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Für die Entstehung des Alls bedarf es keines Schöpfers

Stephen William Hawking

* 8. Januar 1942 in Oxford;
britischer Physiker und Mathematiker. Er ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der theoretischen Physik.

 

Er wurde durch seine Bücher „Eine kurze Geschichte der Zeit” (1988) und „Das Universum in der Nussschale” (2001) einem breiten Publikum bekannt, weil er seine Gedanken und Arbeiten in einer allgemein verständlichen Sprache veröffentlichte. Dies alles hat er erreicht, obwohl er an der unheilbaren Krankheit Amyotrophische Lateralsklerose leidet, aufgrund der er mittlerweile schon fast vollständig gelähmt ist und nicht mehr sprechen kann. Seine Erkenntnisse über Ursprung und Natur des Universums und über die Schwarzen Löcher haben die Kosmologie wesentlich geprägt.

Schon früh entdeckte der Sohn eines Arztes seine Neigung und Begabung für die Mathematik, musste sich jedoch zunächst gegen seinen Vater durchsetzen, der ihn gern als Mediziner sehen wollte. Die Aufnahmeprüfung für das Studium der Naturwissenschaft in Oxford bestand er mit 17 Jahren glänzend, so dass er dort ein Stipendium erhielt. Um in Kosmologie zu promovieren wechselte er 1962 nach Cambridge. In dieser Zeit begann seine Krankheit auszubrechen, die ihn 1968 an den Rollstuhl fesselte und 1985 seine Sprachfähigkeit kostete.

Mit großer Willenskraft setzte er dennoch seine wissenschaftliche Karriere fort. Er schloss seine Dissertation ab, erhielt ein Forschungsstipendium und machte seine bahnbrechenden Erkenntnisse in der Kosmologie. Bereits 1974 wurde er Mitglied der Royal Society of Sciences (vergleichbar der Akademie der Wissenschaften) und 1977 Professor in Cambridge. Sein Hauptinteresse gilt der Verknüpfung von allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenmechanik. Dabei ist sein Ziel eine einheitliche Beschreibung von Anfang, Entwicklung und Zukunft des Universums in einer „Weltformel" zu entwickeln. Hawkins ist sehr daran interessiert, seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu popularisieren. Zu diesem Zweck schrieb er nicht nur diverse Bücher sondern entwickelte für die BBC auch die Fernsehserie „Stephen Hawking's Universe”

Hawkins benutzt den Begriff Gott (wie übrigens auch Einstein) immer wieder als Metapher, macht aber deutlich, dass er an keinen persönlichen und keinen Schöpfergott glaubt. Auf einer Kosmologietagung im Vatikan stellte er 1981 das All als ein Phänomen dar, das einfach vorhanden ist und dementsprechend keines Schöpfergottes bedarf.

Zitat:
„All that my work has shown is that you don't have to say that the way the universe began was the personal whim of God.”