Islamismus

Zahl der Salafisten in Deutschland angestiegen

Salafisten verteilen in Berlin den Koran
Salafisten verteilen in Berlin den Koran

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums leben inzwischen mehr als 11.000 Salafisten in Deutschland. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Anzahl damit verdoppelt. 

Zuerst hatte der Tagesspiegel unter Berufung auf Tendenzmeldungen der Landesbehörden für Verfassungsschutz über die neuen Zahlen berichtet. Während das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) im Jahr 2013 noch 5.500 Personen dem salafistischen Spektrum zuordnete, sei die Zahl seitdem auf 11.000 Personen angestiegen. 

Laut Sicherheitsexperten habe sich der Anstieg jedoch insgesamt verlangsamt, obschon eine Stagnation oder gar ein Rückgang nicht in Sicht sei. Als möglicher Grund wird die militärische Niederlage der Terrormiliz "Islamischer Staat" im Irak und in Syrien genannt. 

Auffallend sei, dass insbesondere die kleineren Bundesländer wie Berlin oder Hamburg und Großstädte von dem Anstieg betroffen sind. "Das liegt in der Logik von sozialen Bewegungen, dass in den urbanen Siedlungsräumen eher Phänomene sichtbar werden als auf dem Land", erklärte dazu der Düsseldorfer Islamwissenschaftler Michael Kiefer im DW-Interview. So finde man im Ruhrgebiet mit seinen neun Millionen Menschen mehr salafistische Hotspots als im Bayerischen Wald oder im Sauerland, so Kiefer weiter. 

Kommentare (1)

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

Fr. 6 Apr 2018 - 17:49

Der (säkulare) Humanismus ist sehr wichtig geworden. In einer Zeit der Umbrüche durch Globalisierung und Digitalisierung, durch mangelnden Anstand in facebook und twitter wegen der Anonymität von Botschafte(r)n, sind unsere ethischen Reparatursysteme geschwächt. Kirchen können in der säkuaren Gesellschaft das nicht mehr leisten. Daher der run auf alles, was fälschlich Halt verspricht: Konservatismus, Nationalismus, Despoten, Gangster von Erdogan bis Trump. Auch der Islam kennt keine demokratietaugliche Moral. Daher auch hier der run auf den Islamismus. Wir müssen wieder lernen, für unsere Jugend zu sorgen (nicht nur für die gewiss auch notwendige Pflege der Senioren), jungen Leuten Wertebildung ermöglichen (säkulare, damit alle mitmachen können) und der Empörungsgesellschaft Ruhe und Heiterkeit geben. Humanität und Humanismus ist das neue Grün. Aber ganz schon viel zu tun! Karin Resnikschek, Tübingen

Florian Chefai

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