Interview mit dem Neurowissenschaftler und Philosophen Manfred Spitzer
Denkprothese oder Denkersatz? Das Gehirn im Zeitalter der künstlichen Intelligenz
Wie verändert künstliche Intelligenz unser Denken, unsere Beziehungen und die Entwicklung unserer Kinder? Während Tech-Pioniere von maschineller Intuition schwärmen, warnt der Neurobiologe und Psychiater Prof. Manfred Spitzer vor den schleichenden Folgen digitaler „Denkprothesen“ für das menschliche Gehirn. Ein Ausblick auf künftige Entwicklungen steht auch im Mittelpunkt seines Eröffnungsvortrags beim diesjährigen Symposium Kortizes am 2. Oktober in Nürnberg. Im Interview spricht Spitzer über die Illusion maschinellen Bewusstseins, KI-Therapeuten und die Notwendigkeit, Heranwachsende zu schützen.
Foto: Karin Becker via Kortizes
hpd: Herr Prof. Spitzer, in der Ankündigung Ihres Einführungsvortrags auf dem Symposium Kortizes zitieren Sie den Google-Mitbegründer Sergey Brin, der der Go-Maschine AlphaGo eine echte „Intuition“ und „wunderschöne Züge“ attestiert. Frage an den Neurobiologen und Psychiater: Ist das, was wir bei solchen Deep-Learning-Systemen beobachten, tatsächlich eine funktionale Entsprechung menschlicher Intuition – oder erliegt der Tech-Pionier Brin hier einer psychologischen Täuschung, der fälschlichen Vermenschlichung eines technischen Systems?
Manfred Spitzer: Man könnte dies zunächst meinen, denn heute wird ja allerhand in die KI hineininterpretiert – Verständnis, Empathie, Emotionen, Bewusstsein –, wo ich nicht mitgehen würde. Bei Intuition sehe ich das anders. Zunächst einmal wissen wir bei uns selbst ja auch nicht, warum uns dieser oder jener Gedanke kommt. Und für genau dieses Nichtwissen haben wir einen Namen: Intuition. Als beispielsweise Lee Sedol gefragt wurde, wie er auf einen seiner für Experten unverständlichen, aber nach deren Meinung zugleich „genialen“ Zug gekommen sei, antwortete dieser mit „Intuition“. Er hätte auch sagen können „Das ist mir halt eingefallen und ich habe keine Ahnung, warum es mir eingefallen ist. Mein schlichter, einfacher Punkt ist: Bei KI ist es genauso. Es gibt eben kein Computerprogramm, keinen Algorithmus, keine explizite Vorschrift, die man Zeile für Zeile durchgehen könnte, um nachzusehen, wie eine bestimmte Funktion/Entscheidung/Leistung zustande gekommen ist. KI enthält lediglich – wie unser Gehirn auch – sehr viele Synapsen und die leisten Informationsverarbeitung, vom Regulieren von Herzschlag und Atmung, über automatisiertes Laufen, Essen und sogar Sprechen bis hin zu den komplexesten Einfällen, die wir einfach haben. Daniel Kahneman nennt das „schnelles Denken“ und unterscheidet es vom diskursiven, sprachlichen Denken (dem „inneren Sprechen“), das er auch „langsames Denken“ nennt. Man könnte auch sagen, dass das, was Kahnemann „langsames Denken“ genannt hat, in Computern auch abläuft, wenn sie Programme abarbeiten. Sie tun dies eben nur sehr schnell, aber prinzipiell gehen sie Vorschriften durch, eine nach der anderen, also seriell. In neuronalen Netzwerken hingegen laufen viele Impulse (die zusammen ein Muster bilden) über viele Synapsen (die ebenfalls ein Muster bilden) zugleich, wodurch bestimmte Formen der Informationsverarbeitung – die man als Mustererkennung bezeichnet – sehr schnell ablaufen. Dabei ist es egal, ob diese Muster über Nervenfasern und biologische Synapsen laufen oder über Drähte und Halbleiter aus Silizium (also letztlich Sand). Nicht umsonst sagte Demis Hassabis, Nobelpreisträger und einer der wichtigsten Wegbereiter von KI neulich: „Wir haben letztlich im Grunde einen Weg gefunden, um Sand denken zu lassen. Es ist wie ein Wunder“1.
Mittlerweile ist künstliche Intelligenz auch in Bereichen angekommen, die lange als ausschließliche Domäne des Zwischenmenschlichen galten, etwa Psychotherapie, Seelsorge und Trauerbegleitung. Was passiert mit der menschlichen Psyche und unserer Beziehungsfähigkeit, wenn wir beginnen, Trost und emotionale Reflexion an Algorithmen zu delegieren, die per definitionem weder fühlen noch ein Bewusstsein haben? Riskieren wir eine kollektive emotionale Verarmung?
Das ist schwierig. Denn zum einen gibt es tatsächlich viele Menschen, denen es egal ist, ob sie mit einer KI oder einem Menschen interagieren, wie beispielsweise erst kürzlich von einem größeren Autorenteam um Michael Heinz vom Dartmouth College in New Hampshire, USA, im New England Journal of Medicine AI, einem Ableger eines der weltbesten Medizin-Fachblätter, publiziert wurde. Im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie wurde ein von Experten entwickelter, auf KI basierender Chatbot namens „Therabot“ zur Behandlung psychischer Erkrankungen untersucht. Insgesamt 210 Patienten mit einer Depression (MDD), generalisierten Angststörung (GAD) oder Essstörungen wurden entweder durch Therabot für 4 Wochen behandelt (n=106) oder einer Wartegruppe (n=104) zugeordnet. Im Vergleich zu dieser Kontrollgruppe hatten sich die Symptome in der Therabot-Gruppe signifikant vermindert, und auch bei der Nachbeobachtung (nach weiteren 4 Wochen) hielt diese Wirkung an. In dieser ersten Studie, in der eine KI selbstständig und ohne jegliches menschliches Eingreifen Psychotherapie durchführte, waren nicht nur die Ergebnisse mit denen von Psychotherapiestudien mit menschlichen Psychotherapeuten vergleichbar. Für Ihre Frage ist vielmehr von großer Bedeutung, dass die Patienten die KI offensichtlich nicht schlechter bewerteten: „Therabot wurde intensiv genutzt (durchschnittliche Nutzungsdauer > 6 Stunden), und die Teilnehmer bewerteten die therapeutische Allianz als vergleichbar mit der von menschlichen Therapeuten“2 schreiben die Autoren. Eine dänisch-polnische Studie brachte ähnliche Ergebnisse, so dass man die Ergebnisse der NEJM-Studie nicht auf die „oberflächlichen“ oder „leichtgläubigen“ Amerikaner zurückführen kann, wie manche dies vielleicht tun würden.
Nach den bislang vorliegenden Erfahrungen zu diesem wirklich schwierigen Problem ist es so, dass wir Menschen ganz offensichtlich zumindest dann, wenn die Interaktionen funktionieren, wenig Aufhebens darum machen, ob wir es mit einer KI oder einem Menschen zu tun hatten. Ganz anders scheint es zu sein, wenn etwas nicht klappt: „Kann ich bitte mit einem echten Menschen sprechen“, haben schon sehr viele Menschen in ihr Telefon gesprochen, nachdem das Gespräch mit der KI nicht zum Erfolg geführt hatte – aus welchen Gründen auch immer.
Seit Jahren warnen Sie vor den Folgen digitaler Medien auf die Gehirnentwicklung von Heranwachsenden. Heute, im Jahr 2026, nutzen Jugendliche ganz selbstverständlich generative KI als allgegenwärtige „Denkprothesen“, die Hausarbeiten schreiben, Argumente strukturieren und Probleme lösen. Welche konkreten neuronalen Folgen hat es für ein heranwachsendes Gehirn, wenn ihm der anstrengende Prozess des Selberdenkens und Formulierens systematisch abgenommen wird?
Das Gehirn ist wie ein Muskel: Bei Nichtgebrauch leidet die Funktion und die Substanz schrumpft nachweislich. Schon lange wissen wir, dass digitale Medien die Konzentrationsfähigkeit, die Verarbeitungstiefe und damit das Lernen beeinträchtigen. Die großen Sprachmodelle (LLM) der KI, also beispielsweise ChatGPT, machen das nicht besser, sondern befeuern diese Entwicklung. Es wurde bereits gezeigt, dass deren Nutzung zu einer Verminderung des kritischen Denkens führt.
Mittlerweile gibt es hierzu gute Daten3, nicht zuletzt von dort, wo die KI u.a. herkommt, dem Massachusetts Institute of Technology (MIT). Wissenschaftler am MIT haben kürzlich experimentell gezeigt, dass Studenten, die entweder eine KI (GPT-4o-Gruppe), eine Suchmaschine (Google-Gruppe) oder keinerlei Hilfsmittel (Brain Only Gruppe) zum Verfassen eines Essays verwenden konnten, beim Verwenden von KI die Gehirnaktivität am geringsten und die Essays am langweiligsten waren. Hinterher konnten sich die Studenten aus der KI-Gruppe an ihren Text nicht mehr erinnern, wohingegen die anderen Teilnehmer dies zumeist konnten.Am schnellsten waren die Studenten in den USA, was den Einsatz von KI zum Generieren von Essays und anderen Hausarbeiten anbelangt, was dann zu dramatischen Folgen für das Lernen im Bereich der Higher Education (College-System) in den USA geführt hat. Schriftliche Hausarbeiten werden durch mündliche Prüfungen ersetzt oder wieder mit der Hand und unter Aufsicht geschrieben, in die berühmten „Blauen Bücher“ (Blue Books, deren Umsatz wieder enorm angestiegen ist, wie das Wall Street Journal berichtete). Selbst Schüler der High School beschwerten sich, dass sie „dank KI“ nichts mehr lernen.
Mittlerweile ist das Vortäuschen von Leistungen auch bei den deutschen Schülern angekommen, wie die Ostseezeitung im September 2025 berichtete. Unsere Kultusministerien haben im Gegensatz zu den Bildungsverantwortlichen in den USA den Ernst der Lage leider noch nicht erkannt und fordern noch immer mit Nachdruck den Einsatz von KI an Schulen und sogar ein verpflichtendes „KI-Seepferdchen“ für Kinder. Wie sehr KI der Gesundheit und der Bildung junger Menschen schadet, wissen diese Kommissionen nicht oder wollen es nicht wissen:• Bildschirmmediengebrauch in jungen Jahren führt zu Kurzsichtigkeit, die mit einem deutlich erhöhten Risiko für Erblindung im Alter einhergeht. Man spricht mittlerweile von einer weltweiten Myopie-Pandemie mit derzeit etwa 1,5 Milliarden Betroffenen, davon mehr als zehn Prozent mit hochgradiger Kurzsichtigkeit. Die besten epidemiologischen Daten dazu, wie vermehrter Bildschirmgebrauch das Längenwachstum der Augen und damit die Entstehung von Kurzsichtigkeit bedingen, stammen aus einer Untersuchung im chinesischen Wuhan, wo Augenärzte bereits in den Jahren 2015 bis 2019 die Länge der Augäpfel von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren im Januar und Juni eines Jahres bestimmten. Während des Lockdowns im Jahr 2020 und der dadurch verursachten zeitlich noch intensiveren Nutzung von Bildschirmmedien (ca. drei Stunden pro Tag mehr als vor dem Lockdown) wuchsen die Augen der Kinder schneller. Mit jeder Stunde mehr Bildschirmmediengebrauch pro Tag nimmt das Myopie-Risiko im Alter um 21 Prozent zu, wie eine Metaanalyse von 45 Studien mit insgesamt 335 524 Teilnehmern zeigen konnte.
• Körperliche Inaktivität führt zu Übergewicht, was im Alter die Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht. Tatsächlich gingen auf diese weltweite Inaktivitäts-Pandemiebereits im Jahr 2012 weltweit mehr Todesfälle (5,3 Millionen) zurück als auf das Rauchen (5,1 Millionen), wie eine Analyse der Krankheitsbelastung und Sterblichkeit durch Inaktivität ergab.
• Studien an Jugendlichen zeigen: Verschenkt man Smartphones oder lässt man Schüler ihr Smartphone in den Unterricht mitbringen, verschlechtern sich die schulischen Leistungen; verbietet man Mobiltelefone an Schulen, werden die Leistungen besser, wie eine große Studie an über 130.000 Schülern an 90 Schulen im Großraum London nachweisen konnte. Eine Auswertung der PISA-Ergebnisse von Millionen von 15-jährigen Schülern aus über 50 Ländern ergab, dass die im Zeitraum von zehn Jahren (2003–2012) getätigten Investitionen in die Digitalisierung von Schulen negativ mit dem Lernerfolg korrelierten: Je mehr in einem Land pro-Kopf (Schüler) in dem Zeitraum in W-LAN, Tablets, PCs und Laptops investiert wurde, desto schlechter wurden die Schüler in ihren Leistungen (gemessen in den PISA-Tests der Jahre 2003 und 2012). Zusammenfassungen hierzu wurden von in vier Büchern mit jeweils hunderten von Quellenangaben über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten erstellt. Daher ist von kaum zu überschätzender Bedeutung, dass mittlerweile eine mangelnde Bildung in jungen Jahren als bedeutsamster beeinflussbarer Risikofaktor für Demenz im Alter erkannt wurde, wie im Fachblatt Lancet bereits im Jahr 2020 unter der Überschrift Dementia prevention, intervention and care berichtet wurde. Weiterhin ist mittlerweile an Daten dreier großer Längsschnittstudien gezeigt worden, dass der Bildungsstand im Alter von etwa 20 Jahren das Vorhandensein einer Demenz im Alter voraussagt.
Weder in den Papieren der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz zu Digitalisierung im Bildungssystem: Handlungsempfehlungen von der Kita bis zur Hochschule von 2022 und zur Rolle von Large Language Models im Bildungssystem von 2024 noch in den Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ vom 24. Juni 2026 werden die hier angeführten Studien zur Kenntnis genommen. Die Experten wollen sie offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen, denn diese Erkenntnisse wurden in weithin bekannten und sichtbaren internationalen Zeitschriften hochrangig publiziert). Weil es bei digitalen Medien und KI auch um die Gesundheit der nächsten Generation geht, müssen Mediziner in solchen Kommissionen entweder gehört werden oder einen Teil ihrer Mitglieder ausmachen.
Sie schildern ein Beispiel aus dem Iran-Konflikt, bei dem eine KI unter extremem Zeitdruck eine Mädchenschule ins Visier nahm, weil Menschen die Sensordaten nicht schnell genug verarbeiten konnten. Wenn unser Gehirn im militärischen oder ökonomischen Ernstfall zu langsam reagiert: Droht uns dann eine moralische Ohnmacht?
In meinem 2023 erschienenen Buch zu KI habe ich noch das Problem der Militärs diskutiert, die entweder die Entscheidung beim Menschen wie bisher belassen können, was jedoch wertvolle Zeit kosten kann und das Risiko birgt, zu verlieren, oder aber Entscheidungen der viel schnelleren KI überlassen und das Töten damit den Maschinen überlassen. Nach mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine braucht man hier nicht mehr diskutieren: Drohnen, die autonom töten, gehören mittlerweile zum Kriegsalltag. Wichtig ist, dass klar sein muss: Wir können die Verantwortung gar nicht an Maschinen abgeben, weil Maschinen – ganz prinzipiell – keine Verantwortung tragen können. Eben weil sie Maschinen sind. Nur Menschen kann man – im Sinne von Kant – Verantwortung „zumuten“, denn sie sind vernunftbegabt und räumlich/zeitlich endlich, haben Wünsche, Pläne, Ziele und Werte.
Eine ökonomische Abwärtsspirale, in der der Mensch als Arbeitskraft wegrationalisiert wird – dieses von Ihnen skizzierte Szenario birgt auch enorme psychische Sprengkraft. Arbeit ist für die meisten Menschen weit mehr als nur Broterwerb – sie stiftet Identität und Selbstwirksamkeit. Wenn sich ein Großteil der Bevölkerung als praktisch überflüssig erlebt – wie fangen wir als Gesellschaft diesen kollektiven Verlust von Sinn und Struktur auf?
Auch diese Problematik ist sehr vielschichtig und kompliziert. Wir fangen überhaupt erst an, darüber nachzudenken. Die Sprengkraft ist zunächst auch eine ökonomische, denn wenn ein großer Teil der Menschen keine Arbeit mehr hat, wird auch nichts mehr verdient und konsumiert, was dann den Zusammenbruch unseres Wirtschaftssystems zur Folge haben könnte. Angenommen, es kommt nicht dazu oder die Menschen erhalten in einigen Jahren ein Grundeinkommen von den großen Plattformen dieser Welt (Elon Musk hat vor wenigen Tagen gesagt, er würde die von ihm erwirtschaftete Trillion irgendwann in den nächsten Jahren verschenken), dann könnten die von Ihnen angedeuteten psychologischen Mechanismen tatsächlich spürbar werden. Wie wir dem begegnen, wird stark von den dann (noch) vorhandenen staatlichen Institutionen abhängen.
Sie gehen davon aus, dass KI das künftige Schicksal der Menschheit wesentlich bestimmen wird. Wenn wir nicht in einer wirtschaftlichen und geistigen Dystopie enden wollen: Welche konkreten gesellschaftlichen oder bildungspolitischen Maßnahmen müssen wir heute sofort ergreifen, um das Ruder wieder selbst in die Hand zu nehmen?
Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Verantwortlichen in unserer Gesellschaft KI verstehen müssen. Weil dies – überall überdeutlich erkennbar – im Jahr 2023 nicht der Fall war, habe ich mein Buch „Künstliche Intelligenz“ geschrieben. Ob es heute schon besser geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Ich hoffe es! Bildungspolitisch müssen wir Kinder und Jugendliche vor KI – in ihren verschiedensten Ausprägungen – schützen, wie dies beispielsweise in Kalifornien (wo die meiste KI herkommt) geschieht. Am 13. Oktober 2025 sagte der kalifornische Gouverneur anlässlich der Verabschiedung seines zweiten KI-Gesetzes: „Alles, was wir tun, beginnt bei unseren Kindern – ihrer Sicherheit, ihrer Gesundheit und ihrem Wohlergehen. Kalifornien war schon immer Vorreiter bei Innovationen, aber wahre Führungsstärke bedeutet auch, Grenzen zu setzen, wenn es darauf ankommt, denn unsere Kinder verdienen eine Welt, in der sie mehr geschätzt werden als die Technologie um sie herum.“4 Diese Worte sind bemerkenswert. Ich wünsche mir, dass sie sehr bald einmal ein deutscher Politiker oder eine deutsche Politikerin ausspricht. Wenn uns das Wohl unserer Kinder, der nächsten Generation, wirklich über alles geht und wir danach auch handeln und das Ruder selbst in die Hand nehmen, haben wir eine Chance.
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Symposium Kortizes 2026 „Der Geist in der Maschine – Zauber und Grenzen der Künstlichen Intelligenz“ findet vom 2.– 4. Oktober im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg statt. Tickets für die Teilnahme in Präsenz oder via Livestream sind bis 31. Juli mit Frühbucherrabatt erhältlich.
1„We’ve essentially found a way to make sand think. It’s miraculous.“
2„Therabot was well utilized (average use >6 hours), and participants rated the therapeutic alliance as comparable to that of human therapists.“, Heinz MV, Mackin DM, Trudeau BM, Bhattacharya S, Wang Y, Banta HA, et al. (2025) Randomized trial of a generative AI chatbot for mental health treatment NEJM AI 2: 10.1056/AIoa2400802.
3Für eine zusammenfassende Darstellung des Folgenden, vgl. Spitzer M (2025) KI in der Schule. Lern-Verstärker oder Betrugs-Turbo? Nervenheilkunde 44: 745-755
4“Everything we do begins with our children — their safety, their health, and their well-being. California has always led in innovation, but true leadership also means setting limits when it matters most, because our kids deserve a world that values them more than the technology around them” (Newsome 2025).