Österreich

Konservativ-klerikale Kumpanei

WIEN. (hpd/irp) Die „Initiative Religion ist Privatsache“, die am Dienstag die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte hinsichtlich des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche  Paare begrüßt hatte, sieht in der gestrigen Ankündigung der Bundesjustizministerin, nur eine Stiefkindadoption zuzulassen, eine Form des Amtsmissbrauch.

Klasnic-Kommission missachtet Datenschutz

WIEN. (hpd/pur) Nun ist es amtlich: die katholische „Opferschutzkommission“, die stets auf die eigene Unabhängigkeit gepocht hat und kirchliche Missbrauchsverbrechen aufklären sollte, ist in Wahrheit ein Teil der Erzdiözese Wien und somit in keiner Weise ,unabhängig'. Damit hat die Kirche vollen Zugriff auf sensible Opfer-Daten.

Spammen zahlt sich aus

WIEN. (hpd) Ist Atheismus eine Religion? Der Konsens innerhalb der humanistischen Szene ist: Nein. Eine Splittergruppe aus Wien weiß es besser. Und verschafft ihren Thesen zum schlechtest möglichen Zeitpunkt Gehör.

Millionen fürs Nichtstun

WIEN. (hpd) In Österreich soll die erste islamisch-theologische Fakultät an einer öffentlichen mitteleuropäischen Universität entstehen. Mit diesem Schritt gibt die heimische Politik dem Druck sunnitischer Lobbyisten nach. Und belohnt sie für ihre Fehler.

Interkultureller Dialog in Wien, Teil II

WIEN. (hpd/irp) Amtsmissbrauch, verdeckte Finanzierung und unerlaubte Einflussnahme auf eine Ausschreibung – so lauten die Vorwürfe, die einer ersten Anzeige betreffend der Errichtung des „König Abdullah bin Abdulaziz Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) zu entnehmen sind.

Wühlarbeit der Wehleidigen

WIEN. (hpd) In der EU sind die Kirchen beschäftigt, ihre Pfründe so gut es geht zu verteidigen. Fundis kämpfen längst verlorene Schlachten wie gegen das Recht auf Abtreibung oder pöbeln im Internet Andersdenkende an. Neue Gruppierungen verabschieden sich von diesen weitgehend erfolglosen Strategien. Ausgehend von einer „Beobachtungsstelle“ in Wien probieren sie neue Ansätze aus. Vorgeblich im Namen der Menschenrechte.

Podiumsdiskussion zum Ethikunterricht

WIEN. (hpd/irp) Auf Drängen der ÖVP – und insbesondere der katholischen Kirche – dürfte die flächendeckende Einführung eines Ethikunterrichts in Österreich bevorstehen. Und zwar ausschließlich als Pflichtfach für jene Schüler, die den Religionsunterricht nicht besuchen. Sind aber Ethik und Religion überhaupt gleichwertige Alternativen?

100 Jahre Pfusch

WIEN. (hpd) Das offizielle Österreich und zahlreiche religiöse Einrichtungen feiern den hundertsten Beschlusstag des Islamgesetzes. Gerade heute sei das Gesetz ein wichtiger Bestandteil der Integration, so der Tenor. Ein kritischer Blick zeigt, dass es wenig zu feiern gibt.