RIAS-Analyse
Antisemitismus unter Muslimen öfter gewaltförmig
Antisemitische Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund haben seit dem 7. Oktober 2023 deutlich zugenommen – und sind überdurchschnittlich häufig gewalttätig. Eine neue Analyse des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (kurz: RIAS) zeigt, wie eng israelbezogener Antisemitismus, islamistische Radikalisierung und die Mobilisierung durch transnationale islamistische Akteure wie Hizb ut-Tahrir miteinander verbunden sind.
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Das größte Massaker an Juden seit dem Ende der Shoah, der 7. Oktober 2023 in Israel, jährt sich heute zum dritten Mal. Statt gebotener Empathie folgten eine brachiale Dämonisierung Israels und eine massive Bedrohungslage für Juden weltweit. Antisemitische Vorfälle schnellten in die Höhe, ebenso das Risiko islamistischer Anschläge.
Der 7. Oktober und sein militärischer wie auch terroristischer Nachgang sind nicht die Ursachen des Antisemitismus, sondern bieten eine neue „Gelegenheitsstruktur“. Diesen Begriff verwendet eine aktuelle Analyse der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Sie beschäftigt sich ausdrücklich mit „Antisemitismus in islamischen und islamistischen Kontexten“. Dieser politisch-weltanschauliche Hintergrund führt zwar nicht die RIAS-Gesamtstatistik antisemitischer Vorfälle an, wohl aber fallen die islamisch/islamistisch motivierten antisemitischen Vorfälle durch ihren Schweregrad und ihre Gewaltförmigkeit auf.
Weniger Fälle, mehr Gewalt
RIAS dokumentiert zwischen 2019 und 2025 insgesamt 564 antisemitische Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund. Knapp 80 Prozent davon entfallen allein auf die Zeit nach dem 7. Oktober 2023. Insgesamt liegen dem Bundesverband RIAS und den regionalen RIAS-Meldestellen für diesen Zeitraum über 30.000 antisemitische Vorfälle vor. Die Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund machen damit 1,8 Prozent des dokumentierten antisemitischen Gesamtgeschehens aus. Allerdings lassen sich 54,9 Prozent der Vorfälle keinem politischen Weltbild zuordnen. Unter den nach ihrem politischen Hintergrund kategorisierbaren Vorfällen machen jene mit islamisch/islamistischem Hintergrund 4,0 Prozent aus.
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Allerdings treten islamisch/islamistisch motivierte Fälle deutlich aggressiver und gewalttätiger in Erscheinung. Die Vorfalltypen „Bedrohung“ und „extreme Gewalt“ sind laut der RIAS-Analyse bei islamisch/islamistischem Hintergrund überrepräsentiert. 15,1 Prozent aller antisemitischen Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund sind gewaltförmig. Bei den allgemeinen antisemitischen Vorfällen sind es 6,1 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl gewaltförmiger antisemitischer Vorfälle nach dem 7. Oktober um 67 Prozent, bei jenen mit islamisch/islamistischem Hintergrund sogar um 169 Prozent.
Den politisch-weltanschaulichen Hintergrund „islamisch/islamistisch“ fassen die RIAS-Autoren als solchen zusammen, weil sich häufig nicht differenzieren lässt, ob antisemitische Einstellungen auf religiös-kulturellen Überzeugungen fußen oder eben „explizit politisch-ideologischen (islamistischen)“ Motiven folgen.
Antisemitismus unter Muslimen − zwei Studien
Insofern ist es auch nachvollziehbar, dass zwei von der Religionssoziologin Sarah Demmrich durchgeführte Studien in die RIAS-Gesamtanalyse einfließen, die nicht nur den Antisemitismus unter radikalisierten Muslimen behandeln, sondern ebenfalls den Antisemitismus in der Mitte der muslimischen Community in den Blick nehmen.
Zunächst konstatiert Demmrich unter Bezug auf den Forschungsstand, dass sowohl der tradierte als auch ein israelbezogener Antisemitismus unter Muslimen deutlich präsenter ist als unter Nichtmuslimen. Im RIAS-Paper rezipiert Demmrich zunächst ihre Studie zu Antisemitismus und Fundamentalismus unter 252 angehenden islamischen Theologen und Religionspersonal, die auch bereits einmal im hpd besprochen wurde. 37,3 Prozent der Befragten bejahten die These „Juden haben zu viel Macht und Einfluss in der Welt“, 47,2 Prozent waren der Ansicht: „Der Staat Israel hat kein Recht zu existieren.“
Einstellungen, die nicht vom Himmel fallen, sondern der Autorin zufolge auf mehrere Einflüsse zurückgehen: mangelnde innerislamische Kritikfähigkeit sowie Einflüsse auslandsgebundener islamischer Verbände wie der der türkischen Religionsbehörde DIYANET untergeordneten DITIB, der größten islamistischen Bewegung in Deutschland, der IGMG – Islamische Gemeinschaft Milli Görüş, dem konservativ-türkisch geprägten Verband VIKZ und der den Grauen Wölfen zugerechneten ATIB. „Die Ergebnisse zeigen, dass die subjektiv empfundene Nähe von Studierenden zu diesen Verbänden signifikant mit der Zustimmung zu antisemitischen Aussagen zusammenhängt“, so die Autoren der Analyse.
Mit persönlichen Diskriminierungserfahrungen lässt sich der Antisemitismus unter angehendem muslimischen Religionspersonal Demmrich zufolge nicht erklären. Wohl aber besteht ein „starker Zusammenhang“ zwischen Antisemitismus und „religiösem“, in diesem Fall islamischem „Fundamentalismus“.
„Die Ergebnisse zeigen, dass die subjektiv empfundene Nähe von Studierenden zu diesen Verbänden signifikant mit der Zustimmung zu antisemitischen Aussagen zusammenhängt“
Studie zu Antisemitismus und Fundamentalismus unter angehenden islamischen Theologen und Religionspersonal
Wenn israelbezogener Antisemitismus und islamistische Radikalisierung zusammenfallen
Als zweite Studie untersucht Demmrich die Verbreitung antisemitischer Vorstellungen unter Muslimen in Deutschland vor und nach dem 7. Oktober. Dafür wurden zwischen Juli 2023 und April 2024 insgesamt 1.887 Muslime mit Migrationshintergrund in Deutschland befragt. Demmrich kommt zu dem Schluss, dass die Zustimmung zu antisemitischen Aussagen auch nach dem 7. Oktober unter den Befragten quantitativ weitgehend konstant blieb. Geändert habe sich jedoch der Konnex zwischen Antisemitismus und religiöser Radikalisierung.
Insbesondere die Artikulation des israelbezogenen Antisemitismus wird demnach vermehrt von Radikalisierungsmerkmalen flankiert: etwa der Bereitschaft, an illegalen Demonstrationen teilzunehmen, der Selbstaufgabe für den Glauben sowie der Sympathie für islamistische Akteure wie Erdoğan, den IS, die Taliban oder die Muslimbruderschaft. Auch die Akzeptanz religiös legitimierter Gewalt oder von Terror tritt häufiger gemeinsam mit israelbezogenem Antisemitismus auf.
Dieses abschreckende Radikalisierungspotenzial muslimischer Adepten eines israelbezogenen Antisemitismus kann Demmrich zufolge sogar ein Grund dafür sein, warum die Zustimmung zu israelbezogenem Antisemitismus in der Breite der befragten muslimischen Bevölkerung punktuell abgenommen hat: von 30,1 Prozent vor dem 7. Oktober auf 26,4 Prozent danach. Die Werte beim tradierten Antisemitismus blieben hingegen mit 45,4 Prozent vor und 46,7 Prozent nach dem 7. Oktober stabil.
Demmrich resümiert, dass der Antisemitismus unter Muslimen momentan eine „erhöhte Sichtbarkeit und gesteigerte Artikulationsbereitschaft im Sinne eines erhöhten Radikalisierungspotenzials“ besitzt.
Antisemitisch-islamistische Gewaltserien
Einleitend zum Vorfallgeschehen schildern die Autoren einen Fall aus dem September 2025 in Essen. Dort verübte ein islamistischer Terrorist eine antisemitisch motivierte Anschlagsserie. Zunächst griff er den Hausmeister einer Grundschule an und stach anschließend auf eine Lehrerin an einem Berufskolleg ein. Danach suchte er zweimal die Alte Synagoge in Essen auf, offenbar mit der Absicht, dort Juden zu töten. Da er niemanden antraf, griff er schließlich einen unbeteiligten Passanten an. Abschließend bedrohte er die eintreffenden Polizisten. Vermutlich wollte er als Märtyrer sterben.
RIAS berichtet außerdem von zwei Kippa tragenden Personen, die im Juni 2024 in Frankfurt am Main von zwei Jugendlichen mit dem Ausruf „Falestin, Free Falestin“ bedrängt wurden. Als ein weiterer Jugendlicher deeskalierend eingreifen wollte, skandierten die zwei Provokateure in Richtung der friedlichen Personen, Allah werde über sie richten. In der Analyse stechen weitere antisemitische Terrorakte mit islamisch/islamistischer Konnotation heraus, wie das Messerattentat auf einen als jüdisch identifizierten Touristen am Holocaustdenkmal im Jahr 2025 in Berlin sowie die Anschlagsserie auf jüdische Einrichtungen durch Funktionäre der Islamischen Republik Iran im Jahr 2022 im Ruhrgebiet.
Diese Fälle stehen beispielhaft dafür, wozu antisemitische Gewalt mit islamisch/islamistischem Hintergrund im Extremfall führen kann. Allerdings kommt es verhältnismäßig selten zu Vorfällen solchen Ausmaßes. Häufiger sind verletzende Verhaltensweisen wie Schmierereien und Beleidigungen. Letztere prägen auch zahlenmäßig das antisemitische Gesamtgeschehen. Gewaltförmige Taten haben bei islamisch/islamistischem Hintergrund jedoch einen klaren Überhang. „Nicht die Häufigkeit, sondern die Schwere von antisemitischen Vorfällen mit islamischen/islamistischen Hintergrund fallen auf“, heißt es in dem Paper.
Das Problem der eindeutigen Zuordnung
Eine Zuordnung zu einem politischen Weltbild gelingt RIAS nur, wenn dieses sich eindeutig feststellen lässt. Bei den oben aufgeführten Vorfällen mit islamisch/islamistischem Hintergrund lässt sich der Bezug auf einen religiösen Glaubensinhalt schnell erkennen. In vielen Fällen jedoch fehlen entsprechende Informationen. Folglich ordnet RIAS den Vorfall dann keinem Hintergrund zu. Wird etwa ein Hakenkreuz oder eine Parole wie „Juden ins Gas“ geschmiert, ordnet RIAS das nicht automatisch dem Rechtsextremismus zu, wie es in der Polizeilichen Kriminalstatistik häufig geschieht, sondern lässt die Weltanschauung offen, wenn der Urheber unklar ist.
Dennoch zeigt sich eine Kluft zwischen den Einschätzungen von Betroffenen, den Ergebnissen der Einstellungsforschung von Demmrich und der Falldokumentation. Etwa kam eine Studie der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2017 zu dem Ergebnis, dass 81 Prozent der von Antisemitismus Betroffenen in Deutschland vor allem mit muslimischen Tätern konfrontiert waren. Und warum führt der Antisemitismus mit islamisch/islamistischem Hintergrund nicht die RIAS-Vorfallstatistik an, wenn antisemitische Haltungen unter Muslimen weiter verbreitet sind als in der Mehrheitsgesellschaft?
Diese Diskrepanz lässt sich nicht abschließend nachvollziehen. Eine mögliche Erklärung ist, dass überhaupt Vorfälle selten gemeldet werden. Eine weitere Frage wirft die Zuordnung jener Fälle auf, die RIAS dem Hintergrund „antiisraelischer Aktivismus“ (siehe Abbildung oben) zurechnet. Wenn es auf sogenannten propalästinensischen Demonstrationen etwa zu Rufen wie „Juden ins Meer“ kommt, wer verrät uns dann, ob der ideologische Antrieb islamisch/islamistisch oder säkular-palästinensisch war? Was dominierte?
„Die Auseinandersetzung mit Islamismus darf nicht rechtsextremen Akteuren und ihrer muslimfeindlichen Agenda überlassen werden.“
Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS
Hamas-Massaker und Iran-Krieg als „Gelegenheitsstrukturen“
Deutlich zeigt die Analyse aber, dass die Zahl antisemitischer Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund immer dann sprunghaft ansteigt, wenn es im Nahen und Mittleren Osten eskaliert: 2021 beim Konflikt um den Tempelberg und Scheich Dscharrah, 2023 nach dem 7. Oktober und 2025 im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Während der Anstieg 2021 kurzlebig war, blieb er nach dem 7. Oktober dauerhaft hoch.
Foto: © RIAS
Vor dem 7. Oktober dokumentierte RIAS bundesweit rechnerisch etwa sechs antisemitische Vorfälle pro Tag, am Tag des Massakers waren es 43, danach knapp 25 pro Tag. Für alle antisemitischen Vorfälle zeigt sich nach dem Hamas-Massaker ein anhaltend höheres Niveau. Das gilt auch für Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund: Zwischen dem 7. Oktober 2023 und Ende 2025 wurden 447 solcher Vorfälle erfasst, davor 117.
Genau das meinen die RIAS-Autoren, wenn sie den 7. Oktober als „Gelegenheitsstruktur“ beziehungsweise Katalysator des Antisemitismus beschreiben. Der Antisemitismus war vorher nicht verschwunden. Er findet in solchen Ereignissen einen neuen Anlass und wird besonders emotional bis aggressiv artikuliert.
Ausgeprägt ist seit dem Massaker der Hamas insbesondere der israelbezogene Antisemitismus, also die Dämonisierung, Delegitimierung oder mit Doppelstandards belegte Betrachtung Israels sowie die Kollektivhaftung von Juden hierzulande für den arabisch-palästinensischen Konflikt. Diese Erscheinungsform dominiert auch die Vorfälle mit islamisch/islamistischem Hintergrund. 79,8 Prozent davon sind dem israelbezogenen Antisemitismus zuzuordnen. Unabhängig vom Hintergrund waren es 52,9 Prozent.
Hizb ut-Tahrir-Umfeld mobilisiert
Bundesweit zählten nach dem 7. Oktober Akteure mit ideologischer Nähe zur transnationalen islamistischen Bewegung Hizb ut-Tahrir (HuT) zu jenen, die den Antisemitismus auf hiesigen Straßen mobilisierten. Die Kalifatsdemonstrationen sind inzwischen vielen ein Begriff. Besonders umtriebig ist die Bewegung aber auch im Internet. Die Petition „Nie wieder Staatsräson! Für eine Revision der deutschen Nahostpolitik!” erreichte insgesamt 513.346 Unterschriften, davon 439.000 aus Deutschland. Laut den RIAS-Autoren Julius Gruber und Colin Kaggl entwickelte sich die Petition zur bis dahin erfolgreichsten Kampagne des HuT-Umfelds in Deutschland. Ein Kapitel widmet sich besonders dem islamistischen Antisemitismus aus diesem Akteursgeflecht.
Hizb ut-Tahrir ist eine islamistische Kalifatsbewegung mit dem Ziel der Schaffung eines globalen islamischen Staates. Sie entstand 1952 in Ost-Jerusalem als Konkurrenz zur Muslimbruderschaft und wurde in Deutschland 2003 verboten. Wegen der Repression in arabischen Staaten wanderten HuT-Kader vor allem ab den 1970er Jahren aus. In westlich-demokratischen Staaten fand die Bewegung bessere Bedingungen vor. Auf Sozialen Medien leistete sie gezielt Überzeugungsarbeit – Da'wa.
Ihr Umfeld bilden Gruppen wie Botschaft des Islam, Generation Islam, Realität Islam und Muslim Interaktiv. Letztere wurde vom Bundesinnenministerium im November 2025 verboten. Generation Islam und Realität Islam lösten sich im Sommer 2025 selbst auf, gegen sie wird weiter ermittelt. Eine weitere Gruppe mit Nähe zur Hizb ut-Tahrir ist die in Osnabrück ansässige Gruppe Hunafa.
Bemüht um Anschlussfähigkeit an postkoloniale Diskurse
Charakteristisch für den Antisemitismus des HuT-Umfelds ist laut der RIAS-Analyse das Anknüpfen an postkoloniale und Post-Schoah-Diskurse. Die Kampagne bezog sich etwa auch auf Amnesty International und bezeichnete Israel als „zionistisches Kolonialprojekt“. Weiter bediente sie ein Schuldabwehr-Narrativ, indem sie von einer „Zwangssolidarität“ sprach, die Deutschland unter Druck setze, an der Seite Israels zu stehen.
Das ontologische Böse sei jüdisch
Der ideologiekritische Teil der RIAS-Analyse verdeutlicht am Beispiel von Hunafa-Predigten, wie nicht nur alles "jüdische" als "böse", sondern auch alles vermeintlich "böse" als "jüdisch" ettikettiert wird – losgelöst von realen Jüdinnen und Juden. Auch Muslime können als „judaisiert“ gelten, wenn sie mutmaßlich „jüdische Entscheidungen“ treffen. Die Vernichtung Israels erscheint als „existenzieller Weltkampf“. Doch bevor Israel vernichtet werden könne, müssten Muslime erst das „Jüdische in ihnen selbst“ aufspüren und bekämpfen, wie es ein Hunafa-Redner in einer Freitagspredigt implizierte. Die Identität des „wahren Muslims“ definiert sich dabei über die Feindschaft zum „Gegenmuslim“, der als Prototyp im Juden oder im Staat Israel verkörpert ist. Er trägt die Attribute „materialistisch, lüstern sowie moralisch verdorben“.
Islamismus ist konkret minderheitenfeindlich
Abschließend steht im Band ein Interview mit der in der politischen Bildung tätigen Fatma Keser, die sich unter anderem in einem Verein für kurdisch-jüdische Allianzen gegen Antisemitismus und Islamismus engagiert. Sie kritisiert, dass Islamismus in Deutschland vor allem als Sicherheitsproblem behandelt werde und weniger als politische Ungleichwertigkeitsideologie mit konkreten Auswirkungen auf Minderheiten.
Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS, fordert in der Jüdischen Allgemeinen: „Die Auseinandersetzung mit Islamismus darf nicht rechtsextremen Akteuren und ihrer muslimfeindlichen Agenda überlassen werden.“
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