die um das Leben des Kindes fürchten, kündigen ihm schließlich Gewalt an, sollte er nicht endlich das Versteck preisgeben.

Feindbild Islam?

BERLIN. (hpd) Jürgen Todenhöfer war viele Jahre für die CDU im Bundestag. Er war Berater des CDU-Generalsekretärs. Er ist Christ und Fachmann für den ara­bi­schen Raum. Und er hat ein klei­nes, nur 64 Seiten dickes Buch geschrie­ben, das ihn als Gegen-den-Strom-Schwimmer aus­weist.

Zum Massaker von Utøya

(hpd) Rainer Just und Gabriel Ramin Schor veröffentlichen in ihrem Sammelband sechs Essays zur Deutung der Massenmorde am 22. Juli 2011 in Norwegen. Die philosophisch gebildeten Autoren entfernen sich in ihren Deutungen mitunter allzu sehr von den konkreten Ereignissen, formulieren aber durchaus anregende Reflexionen zu gesellschaftlichen und ideengeschichtlichen Hintergründen und Kontexten.

Extreme politische Rechte in Europa

(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Uwe Backes und Patrick Moreau editieren achtzehn Aufsätze mit vergleichenden Betrachtungen zur extremen Rechten in Europa. Im Unterschied zu anderen Sammelbänden zum Thema listet dieser Band nicht nur Länderstudien auf, sondern fragt kritisch nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der gemeinten Parteien.

Antisemitismus in der Linken?

(hpd) Der Kommunikationswissenschaftler Maximilian Elias Imhoff legt in seiner Studie erstmals eine empirische Untersuchung zu den einschlägigen Einstellungen in diesem politischen Lager vor und macht ebendort um die 17 Prozent von Personen mit einem verdichteten antisemitischen Weltbild aus.

Anmerkungen zum islamistischen Totalitarismus

(hpd) Der Politikwissenschaftler Wahied Wahdat-Hagh nimmt eine Analyse des politischen Systems im Iran vor, mit einer Hervorhebung der dortigen antisemitischen Staatsideologie. Gerade in der erkenntniserhellenden Aufarbeitung persischsprachiger Quellen besteht der Wert der vorliegenden Arbeit, die aber inhaltlich eher fragmentarisch ausgerichtet und analytisch nicht systematisch entwickelt ist.

Ethik ohne Wunschdenken

(hpd) In ihrem Buch Das Gute skizziert Ulla Wessels eine Ethik, die auf Glück und Wunscherfüllung aufbaut, aber ohne Wunschdenken auskommt. Mit diesem Werk erweist sie sich als unabhängige Moralphilosophin auf höchstem Niveau.

Rationalismus versus Irrationalismus

(hpd) Das Buch „Naturwissenschaft und Glaube, Impulse zum Dialog“, herausgegeben von Erhard Mayerhofer und Georg Nuhsbaumer, ist einer jener hilflosen und verzweifelten Versuche, die Naturwissenschaft und den Glauben miteinander zu versöhnen. Es handelt sich im Wesentlichen um die Dokumentation eines Symposiums, das im Dezember 2006 im Kardinal König Haus in Wien stattfand.

Zusammenfassung zu Verschwörungstheorien

(hpd) Der Soziologe Andreas Anton will einen erweiterten Ansatz zur Analyse von Konspirationsauffassungen präsentieren. Dabei überschätzt er in seiner ansonsten durchaus anregenden Studie den innovativen Gehalt der gewählten Perspektive gegenüber der bisherigen Forschung zum Thema.