Gunnar Schedel

geboren 1964. Dipl. Germanist, Verleger und Buchverkäufer. Gründete 1994 den Alibri Verlag und initiierte im gleichen Jahr die Assoziation Linker Verlage (aLiVe). Politisch aktiv seit Anfang der 1980er Jahre, zu­nächst vor allem in der Friedens­bewegung (DFG-VK), später zu­nehmend im Bereich Kirchen-, Religions- und Esoterik­kritik (IBKA). War an der Organi­sation zahl­reicher Kongresse (Atheisten­kongress 1991, Anti-Militär­seel­sorge­kongress 1992, Trierer Bildungs­kongresse 2003 und 2007, Kritische Islam­konferenz 2008) und Kampagnen (Kirchen­austritts­kampagne, GerDiA) maßgeblich be­teiligt. 1990-2001 Mitglied der MIZ-Redaktion, Teil des Schreib­kollektivs Clara und Paul Reins­dorf. Neben seiner Tätig­keit für MIZ und hpd sporadische Veröffent­lichungen in linken Medien, darunter analyse & kritik, Friedens­forum, Gras­wurzel­revolution, Junge Welt, Neues Deutschland, Schwarzer Faden, Zivil­courage...

Artikel des Autoren

Das "100-Tage-Programm" des "Team Sebastiani"

Der Richtungsstreit bei den deutschen Skeptikern ist erstmal entschieden

Am vergangenen Samstag um 17:45 Uhr waren die Stimmen ausgezählt und es stand fest, dass die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) einen neuen Vorstand hat. Mit "Team Sebastiani" hat sich der universalistische Flügel durchgesetzt. Die Mitgliedschaft hofft, dass die inhaltliche Arbeit in der wichtigsten deutschsprachigen Skeptikerorganisation nun wieder in den Vordergrund rückt und sachliche Differenzen konstruktiver ausgetragen werden als in den vergangenen Monaten.

Die Woken und die Rechten: Zwei Fäuste für die Gegenaufklärung?

Die Standardperspektive auf die Auseinandersetzung über "Wokeness" und Identitätspolitik war lange Zeit, dass sich linke Verteidiger von Minderheitenrechten und rechte Vertreter der "Mehrheits-" oder "Dominanzgesellschaft" gegenüberstehen. Eine breit besetzte Podiumsdiskussion in Frankfurt (Main) am vergangenen Freitag gab Denkanstöße, dass die Konfliktlinien möglicherweise etwas anders verlaufen.

Putsch in der GWUP – ein fataler Richtungswechsel steht bevor

Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ist bekannt für sachliche Analyse gewagter Behauptungen. Am vergangenen Samstag hingegen erlebten die Mitglieder eine Inszenierung, nach deren Ende sich die Frage nach der Zukunft der Skeptikerorganisation stellt. Was auf der Ebene der Phrasen nach "Inklusion" und "Diversität" klingt, erweist sich bei genauerem Hinsehen als Orientierung nach rechts und Abkehr vom kritischen Anspruch.

Frau im Museum

Schlechte Zeiten für Religionskritik

25 Jahre hat der Alibri Verlag durch seine Bücher die Debatten über Religion und Gesellschaft mitbestimmt. Der Rückblick auf diese Zeit bringt den Verleger Gunnar Schedel zu einem angesichts sinkender Kirchenbindung nicht unbedingt zu erwartenden Fazit: Die Rahmenbedingungen für Religionskritik haben sich drastisch verschlechtert.

Wegweiser

Rhetorische Nebelkerzen und eine identitäre Grundeinstellung

Helge Meves, in der Bundesgeschäftsstelle der Partei Die Linke im Bereich Grundsatzfragen tätig, hat in einem hpd-Artikel seine Partei gegen Kritik aus dem säkularen Lager verteidigt. Doch seine Ausführungen gehen zu einem guten Teil am Kern der Sache vorbei, übersehen, dass Religionspolitik Gesellschaftspolitik ist, und zeigen eine bedenkliche Nähe zu identitärem Gedankengut.

Linke Kirche

Privilegien für die religiöse Rechte

Das aktuelle Bundestagswahlprogramm der Partei Die Linke enthält zahlreiche Punkte, die auch von den säkularen Verbänden seit langem gefordert werden. Für Irritation sorgte hingegen ein Rückholungsantrag auf dem letzten Parteitag, der eine bereits beschlossene Forderung nach Kündigung bestehender Kirchenverträge wieder kippte. Maßgeblich beteiligt an dieser Entscheidung war die religionspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Christine Buchholz.

Die Lobbymacht der Kirchen

BERLIN. (hpd) Die Kirchen dürfen keine Sonderrolle einnehmen, wenn es um den Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren geht. So könnte die zentrale Botschaft einer Pressekonferenz zusammengefasst werden, die am Dienstag in Berlin stattfand. Vorgestellt wurden die Ergebnisse einer Studie, welche die "Kirchenrepublik Deutschland" unter die Lupe genommen hat.

Bernd Harder moderiert die Diskussion nach dem Vortrag von David Bardens

Das war die Skepkon 2015

FRANKFURT. (hpd) Eigentlich, so sollte man meinen, können Fragen, auf die es wissenschaftliche Antworten gibt, keine Leidenschaften entfachen. Auf der diesjährigen Skepkon zeigte sich, dass im realen Leben denn doch so manches Undenkbare möglich ist: Erstmals seit über 20 Jahren musste ein Referent nach massiven Drohungen mit Personenschutz anreisen.

Religionsfreie Zone in Köln

Brian am Feiertag

KÖLN (hpd) Zum achten Mal fand am Karfreitag im Filmhaus in Köln eine Religionsfreie Zone statt. Dem Ernst des Tages angemessen hatten die Veranstalter zwei Kult-Filme der britischen Komiker-Truppe Monty Python ausgesucht.