Die verletzten religiösen Gefühle
Gideon Böss fragt, was man sich unter einem verletzten religiösen Gefühl vorstellen soll.
"Was sind eigentlich genau religiöse Gefühle? Warum sind sie so schnell verletzt und darf man sie verletzen, obwohl sie so empfindlich sind? Generell finde ich, dass Religionen eine dickere Haut haben sollten. Schließlich lesen sich ihre heiligen Bücher so, als ob sie von Quentin Tarantino geschrieben wurden, als er richtig sauer war. Gewalt, Inzest und ganz viel Blut."
Dabei - so Böss - werden regelmäßig und ohne Geschrei regelmäßig seine künstlerische Gefühle beleidigt, "also die Gefühle von Menschen, die sich unter anderem für Filme, Serien, Bücher, Musik und Malerei interessieren. Diese Gefühle werden permanent verletzt..."
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Wenn ein Atheist neben einem
Wenn ein Atheist neben einem Katholiken hustet, fühlt der sich in seinen
"religiösen Gefühlen" verletzt. Nur er kann nicht sagen, was "religiöse Gefühle" sind. Hauptsache protestieren, auf Teufel komm heraus!
Was noch gesellschaftlich
Was noch gesellschaftlich nachwirkt im kollektiven Gedächtnis der Menschen ist das Ohnmachtsgefühl gegenüber einer allmächtig einflußreichen Kirche. Dazu gehört der devote "Respekt" gegenüber kirchlichem Wirken, Denken und deren Dogmen, was nicht zuletzt an dem Zugriff auf die Köpfer der Kinder liegt. Tatsächlich sind religiöse Inhalte aber hochgradig kritikwürdig und für Realsatire tauglich. Beeindruckend finde ich die Ausführungen von Kelsos schon 175 n.u.Z. (nach unserer Zeitrechnung), als das Christentum ungefähr erst 70 Jahre bestand: https://de.wikipedia.org/wiki/Kelsos - auch hier gilt: lediglich einige Aussagen dieses Philosophen und Christentumskritikers sind nur durch die Gegenschriften der Christen erhalten geblieben. Alle orginalen Texte sind dem Kulturvandalismus der ab 391 n.u.Z. allmächtigen katholischen Kirche zum Opfer gefallen.