Kommentar

Säkulare als Schrecken der Parteien

Das Kreuz scheint das Symbol der deutschen Parteien zu sein.
Das Kreuz scheint das Symbol der deutschen Parteien zu sein.

Hamed Abdel-Samad hat in seinem hpd-Kommentar treffsicher die deutschen Parteien für unkritische Behandlung von Religionsgemeinschaften angegriffen. Weitere Beispiele dafür lassen sich an vielen Stellen ergänzen.

Die aktuellen Probleme mit den vielen streng islamistischen Gemeinschaften heute begründen sich auch auf der Unfähigkeit der Bundesrepublik, nach nunmehr 70 Jahren ihr Verhältnis zu den christlichen Kirchen endlich auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen. Solange dieser verfassungsrechtliche Sonderstatus andauert, stehen auch Ditib, Moslembrüder und andere reizende Zeitgenossen auf der Matte und verlangen Gleichbehandlung. Parteien und Öffentlichkeit sollten endlich diesen Zusammenhang zwischen längst obsolet gewordenem "Staatskirchenrecht" und den Ansprüchen islamistischer Gruppen erkennen und daraus die überfälligen Konsequenzen ziehen.

Gründung eigener Partei als falscher Weg

Ob eine neue Partei den Reformprozess voranbringen kann, ist mit Fug und Recht zu bezweifeln. Die rührend rührige Partei der Humanisten (PdH) ähnelt einer richtigen Partei wie die Zwergschule einer Universität. Sie dient – wenn sie überhaupt bemerkt wird – den Gegnern einer Trennung von Staat und Kirchen eher als Beleg für ihre Behauptung, dass Säkulare ohnehin nichts Wirksames auf die Beine stellen können.

Gegen eine eigenständige säkulare Partei spricht auch die Dynamik des politischen Prozesses. Parteien müssen binnen weniger Jahre die gesamte Palette der Themen abdecken, von der Umwelt- und Sozialpolitik über auswärtige Beziehungen und die Zukunft des Internet. Welchen Zugang zu diesen hochkomplexen Fragestellungen soll sich jedoch eine Partei verschaffen, deren einzige gemeinsame Grundlage sich auf die Trennung von Staat und Kirchen beschränkt? Der Laden fliegt doch bei erster Gelegenheit aus der Kurve – wie zuletzt die Piratenpartei.

Säkulare Bestandaufnahme bei den Parteien als Expedition ins Unbekannte

Eine ehrliche Bestandsaufnahme säkularer Politikansätze in den Parteien verlangt eine hohe Frustrationstoleranz. Da erleben wir ohne allgemeinen Aufschrei eine Brüskierung der Säkularen Sozialdemokraten durch Führung ihrer Partei. Diese verweigert beharrlich die Anerkennung der Säkularen als Arbeitskreis. Da wollen Nahles und Co. auf der einen Seite ihre alten linken Werte aus den Zeiten eines August Bebel wieder exhumieren – und kappen dabei ihre kirchenkritischen Wurzeln.

Bei den LINKEN wiederum führte bereits ein bescheidener Reformantrag auf dem Programmparteitag 2017 in Hannover zu einem Debakel. Auf Druck der Parteiführung wurde ein tags zuvor gefasster Beschluss wieder zurückgenommen.

Hat jemand aus dem Kreis der Leserinnen und Leser etwas davon gehört, dass die FDP sich ihrer Freiburger Thesen und des legendären Kirchenpapiers besinnt und die konsequente Trennung von Staat und Kirchen anstrebt? Wer was weiß, möge sich beim Autor melden und nach Finderlohn fragen.

Die Grünen haben immerhin eine Säkulare Bundesarbeitsgemeinschaft anerkannt und in Münster 2016 ihren von einer Fachkommission unter Beteiligung der Säkularen Grünen vorbereiteten Grundsatzbeschluss gefasst. Der hat einige Lücken, so beim Religionsunterricht und der Kirchensteuer, ist aber immerhin eine solide Grundlage.

Kirchenbindung der Parteien

Die Gründe für die verbreitete Haltung in den Parteien sind durchaus unterschiedlich und für die Ausarbeitung einer säkularen Strategie erheblich. Der Hinweis auf die Kirchenbindung vieler FunktionsträgerInnen ist zwar nicht falsch, aber allzu verschwörungstheoretisch angelegt. Er greift zu kurz, weil er letztlich nicht zwischen den verschiedenen Parteien differenziert.

Die Union hat den christlichen Anspruch in ihrer DNA (wie glaubhaft das alles ist, steht erst einmal auf einem anderen Blatt).

Die SPD wiederum leidet in periodischen Schüben unter dem Phantomschmerz ihrer alten Ausgrenzung aus der bürgerlichen Gesellschaft; bis heute ein Grund für die Willfährigkeit gegenüber den Kirchen.

Die LINKE sehnt sich ähnlich wie die SPD nach gesellschaftlicher Reputierlichkeit, für die der kirchenfreundliche Thüringer Ministerpräsident steht. Wie auch bei den Grünen ist bei den LINKEN die Besorgnis verbreitet, Kirchen als Bündnispartner in der Sozial- und Flüchtlingspolitik nicht vor den Kopf zu stoßen.

Bei den Grünen wiederum dominiert in (un)schöner Regelmäßigkeit der Schutzinstinkt für alles und jedes, was den als Opfer geadelten Status der drangsalierten Minderheit beansprucht. Allzu gern versteht sich die Partei als Geleitschutz auf dem Hindernislauf durch gesellschaftliches Feindesland. Da schaut man lieber nicht so genau hin, was sich da unter dem Rockzipfel tummelt.

Was aber tun?

Aktives Einwirken auf die bestehenden Parteien ist mühsam, aber unverzichtbar. Wem fällt was Besseres ein?

Den Führungen – zumindest der linken Parteien und der FDP – werden im Angesicht dramatisch sinkender Mitgliederzahlen der Religionsgemeinschaften irgendwann einmal eine überzeugende Ansprache für die fast 40 Prozent Konfessionsfreien finden müssen. Wollen die Parteien den Anschluss an die Änderungen gesellschaftlicher Tiefenströmungen nicht verpassen, sollten sie endlich kapieren, dass die Zeiten der Identität von Bürger und Christ unwiederbringlich vorbei ist. In wenigen Jahren sind die Angehörigen der beiden Großkirchen zusammen nur noch eine gesellschaftliche Minderheit. Trotzdem laufen sie noch immer in einer Staatsrobe herum, die ihnen längst viel zu groß geworden ist.

Die Aufgabe der Politik und ihrer (hoffentlich!) weitsichtigen Führungskräfte besteht darin, sich die realen Verhältnisse anzusehen und den tradierten Glaubensgemeinschaften ihren Weg in die Zivilgesellschaft zu weisen. Dort müssen diese sich freilich ihren Platz mit anderen Vereinigungen teilen. Das bedeutet ein Ende von Kirchensteuer und historischen Staatsleistungen.

Die jüngste Entscheidung des Bundesfinanzhofs über die Gemeinnützigkeit von ATTAC zwingt auch hier zu grundlegenden Reformen. Es kann nicht sein, dass alles, was Kirchen tun und lassen, pauschal und ungeprüft steuerlich wie gemeinnützige Arbeit gewertet wird, während NGOs von den Finanzämtern kleinlich unter die Lupe genommen werden. Die steuerrechtliche Bevorzugung der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gegenüber Vereinen und Verbänden muss ein Ende haben!

Dass ihre luxuriöse Käfighaltung als Staat im Staate mit all ihren Annehmlichkeiten und Privilegien unwiederbringlich zu Ende geht, haben vorausschauende Menschen innerhalb der Kirchen längst erkannt. Sie sind aber in der Minderheit. Warum ohne Not das bequeme Hotel Mutti verlassen und sich um die große Wäsche selber kümmern.

Säkulare: parlamentarisch und außerparlamentarisch unterbelichtet

Parteien bewegen sich oft nicht aus eigenem Antrieb, sie reagieren vielmehr auf gesellschaftlichen Druck von außen. Parteien zucken zurück, wenn Themen – aus Sicht der Führungen – geeignet sind, Anhänger und Mitglieder zu verstören ohne jedoch neue Wähler und Wählerinnen zu mobilisieren. Themen, die keine "kritische Masse" mobilisieren, haben es schwer. Ob ein Thema durchdringt, hat oftmals weniger mit seiner tatsächlichen Relevanz zu tun als mit geschickter Lobbyarbeit bei gleichzeitigem Rückhalt aus der Zivilgesellschaft.

In der geduldigen und beharrlichen Aufklärung der Parteimitglieder liegt eine große Verantwortung der Säkularen. Von selbst passiert nichts. Mit einem schäumenden Antiklerikalismus ist hier übrigens nichts gewonnen; ganz im Gegenteil. Parteien sind immer Bündnisse unterschiedlicher Strömungen und Richtungen. Mehrheiten lassen sich nur durch Bündnis auch mit denen erreichen, die in bestimmten Punkten anderer Meinung sind; falsche Feindbilder blockieren solche Bündnisse. Was eine NGO darf, geht bei einer Partei noch lange nicht. Wer das nicht beachtet, ist schnell isoliert und verliert jede Einwirkungsmöglichkeit. Säkulare sollten aus Fehlern der Vergangenheit lernen.

Neben der Kernerarbeit innerhalb der Parteien sind Säkulare auch auf deutlich mehr gesellschaftlichen Rückhalt angewiesen als bislang. War man beim Erlass der Weimarer Verfassung der Auffassung, mit der Gleichstellung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften das Problem unkontrollierter staatskirchlicher Überheblichkeit zu lösen, erweist sich diese Annahme heute als Irrtum. Wer die Kirche verlässt, tritt deshalb keiner Weltanschauungsgemeinschaft bei. Diese spielen daher gesellschaftspolitisch keine – den Kirchen auch nur im Ansatz vergleichbare – Rolle.

Das Bündnis BASTA gegen die historischen Staatsleistungen könnte hier eine gute Chance bieten, säkulares Denken verstärkt in die Parteien hineinzutragen und zu verankern. Die Bewährungsprobe steht freilich noch aus. Erfolg wird sich nur einstellen, wenn das Bündnis seine Basis verbreitern kann und sich nicht an selbst auferlegten Nebenfragen zerlegt.

Um die Durchschlagskraft säkularer Argumente ist es auch deshalb schlecht bestellt, weil es in Deutschland kein säkulares Gesicht gibt. Weder in der Politik, noch in der Kultur, der Wissenschaft oder im Sport haben sich weit und breit keine überzeugenden säkularen Sympathieträger hervorgetan. Das ist kein aktueller Befund, sondern schon seit Jahrzehnten ein Problem. Herren im gesetzten Alter – der Autor ist einer von ihnen – geben nach wie vor den Ton an.

Es muss ja kein junges Gretchen mit langen Zöpfen zum säkularen Aushängeschild werden, aber ein wenig mehr Publicity wäre schon willkommen.

Kommentare (27)

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 13:30

Zwar habe ich in einem anderen Kommentar vehement für die Gründung einer neuen säkular-freundlichen Partei gestimmt, obwohl mir klar ist, dass diese kaum Chancen hätte
gewählt zu werden. Sollte ja auch nur eine Drohung sein. Natürlich ist es besser eine der etablierten Parteien davon zu überzeugen, dass auf Dauer die Säkularisation nicht zu verhindern ist und diese in Ihrem Parteiprogramm aufzunehmen ein vernünftiger Schritt währe. Bei den beiden "C" Parteien schließe ich diese Möglichkeit a priori aus.
Auf Dauer ist dieser Schritt unausweichlich, wenn wir Chaos vermeiden wollen.

Emil Horowitz (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 14:44

Das ist ja rührend. Nur zur Information: Die Partei der Humanisten ist eine Vollprogrammpartei, die nebenbei auch säkular eingestellt ist. Wenn Sie, lieber Herr Roth, glauben, eine im Aufbau befindliche Partei verspotten zu müssen, nur, weil Sie sie nicht richtig erfassen, wirft das ein bezeichnendes Licht auf Ihr Demokratieverständnis. Ein Vorschlag zur Güte: In Zukunft nur Themen kommentieren, von denen man wenigstens näherungsweise etwas versteht - ware das etwas für Sie?

Träumen Sie weiter und hoffen Ihre liebenswürdige Zwergpartei wie die Urchristen auf die Rückkehr ihre Heilands. Der HERR steht ihnen bei so viel Erwartungsfreude sicher bei.

Mark Simon (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 14:50

Sie schreiben:
"Parteien müssen binnen weniger Jahre die gesamte Palette der Themen abdecken, von der Umwelt- und Sozialpolitik über auswärtige Beziehungen und die Zukunft des Internet. Welchen Zugang zu diesen hochkomplexen Fragestellungen soll sich jedoch eine Partei verschaffen, deren einzige gemeinsame Grundlage sich auf die Trennung von Staat und Kirchen beschränkt?"
Das in Bezug auf die Partei der Humanisten zu schreiben, zeugt von mangelnder Recherche, ist sie doch schon lange zu einer Vollprogramm-Partei gewachsen und war von Anfang an nie nur eine Partei der Säkularisierung!
Mehr Infos: https://diehumanisten.de/

Christoph Heckermann (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 14:58

Es hat lange gedauert, bis man zu dieser Einsicht gekommen ist. Als Kritik mit Lösungsvorschlägen hier ein Kommentar den ich schon vor gut drei Jahren geschrieben habe:
>>> In einer Zeit der Politik Verdrossenheit eine PdH zu gründen erschien mir von Anfang an utopisch. Die Initiativnehmer, die viel Arbeit hinein gesteckt haben und hinein stecken bewundere und bedauere ich. Humanismus ist nichts für eine politische Partei, weil man als Partei eine Antwort auf alles haben müsste. Aber alles humanistisch zu begründen, so, dass alle Humanisten damit einverstanden sein könnten, halte ich für unmöglich. Ich bin davon überzeugt, dass man humanistische Ideen in bereits bestehenden Parteien und Vereinen (vom Blasorchester bis zur freiwilligen Feuerwehr und Kegelklub), in Elternbeiräten, NGOs, Rot-Kreuz, AWO und...und...und... nicht zuletzt am Arbeitsplatz und allgemein in Gesprächen mit Mitmenschen besser "an den Mann/die Frau" bringen kann als in einer idealistisch gut gemeinten aber überflüssigen Partei.<<<

Die jüngsten Entwicklungen und ganz besonders die "Unvereinbarkeitsliste" kommt einem Selbstmord gleich. Ein Ersatz ist für mich nicht erwünscht aber ein humanistischer Einsatz allerorten wäre zielführend.

Rene Goeckel (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 16:02

So gross kann der Schreck (noch) nicht sein. Das Klerusnetzwerk in Berlin lässt es sicher nicht zu, dass Leute ohne "Jesus als Vorbild" vorankommen und Entscheidungsträger werden. Solange Kirchenkritik nicht in der breiten Masse angekommen ist, ändert sich da auch nichts.

Manfred Gilberg (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 16:44

Eine gute Zusammenfassung dessen, was mich seit Jahren bewegt. Bin aber selbst auch schon einer der Alten Männer - und auch noch ohne "Charisma".
Warum macht das nicht Michael Schmidt-Salomon, oder Ingrid Matthäus-Maier?
Das wären doch profilierte Menschen, denen wir so etwas zutrauen können. Wer käme denn sonst noch in Frage ohne Selbstdarsteller zu werden dabei.
Vielleicht der Artikelschreiber selbst, trotz des "hohen" Alters (Selbsteinschätzung).
Das Zöpfchenmädchen zeigt uns doch wie einfach es eigentlich ist. Sie macht das Pressegeschäft doch mit einiger Bravour. Chapó!
Da macht sich doch gegen über den Kirchen m.E. der akute Geldmangel bei uns bemerkbar.
Bevor von den Kirchen befördert (Islam) sollten wir doch nicht zu Stolz sein Geld vom Staat zu nehmen um Aufgaben zu erfüllen, die die Ausgetretenen sich von den Kirchen nicht mehr antun lassen wollen. Ohne Moos nix los. Einen Staatsvertrag abschließen. Juden sowie Sinti und Roma haben schließlich auch einen in Hessen bekommen, z. Bspl. Und säkulare "Linke" haben schließlich auch im letzten Jahrhundert gelitten. Die Forderung nach Abschaffung der Altlasten an die Kirchen kann doch da kein Hindernis sein. Höchsten ein Selbstgestelltes.
Ja, die Diskussion darum ist weit gefächert.
Das zu überwindende Hindernis ist die kirchendurchsetzte Politik. Wir müssen ihnen also geschickt auf die "Füße" treten. Wer macht´s? (Wenn in die Wortkombination sich noch ein "h" einschleicht, wird´s gefährlich.) Vielleicht kommt ja aus dem Bündnis BASTA noch jemand hervor. Mir fällt jetzt einer ein: Max Moor, Moderator von ttt am Sonntagabend in der ARD. Er kann´s: reden. Überzeugend. Wer spricht ihn an? Allein - er wird es nicht tun. Rundfunkrat?
Weiter weiß ich auch nicht.

Manfred Gilberg

Ernst-Günther Krause (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 17:24

Danke, Jürgen, für die treffende Beschreibung der gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Lage. Ich sehe dennoch gute Chancen, in den nächsten Jahren erkennbare Fortschritte zu erzielen. Was dazu vor allem erforderlich ist, hast Du eindrucksvoll dargestellt.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 17:43

Die Grünen und Säkularisierung, Herr Roth, ist wie Wasser und Feuer.
Mit KGE am Steuer geht da eher das berühmte Tau durchs Nadelöhr.
Wenn eine Partei die Säkularisierung nicht von Anfang an im Grundsatzprogramm hat, wird dies im Nachhinein kaum zu implementieren sein - solange dort Religionshörige in Spitzenpositionen sitzen. Letzteres ist derzeit in allen etablierten Parteien der Fall.
Es bleibt nur der lange Marsch durch eine Neugründung.
Erinnern Sie sich an die rührend rührigen Anfangs'erfolge' der AL in Berlin?
Der PdH fehlt eigtl. nur noch eine zugkräftige Galionsfigur (neben einem erfahrenen Topmanagement, das engagierte Mitglieder zu halten versteht statt sie zu verprellen).

Jürgen Roth (nicht überprüft)

Do. 4 Apr 2019 - 13:17

Antwort auf von Hans Trutnau (nicht überprüft)

Da bin ich zuversichtlicher, mache mir aber auch keine falschen Hoffnungen. Parteien sind sehr komplexe Gebilde, die nicht nur aus Fraktionsvorsitzenden bestehen. Im Übrigen hat KGE dem Ergebnis der Fachkommission der Partei zugestimmt. Bei allen Problemen haben wir bei Grüns einen anerkannten Arbeitskreis und eine Beschlusslage, auf der der sich aufbauen lässt. Es bringt uns nicht weiter, sich mit Abscheu von den Parteien abzuwenden und auf eine Kleinpartei zu hoffen, die nach meiner festen Überzeugung und Erfahrung keinerlei Chance hat, politische Bedeutung zu erlangen.

Andreas Kyriacou (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 18:30

Ich teile die Einschätzung, dass es ein aussichtsreicherer Ansatz ist, säkulare Positionen in die Parteien einzubringen, als sich außerhalb der bestehenden Parteienlandschaft zu organisieren. So lange Parteien aber säkulare Positionen aktiv sabotieren, so wie es die Grünen mit ihrem Kampf gegen das Berliner Neutralitätsgesetz tun, braucht es wohl eine Alternative, um wenigstens an der Urne kundtun zu können, dass man als WählerIn gewisse rote Linien nicht zu überschreiten bereit ist. Vielleicht dringt die Botschaft ja so doch zu den Funktionären durch.

Da muss ich widersprechen. Es ist den säkularen Grünen in Berlin gelungen, eine Beschlussfassung zur Abschaffung des Neutralitätsgesetzes zu blockieren. Die Landespartei setzt auf die Rechtsprechung. Das ist sicher weniger als ich es mir wünsche, aber wirkungslos ist die Arbeit der Säkularen gerade nicht. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen - aber es frisst.

Der Grüne Justizsenator Dirk Behrendt präsentiert sich weiterhin als Kopftuch-Fanboy, dem der Gruppendruck auf muslimische Schülerinnen offenbar am Allerwertesten vorbeigeht. Eine Partei, die solch fatale Fehlbesetzungen verursacht und duldet, kann sich nicht mit einem offenen Brief einiger engagierter Aktivisten aus der Affäre ziehen.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 19:25

Nicht wirklich überzeugend, was Jürgen Roth gegen die Gründung und den Aufbau einer Partei der Humanisten vorzubringen hat. Waren doch die Grünen selbst mal so eine Zwergschule, die sich gerade durch die „Dynamik des politischen Prozesses“ zu einer Universität entwickelt hat. Und auch das Beispiel Frankreich zeigt, dass sich eine Bewegung aus dem Stand in Marsch setzen kann in Richtung auf eine veritable politische Partei. Auch die Grünen haben schließlich mit einer sehr begrenzten Kompetenz in der politischen Landschaft Fuß gefasst und ich möchte behaupten, dass sie diese in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit auch heute noch nicht wesentlich erweitert haben. Vielmehr haben sie schon mehrfach durch ideologisch gefärbte Forderungen wie z.B. den Veggie-Day das Vertrauen der Wähler verspielt. Die Partei der Humanisten steht Ideologien (und Religionen) dagegen sehr viel kritischer gegenüber. Das sollte sie attraktiv machen für pragmatisch denkende Menschen mit Kompetenzen in allen Bereichen der Gesellschaft. In einem möchte ich ihm allerdings recht geben: die PdH braucht mindestens ein Gesicht. Den Aufstieg der Grünen kann man zum Großteil an Joschka Fischer und Jürgen Trittin festmachen und für Frankreich ist es natürlich richtig krass E. Macron. Nichtsdestotrotz habe ich immer noch die Hoffnung, dass sich die SPD wieder auf ihre säkulare Tradition besinnt und die kirchliche Infiltration ihrer Führungsspritze überwindet. Zum Thema Verschwörungstheorie ist zu sagen, dass die Infiltration gesellschaftlicher Institutionen z.B. in der „Mutter aller Sozialenzykliken“ verankert ist. Und gerade die katholische Kirche ist nicht nur als Ganzes gut organisiert, sondern verfügt auch insbesondere mit dem Opus Dei über sehr effektive und weitgehend im Geheimen operierende Organisationen und Netzwerke in der Organisation. Und daß die Lobbybüros der Kirchen in den Landeshauptstätten und in Berlin dafür sorgen, dass die Meinung der Bischöfe mehr Gewicht hat als die eigene Parteibasis, befördert gelegentlich einen legitimen „schäumenden Antiklerikalismus“ ibs. vor dem Hintergrund der Kindesmissbrauchsskandale und des skandalösen Umgangs der Staatsanwaltschaften mit verdächtigen Klerikern. Bleibt auch die Hoffnung, dass sich parteiübergreifend (CDU und CSU mal expizit ausgenommen) ein Konsens findet, um die „luxuriöse Käfighaltung als Staat im Staate“ (sehr gelungene Formulierung) zu beenden, von selbst geht das nicht.

Kay Krause (nicht überprüft)

Do. 4 Apr 2019 - 07:09

Die Säkularen,
müssen täglich neu erfahren,
Dass (ob mit, ob ohne "C")
ohne Kirche gar nichts geh'!
Sie hat die Macht in ihrem Schoß,
und läßt auch nicht die Zügel los!

Wer will schon Philistern trauen?
wer auch denMinisterfrauen?
die, wie die Minister-Mannen,
sich gern vor Kirches Wagen spannen,
und diesen ziehen bis Sankt Nimmerlein.
Säkular?
wird Deutschland niemals sein!

Rüdiger Weida (nicht überprüft)

Do. 4 Apr 2019 - 09:03

Die Bedeutung von Parteien liegt nicht nur darin, echte Wahlchancen zu haben. Sie liegt auch darin, Themen zu setzen, um so mehr, wenn alle anderen Parteien da komplett versagen.
Vielleicht gelingt es so besser, diese Themen auch dort unter zu bringen.

Für mich persönlich braucht es die PdH außerdem noch als Möglichkeit, überhaupt noch an Wahlen teilzunehmen. Die etablierten sind für mich durch die Bank unwählbar.

Der Weg, mühsam innerhalb der Parteien zu überzeugen, sollte sicher gegangen werden. Allerdings ist zu befürchten, bis der erfolgreich ist, könnte es in vielen Fragen schon zu spät und auch der Islam bereits zu solchem Einfluss gekommen sein, dass die Situation sich nicht mehr ändern oder gar kontrollieren lässt.

Wichtig wäre wirklich eine gesellschaftliche Bewegung. Die, über Parteigrenzen hinweg, anzustoßen, sollte unser größtes Ziel sein.

Jürgen Roth (nicht überprüft)

Do. 4 Apr 2019 - 13:27

Antwort auf von Rüdiger Weida (nicht überprüft)

Sie haben völlig Recht mit der Forderung nach einer stärkeren gesellschaftlichen Druckkulisse. Das habe ich ja auch ausdrücklich geschrieben! Aber die bestehende humanistische Kleinpartei ist doch weder in der Lage, im Konzert der Parteien mitzusingen, noch irgendwelche gesellschaftlichen Impulse aufzubauen. Mir geht es um mehr säkulare Kraft innerhalb und außerhalb der Parteien! Wer mit den großen Hunden pinkeln geht, sollte wenigstens das Bein heben können.

Kay Krause (nicht überprüft)

Fr. 5 Apr 2019 - 05:01

Antwort auf von Rüdiger Weida (nicht überprüft)

R.Weida, voll und ganz einverstanden! Nur: wie arbeitet man sich zu diesem Ziel hin, wie erreicht man es? Dazu müßten 80 Millionen Menschen angesprochen werden, von denen heute immer noch (wenn sie auch den Kirchen kritisch gegenüberstehen) der Großteil zumindest kirchlich indoktriniert ist. Dazu müßte der hpd eine Auflage (Leserschaft) ähnlich der der BILD-Zeitung haben!
Im Moment bleibt uns "Weltverbesserern" nichts anderes übrig, als nur noch die Humanisten zu wählen, einmal, um sie zu stärken und zukünftig maßgeblich in politische Entscheidungen einzubinden, zum anderen, um den anderen Parteien mit möglichst deutlichen Stimmenverlusten zu zeigen , dass sie nicht mehr so weiter wie bisher vor sich hin wurschteln und muffeln können!
Dass eine traditionelle Arbeiterpartei wie die SPD dabei von der politischen Bildfläche verschwinden wird, tut mir nicht einmal mehr leid, und das hat ja wohl auch keinesfalls der Wähler zu verantworten?! Und diesen sang- und klanglosen Untergang zu verhindern, liegt einzig und allein bei der SPD selbst! Die Einschaltung eines Denk-Prozesses wäre hier erforderlich! aber hätte der nicht bereits bei Gründung der Grünen vor 40 Jahren erfolgen müssen?

Andreas E. Kilian (nicht überprüft)

Do. 4 Apr 2019 - 16:33

Lieber Herr Roth,

Sie suchen eine Idee, um nicht bei den etablierten Lügen-Parteien buckeln zu müssen?

Politiker sind von Macht besessen und hängen ihre Fahne nach dem Winde. Alles was sie interessiert sind Gelder, die sie benutzen können, um Wählerstimmen zu bekommen. Was den Humanisten fehlt ist wirtschaftliche Macht, die Arbeitsplätze schafft. Unter der Androhung zig tausend Stellen in andere Länder zu verlegen, sind Ihnen alle Politiker und Parteien gewogen. Ab 1 Millionen Arbeitsplätzen würde selbst die CDU ihr C verkaufen.

Um so eine „humanistische“ Firma aufzubauen, sollten Sie einen Workshop und ein Netzwerk organisieren, um Ideen auszuloten. Naturwissenschaftlich betrachtet gibt es einige Ziele, die die Menschheit schon heute anstreben muss, um in näherer und ferner Zukunft zu überleben. In diesem Katalog befänden sich nicht nur Punkte für das Parteiprogramm der Humanisten, die die Richtung Deutschlands in der Welt neu ausrichten würden, sondern auch ganz handfeste wirtschaftliche Ziele, um eine humanistisch geprägte Gesellschaft aufzubauen. Vielleicht höre ich von Ihnen.

A.S. (nicht überprüft)

Do. 4 Apr 2019 - 23:33

Sehr gute Analyse, Herr Roth! Aus den von Ihnen genannten Erwägungen, besser in den Parteien für säkulare Ziele zu arbeiten als eine Neugründung zu versuchen, bin ich vor wenigen Jahren in die FDP eingetreten.

Meine Gründe: 1. Eine weitgehend säkulare, aber religionsnaive Basis; 2. Eine Parteiführung, die zwar die Kirchen nicht vergraulen möchte, andererseits aber auch nicht um die Kirchen buhlt; 3. "Religion ist Privatsache" und "Trennung von Staat und Kirche" als Beschlusslage der Partei; moderne Positionen zu Sterbehilfe etc.
Negativ war und ist, dass es in der FDP keinen säkularen Arbeitskreis gibt und die Parteiführung auch nicht beabsichtigt, einen solchen einzurichten. Aber angeblich ist das alles eine Frage der partei-internen Nachfrage.

Ich teile Ihre Ansicht, dass die Parteien in naher Zukunft mit Angeboten für säkulare Bürger aufwarten müssen. Die C-Parteien werden da ein Problem bekommen.

Bei den Grünen habe ich die Sorge, dass diese Partei sich allzusehr bemüht, die neue "Partei der Abergläubigen" zu werden um so die C-Parteien zu beerben.

Ich teile Ihre Ansicht völlig, dass intensive Bearbeitung der Parteimitglieder durch Säkulare Parteigenossen der richtige Ansatz ist. Bearbeiten heißt in diesem Zusammenhang für mich, aus der säkularen Szene zu erzählen und Nachrichten (z.B. von hpd.de) dort bekannt zu machen. Den allermeisten nicht-gläubigen Menschen sind hpd.de, die gbs, der HVD, etc. völlig unbekannt. Deren Bekanntheitsgrad zu steigern, bei aller Kritik die ich selbst bisweilen an diesen Organisationen übe, halte ich für einen praktikablen Ansatz.

G. Hantke (nicht überprüft)

Fr. 5 Apr 2019 - 00:36

Es bleibt dennoch festzustellen, daß die „rührend rührige“ PdH immerhin ein –unterstützenswürdiger – Anfang ist. Ob sich dann eine „Zwergschule“ zur Universität mausert, hängt von vielen Faktoren ab. ZB auch davon, ob sie aus inhaltlicher Überzeugung heraus auch dann unterstützt wird, wenn ihr derzeit (noch) keine großen Chancen eingeräumt werden. Das Potential jedenfalls hätte sie.
Auch bin ich sicher, daß die weite Palette politischer Themen, die es von einer Partei abzudecken gilt, von der PdH besser dargestellt würden oder bereits werden als zB von den Grünen oder der AfD, die ja auch zunächst mit Schwerpunktthemen gestartet sind und sich in anderen Bereichen erst zurechtfinden mußten.

Desweiteren käme es mE sehr darauf an, dem Wähler mal statt der üblichen Phrasen und Anbiedereien ordentlich vor den Kopf zu stoßen. Das steht für Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz. So müßte zB deutlich gesagt werden, dass es nicht darum geht, dem Bedürftigen seinen Glauben streitig zu machen. Sondern darum, die Einflußnahme der Kirchen auf die Anliegen der gesamten(!) Gesellschaft (zB iZ mit der Selbstbestimmung am Lebensende) zurückzudrängen. Und, dass es eben nicht ausreicht, aus der Kirche auszutreten, wenn man danach die Hände in den Schoß legt, während die Amtskirchen bei sinkenden Mitgliederzahlen umso emsiger –und erfolgreich- für den Erhalt ihrer Privilegien unterwegs sind. Immer weniger Mitglieder, aber immer mehr Einfluß und Einnahmen.

Im übrigen wäre ja auch ein Wahlbündnis denkbar, um die 5%-Hürde zu überwinden. Und auch dazu ein Merksatz: Die einzelne Stimme ist so winzig, dass man sich von dieser Hürde nicht schrecken lassen sollte – denn zu Erschrecken ist sie ja erfunden worden.

Christian Johnsen (nicht überprüft)

Fr. 5 Apr 2019 - 09:16

Dieser Parteienvergleich war parteiisch und enthält dadurch Fehler. Die Partei des Verfassers schneidet am besten ab - gemessen am Angriffspotenzial auf kirchliche Privilegien. Der Autor verschweigt aber, dass eine konkurrierende neue Partei, die - ähnlich der CDU, aber in einer entkirchlichte Variante - das Christentum als "Christliches Abendland" in ihrer DNA trägt, und (auch) deshalb von den Kirchen als Konkurrenz oder Gefahr wahrgenommen und bekämpft wird, wie in der Weimarer Zeit das "positive Christentum" der NSDAP vom katholischen Klerus wie die Epiphanie des Antuchristen bekämpft würde (was es ja dann tatsächlich auch wurde!), dass diese neue Partei im Gegenzug ernsthaft Privilegien der Kirchen in Frage stellt und gerade wirklich dabei ist, die Staatsleistungen auf ihre Agenda zu setzen. Und so wie die so ein Thema angehen, könnten sie schneller erfolgreich sein, als man als traditionelle Demokrat*in ahnt. Erst vor kurzem konnten die Oppositionsführer - sehr zum Bedauern fast aller anderen Oppositionsparteien - darauf anstoßen, das eines ihrer Primärziele ("Merkel muss weg") mit Hilfe der anderen Parteien, insbesondere der überlebenshungrigen FDP, aber auch des Wählers erreicht hat, der im Bund verhinderte, dass schwarzgrüne Träume ohne FDP wahr werden konnten und in den Ländern dann die Groko gnadenlos fürs Weitermachen bestraft hat. Das Kalkül dieser Partei ging auf und geht immer wieder auf - und der Autor schweigt sie hier tot, als hätte sie nicht längst von allen Parteien den am stärksten verändernden Einfluss. Ob es den Grünen oder uns Klerikern oder auch unserer humanistischen Konkurrenz passt oder nicht: Eine seriöse Analyse ist das A & O der politischen Veränderung. Alles andere ist Dummenfang.

Dr. Ingeborg Wirries (nicht überprüft)

Fr. 5 Apr 2019 - 10:28

Warum eine neue Partei gründen? Es gibt das "FPD-Kirchenpapier" mit dem Titel "Freie Kirche im Freien Staat", vom 25.Bundesparteitag der FDP am 1.10.1974 verabschiedet.
Das gilt bei der FPD auch heute noch!!! Daran sollten die WählerInnen diese Partei nachdrücklich erinnern und sie darin unterstützen, die im Papier enthaltenen Forderungen nach einer klaren Trennung von Staat und Kirche zu verwirklichen. Die Präambel und die 13 Thesen sind nach wie vor hochaktuell - teilweise sind sie von den säkularen Arbeitskreisen der Parteien übernommen worden. Allerdings macht es einen Unterschied, ob eine Partei so dezidiert Position bezieht oder nur ein Arbeitskreis innerhalb einer Partei sich zur Trennung von Staat und Kirche bekennt. Insofern hat die FDP hier ein Alleinstellungsmerkmal.

https://gbs-hh.de/pdf/Thesen-FDP-Kirchenpapier.pdf

Siehe auch der Kommentar von Gerhard Czermak (2017), veröffentlicht beim ifw/Institut für Weltanschauungsrecht. Titel: "FDP Kirchenpapier".

Peter Hemecker (nicht überprüft)

Fr. 5 Apr 2019 - 16:13

Die einzige Partei, die konsequent die Trennung von Staat und Kirche fordert und in ihrer Mitgliederschaft fast ausschließlich Säkulare hat, und die zudem bei der Europawahl auch Chancen hat, ins Parlament zu kommen, ist nach wie vor die Piratenpartei.

Durch die vergangene Woche beschlossene Urheberrechtsreform, in derem Vorfeld die Piraten am Wochenende davor 170.000 Menschen auf die Straße bekommen haben, weil diese absurde 'Reform' bei der Jugend d a s Thema ist, haben die Piraten momentan wieder erheblichen Zulauf. In wenigen Tagen traten ihr Hunderte neuer Mitglieder bei.

Bei allem Lob für die Ambitionen der Partei der Humanisten, wäre es aber dennoch sinnvoller, die Kräfte zu bündeln und die Piraten zu wählen, zumal es bei der EU-Wahl keine Sperrklausel (5-%-Hürde) gibt.

P.S.: Die Grünen sind doch mittlerweile das Biotop der Kirchen geworden. Die meisten Aktiven unter 70 Jahren in den Städten - nicht auf dem Land - sind nicht mehr die Alt-Schwarzen, sondern die Grünen.

Jürgen Roth

Der Autor war Mitglied im Beirat der Humanistischen Union (HU), von 1984 bis 1996 war er Mitglied des Vorstandes. Er ist zudem Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne.

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