taz 22 Dez 2009 Nr. 8508

Sondersteuer für Kirchenaustritte

"Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten", sagte Ulrich Blum vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle der Bild-Zeitung.

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"Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch", argumentierte Blum.

Dem widerspricht Rudolf Ladwig: "Märchen sind ja zu Weihnachten üblich", sagt der Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Die Zahl der Kirchenaustritte sei Anfang der 90er Jahre viel höher gewesen als heute.

Vor allem aber ist ist Ladwig wenig begeistert von der Behauptung, Nicht-Kirchensteuer-Zahler wären "Trittbrettfahrer". Ladwig: "Die Gehälter von Marx, Meißner und Mixa sind 100 Prozent subventioniert vom Staat". Auch die meisten sozialen Einrichtungen wie Krankenhäuser seien öffentlich finanziert." Von der Kirche würden "allerhöchstens noch die Krankenhauskapellen" bezahlt.

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