Cover der nächsten Ausgabe von "Charlie Hebdo"

Morgen erscheint eine neue Ausgabe des Satiremagazins Charlie Hebdo.

Das Heft wird ungefähr 3 Millionen mal gedruckt, normalerweise hat die Zeitschrift eine Auflage von 60.000. Auch ins Ausland werden dieses Mal mehr Hefte geliefert, es soll Übersetzungen in 16 Sprachen geben.

Das Titelblatt der morgigen Ausgabe ist bereits bekannt:

“Alles ist vergeben”
“Alles ist vergeben”

Kommentare (3)

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Di. 13 Jan 2015 - 15:28

Dass nenne ich einen durchschlagenden Erfolg der Attentäter von Paris. Hatten sie nicht vollmundig verkündet, regelrecht offenbart, Charlie Hebdo getötet zu haben? Und jetzt aufersteht die Zeitschrift mit einer Auflagesteigerung von 5000%! Übersetzt in 16 Sprachen! Bravo, weiter so, ihr Terroristen. Bald bekommt jeder Mensch Charlie Hebdo, Titanic, Eulenspiegel oder oder ... Ich bin mal für zwei Minuten gläubig und hoffe, dass ihr diesen Berg aus Charlie Hebdos und diese ratternden Druckmaschinen, die bunte Farbe auf Papier schießen, statt Kugeln in Menschen, von der Hölle aus seht. Leider wird dorthin nicht geliefert - Brandgefahr!

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Di. 13 Jan 2015 - 19:15

Gerade lese ich, dass der einflussreiche Großmufti von Kairo die Macher von Charlie Hebdo gewarnt hat, eine Mohammed-Karikatur in der Ausgabe morgen zu veröffentlichen. Dies würde "eine neue Welle des Hasses auslösen". So funktioniert das: Gestern war die Welt noch Charlie und heute "warnt" ein hoher islamischer Funktionär genau diesen Charlie, sein von aller Welt eingeschworenes Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen. Natürlich wird er auf Nachfrage gerne bestätigen, dass er ja nicht der Meinung sei, dass dies zu verbieten sei, doch es ist sicher nur eine gut gemeinte Warnung an die Zeitschrift - und an den "Westen". Etwas einfacher gestrickte Muslime lesen das jetzt so: Wenn der Großmufti den Westen schon warnt, dann können wir dessen Willen gleich erfüllen und erneut zuschlagen - weil der Westen uns ja mit Zeichnungen angreift. Ich hoffe, Charlie knickt nicht ein vor diesem Großmufti und setzt seinen Weg unbeirrt fort. Und eins ist klar geworden: Die Scheinheiligkeit bestimmter muslimischer Funktionäre ist bereits nach zwei Tagen dahin, aufgelöst in einer in eine Warnung verpackten Drohung. Aber auch das hat vermutlich nichts mit dem Islam zu tun...

Sven Schultze (nicht überprüft)

Mi. 14 Jan 2015 - 08:49

Großartig!

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