Gunnar Schedel

geboren 1964. Dipl. Germanist, Verleger und Buchverkäufer. Gründete 1994 den Alibri Verlag und initiierte im gleichen Jahr die Assoziation Linker Verlage (aLiVe). Politisch aktiv seit Anfang der 1980er Jahre, zu­nächst vor allem in der Friedens­bewegung (DFG-VK), später zu­nehmend im Bereich Kirchen-, Religions- und Esoterik­kritik (IBKA). War an der Organi­sation zahl­reicher Kongresse (Atheisten­kongress 1991, Anti-Militär­seel­sorge­kongress 1992, Trierer Bildungs­kongresse 2003 und 2007, Kritische Islam­konferenz 2008) und Kampagnen (Kirchen­austritts­kampagne, GerDiA) maßgeblich be­teiligt. 1990-2001 Mitglied der MIZ-Redaktion, Teil des Schreib­kollektivs Clara und Paul Reins­dorf. Neben seiner Tätig­keit für MIZ und hpd sporadische Veröffent­lichungen in linken Medien, darunter analyse & kritik, Friedens­forum, Gras­wurzel­revolution, Junge Welt, Neues Deutschland, Schwarzer Faden, Zivil­courage...

Artikel des Autoren

Pegida-Demonstration am 12. Januar 2015 in Dresden

Vergesst Pegida!

ASCHAFFENBURG. (hpd) Die Pegida-Demonstrationen mit ihrer Drohkulisse einer “Islamisierung des Abendlandes” und die Morde von Paris haben wieder einmal eine Debatte über die Rolle des Islams in Europa in Schwung gebracht. Das Thema ist Gesprächsstoff, vom Feuilleton bis zum Stammtisch. Doch leider beherrschen unsinnige Vorwürfe, unsinnige Forderungen, unsinnige Hoffnungen die Diskussion. Politische Perspektiven auf gesellschaftliche Veränderungen eröffnen sich daraus nicht.

Gehört der Islam zu Europa?

ASCHAFFENBURG (hpd/miz) Eigentlich eignet sich die Frage nicht für Parolen. Denn bevor eine auch nur halbwegs vernünftige Antwort gegeben werden kann, ob der Islam zu Europa gehört oder nicht, müsste erläutert werden, wie die Frage denn genau verstanden werden soll. Und ein solcher Text, der die Voraussetzungen der Beantwortung seriös erörtert, passt nicht auf ein Wahlplakat.

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Skeptikerkonferenz in München

MÜNCHEN. (hpd) “Eso, Para, Pseudo – was sagt die Wissenschaft?” – unter diesem Motto stand der Publikumstag der diesjährigen Skeptikerkonferenz. Dass dieser Ansatz durch die Wissenschaftspolitik in Deutschland gefährdet ist, verdeutlichten in Laufe der Tagung gleich mehrere Beiträge.

Anhaltender politischer Druck ist nötig

MANNHEIM. (hpd) Hochkarätig besetzt war das Podium auf einer Diskussionsveranstaltung des AK Säkulare Grüne zum Kirchlichen Arbeitsrecht in Mannheim. Nach drei Stunden lebhafter Debatte war klar: Beim Kirchlichen Arbeitsrecht stehen Veränderungen vor der Tür, doch es ist anhaltender politischer Druck nötig, die Tür zu öffnen. Und: Die beiden großen christlichen Kirchen bzw. ihre Sozialkonzerne nehmen dabei völlig unterschiedliche Entwicklungen.

Säkularen Forderungen Nachdruck verleihen

FRANKFURT. (hpd) Ein Vortrag von Corinna Gekeler am Freitagabend in Frankfurt bildete den Auftakt zum diesjährigen säkularen Aktionstag. Am Samstag ging es dann in zehn Städten mit Infoständen und Flugblattverteilaktionen auf der Straße weiter. Im Zentrum stand dabei die Forderung nach einer stärker säkularen Ausrichtung der Politik.

Erinnerung an Irene Nickel

BRAUNSCHWEIG. (hpd) Sie gehörte zu den nicht eben zahlreichen Frauen, die sich in der säkularen Szene kontinuierlich politisch engagierten. Und obwohl sie niemals im Vordergrund stand, hat sie die Arbeit des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) über zwei Jahrzehnte hinweg mitgestaltet. Am 8. März ist sie nach schwerer Krankheit gestorben. Vergangene Woche wurde ihre Urne beigesetzt.

„Religionskritik als Sprachrohr des Rassismus“

(hpd) Anfang Dezember, kurz bevor der Bundestag über das neue Beschneidungsgesetz abstimmte, erschien ein schmales Bändchen über die Debatte, die seit dem Sommer so intensiv geführt worden war. Es enthält neben dem Vorwort zwei Aufsätze, die sich mit zwei unterschiedlichen Aspekten befassen und von sehr unterschiedlicher Qualität sind.

World Skeptics Congress eröffnet

BERLIN (hpd) In Berlin ist der 6. World Skeptics Congress mit dem deutschsprachigen „Publikumstag“ eröffnet worden. Ab heute geht es – hochkarätig besetzt – in englischer Sprache weiter. Ein Besuch der Vorträge könnte sich schon allein deshalb lohnen, weil die Veranstaltung möglicherweise zum letzten Mal stattfindet.