Türkei
Amnesty International fordert Freilassung von Menschenrechtsaktivisten
Foto: © Amnesty International, Foto: Stephane Lelarge
Am Dienstagmorgen entschied ein türkisches Gericht, dass die türkischen Behörden İdil Eser von Amnesty International und fünf weitere Menschenrechtsverteidiger weiter in Untersuchungshaft halten.
Nach der Festnahme von Taner Kılıç, dem Vorstandssprecher von Amnesty International in der Türkei, im Juni sind damit erstmals in der über 55-jährigen Geschichte von Amnesty International zwei führende Amnesty-Vertreter eines Landes in Haft.
"Die Türkei versucht mit der Festnahme der zwei führenden Vertreter der größten unabhängigen internationalen Menschenrechtsorganisation internationale Menschenrechtsstandards weiter auszuhöhlen," so Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. "Mit der Anordnung der Untersuchungshaft gegen Idil Eser, der Amnesty-Direktorin in der Türkei, muss nun die weltweite Staatengemeinschaft handeln. Alle Staats- und Regierungschefs sind gefordert, Druck auszuüben, damit İdil Eser und die anderen Menschenrechtsverteidiger sofort und bedingungslos freigelassen werden", so Beeko. "Amnesty International wird sich durch diese eklatante Missachtung von internationalen Menschenrechtsstandards weder einschüchtern noch entmutigen lassen."
Die sechs Menschenrechtler wurden am 5. Juli zusammen mit vier anderen während eines Workshops festgenommen. Sie werden der "Unterstützung einer bewaffneten terroristischen Organisation" beschuldigt. Bereits im Gefängnis befindet sich Taner Kılıç, der Vorsitzende von Amnesty International in der Türkei.
Kommentare (3)
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Da geht grad ein Land den
Da geht grad ein Land den Bach runter.
Es ist ein Irrtum anzunehmen,
Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass ein sich Präsident nennen lassender Despot von gezeigter Denk- und Handlungsweise ablässt. Gefragt ist ein international einmütiges Verweigerungsverhalten jedweder Handelsbeziehung zu einem Staatsgebilde, das nach Lust, Laune und irrealem Gehabe eines dämonenhaft aggierenden Staatsoberhauptes argumentierend handelt. Bedauerlicherweise trifft man damit auch Unschuldige, wie in jeder kriegsänhnlichen Situation. Aushungern hat noch immer Wirkung gezeigt, der auch ein Erdogan-Clan auf Dauer nichts entgegen zu setzen hat.
Und das alles im Namen
Und das alles im Namen (irgend-) einer Religion, (irgend-) eines der vielen weltweit angebotenen irrealen Götter. Merkt's denn wirklich keiner? Wo bleiben die so hoch gepriesene menschliche Vernunft, Intelligenz, Bildung? Sind wir letztlich doch nur eine Art von pelzlosen Affen, die an einen pelzlosen Affengott glauben? Ist das das Resultat davon, dass wir unser vorhandenes Gehirnvolumen nur zu ca. 10 - 15% ausnutzen? Dass selbst hochgebildete Wissenschaftler, Uni-Professoren, Wirtschaftsfachleute und Politiker sich nicht von diesem (hier) propagierten Gottesglauben befreien können?
Begründet wird es häufig damit, dass "man" diesen Glauben an etwas "Überirdisches" einfach benötigt, um eine Erklärung für Unerklärliches zu finden. Aber wieso ist es für diese Glaubensklientel nicht möglich, zu erkennen, dass eben gerade durch religiöse Begründungen das Unerklärliche NICHT zu erklären ist, keine Wissensvermittlung darstellt, sondern lediglich Glaubenslehre; dass sie dem Auditorium einen hahnebüchenen Unfug erzählen, nur um selbst klug dazustehen!
Ein unendliches Thema. Habe fertig.