Frauen

Die Tempelanlage Besakih

Bali und die "reinen" Tempel

Frauen auf Bali dürfen schon seit Jahrhunderten die hinduistischen Tempel nicht betreten, wenn sie menstruieren. Menstruationsblut gilt auf Bali als "unrein". Dieses Verbot soll nicht etwa gestrichen, sondern auf Touristinnen ausgeweitet werden. Kritiker:innen argumentieren, dass solche Regelungen auf überholten und patriarchalischen Ansichten basieren, die Frauen diskriminieren und stigmatisieren.

Mohammad Sher Abbas Stanikzai

Talib kritisiert Bildungsverbot von Frauen

Mohammad Sher Abbas Stanikzai ist aus Afghanistan geflohen. Der ranghohe Taliban hat sich weit aus dem Fenster gelehnt und das Bildungsverbot für Mädchen kritisiert. Stanikzai sollte dafür in Haft genommen werden, bekam Reiseverbot. Er schaffte es zu fliehen. Exil-Afghaninnen wissen, Stanikzai kann gar kein richtiger Taliban sein, er war mal Funktionär in der kommunistischen Partei, die seit Ende der 1970er bis zum Zusammenbruch der Sowjets in Afghanistan geherrscht hat. Hat ihn dann doch sein altes Gewissen gebissen?

Sind Frauen die besseren Menschen?

Angela Saini hat mit dem Buch "The Patriarchs – How Men Came to Rule" einen Versuch vorgelegt, die die prähistorische und historische Entwicklung von Gesellschaften im matriarchalisch/patriarchalischen Spannungsfeld über anthropologische, genetische und archäologische Spuren zu beleuchten. Ob ihr das gelungen ist versucht Hanns Misiak in seiner Rezension des Buches zu ergründen.

Neuer Dienstsitz des BMZ

Entwicklungshilfe für Frauenfeinde

Anlässlich der von der UN ausgerufenen 16 Aktionstage zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist es an der Zeit, sich einmal mit den Auswirkungen von Hilfe auf die Lage von Frauen zu beschäftigen. In Regionen, in denen Worte weit weniger ernst genommen werden als Taten, kann die finanzielle Förderung von Machthabern, die Frauen gesetzlich entrechten und diese Dehumanisierung über sexualisierte Gewalt gegen die eigene Bevölkerung durchsetzen, negative Auswirkungen haben.

"Wenn die Gewalt nicht aufhört"

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November wird Terre des Femmes mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin ein starkes Zeichen gegen Partnerschaftsgewalt setzen: "Wenn die Gewalt nicht aufhört - Partnerschaftsgewalt endlich wirksam beenden".

Katholische Würdenträger auf dem Petersplatz

Das mediale Echo auf die Weltsynode

Die Weltsynode der katholischen Kirche in Rom ist am Sonntag zu Ende gegangen. Der Abschlussbericht liegt vor und wurde in den Medien ausführlich gewürdigt. Ob aber die Veranstaltung ein Erfolg oder ein Misserfolg war, darüber scheiden sich die Geister.

Was die US-Wahl für das Recht auf Abtreibung bedeutet

In dem Moment, in dem dieser Artikel erscheint, öffnen in den USA die ersten Wahllokale. Das Thema Abtreibung spielt eine bedeutende Rolle bei dieser Präsidentschaftswahl. Nicht nur, weil sich Herausforderin Kamala Harris für das landesweite Recht auf Schwangerschaftsabbruch einsetzt. In einigen Bundesstaaten wird zudem über Regelungen abgestimmt, die den Zugang zu Abtreibungen vor Ort erschweren. Solche Gesetze können verheerende Folgen haben: Nachdem der Oberste Gerichtshof 2022 das grundsätzliche Recht auf Schwangerschaftsabbruch in den USA ausgehebelt hat, ist die Säuglingssterblichkeit sprunghaft angestiegen.