Beschneidungsdebatte

Zynische Manipulation

(hpd) Eine nicht unbedeutende Rolle hat in der letztjährigen Debatte des Deutschen Bundestages zu Knabenbeschneidungen eine im August 2012 veröffentlichte Studie der American Acedemy of Pediatrics (AAP) gespielt.

Das Recht der Kinder auf genitale Autonomie

BERLIN. (hpd) Jonathan Friedman wurde in eine orthodoxe jüdische Familie hineingeboren und ist dort groß geworden. Als er älter wurde, begann er dann auf dem College die Beschneidung von Knaben in Frage zu stellen und zu recherchieren. Heute ist er „Intactivist“ und arbeitet für die „Anwälte für die Rechte der Kinder“(ARC) in den USA.

Studienlage zur Beschneidung von Knaben

BERLIN. (hpd) In der Diskussion um die Bewertung des geplanten Beschneidungsgesetzes spielt auch eine Rolle, welche Komplikationsrate bei diesem Eingriff besteht. Manipulierte Studien verharmlosen das Risiko, während unabhängige Studien erheblich höhere Komplikationsraten nennen. Die aktuelle Studienlage mit Literaturverweisen.

Kinder sind nicht die Leibeigenen der Eltern

STUTTGART. (hpd) Im Humanistischen Zentrum der Humanisten Württemberg hatten sich ein religionskritischer Philosoph, ein Islamwissenschaftler und ein Kinderarzt zur Debatte über die Beschneidung von Knaben zusammengesetzt. Jüdische und evangelische Vertreter hatten sich der Debatte verweigert.

Anzeigen gegen Rabbiner und muslimischen Arzt

WIEN. (hpd) Die Initiative gegen Kirchenprivilegien und ein Betroffener haben bei der Staatsanwaltschaft Wien Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet. Angezeigt wurden ein Rabbiner und Mohel der israelitischen Kulturgemeinde und ein muslimischer Arzt, der in Wien ein Beschneidungszentrum betreibt.

Recht auf körperliche Unversehrtheit wahren

BERLIN. (hpd) Die Kinderbeauftragte Marlene Rupprecht (SPD) und die kinderpolitischen Sprecherinnen Diana Golze (Die Linke) und Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen) haben gestern einen Gesetzentwurf zur Zulässigkeit der Beschneidung von Jungen vorgelegt, den sie als Alternative zu dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf erachten.

Bräuche rechtfertigen keine Beschädigung

HALLE. (hpd) Einen sachlichen Beitrag zur Debatte zu leisten, das war der selbst erklärte Anspruch der Organisatoren der Tagung "Rituelle Beschneidung in Judentum und Islam aus juristischer, medizinischer und religionswissenschaftlicher Sicht", die vom 14. bis 16. Oktober in Halle stattfand.

„Das ist für uns nicht hinnehmbar“

BERLIN. (hpd) Am Freitag wird das Bundesministerium der Justiz eine Anhörung zur gesetzlichen Regelung der Beschneidung von einwilligungsunfähigen Jungen durchführen. Rolf Stöckel, Vorstandssprecher der Deutschen Kinderhilfe, sprach im Interview mit dem hpd über die vorgestern vom Ministerium vorgestellten Eckpunkte und Regelungstexte zur Beschneidung.

Christopher Hitchens: Unmoralische Bräuche

(hpd) In den Beiträgen zur Frage der Genitalbeschneidung wird es stets hoch emotional, wenn religiöse Sichtweisen eingebracht werden. Der im Dezember  2011 verstorbene Christopher Hitchens, der für seine klaren Ansichten zur Religion bekannt war, hat sich auch zur Genitalverstümmelung geäußert.

Kinderrechte sind keine Bagatelle

OBERWESEL. (hpd/gbs) Mit deutlichen Worten hat der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, die Pläne deutscher Politiker kritisiert, die nach der Sommerpause ein Gesetz auf den Weg bringen wollen, das religiös motivierte Vorhautbeschneidungen bei Kleinkindern und Knaben legitimieren soll.