Kommentar
Der Schlüssel zur Freiheit: Warum eine Impfpflicht leider notwendig ist
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Die Experten sind sich einig: Ein Ende der Corona-Pandemie ist erst dann in Sicht, wenn sich genug Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Leider zeichnet sich jedoch ab, dass die Impfbereitschaft zu gering ist. Um das Sterben zu beenden, führt kein Weg an einer Impfpflicht vorbei.
Derzeit sterben etwa 1.000 Menschen täglich an den Folgen einer Infektion mit SARS-CoV-2. Darunter sind erschreckend viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Die erarbeiteten Schutzkonzepte haben in zu vielen Einrichtungen nicht funktioniert. Die Politik und der Ethikrat haben daher folgerichtig entschieden, dass diese Einrichtungen zuerst die Möglichkeit zur Impfung haben sollen. Das Sterben in den Heimen sollte damit bald der Vergangenheit angehören. Nur leider geht diese Rechnung nicht auf. Inzwischen ist deutlich sichtbar, dass die Impfskepsis unter Pflegekräften zu hoch ist, um das Sterben zu beenden.
Aber auch in der Gesamtbevölkerung ist die Impfbereitschaft angesichts der Gefährdungslage immer noch erstaunlich gering. Je nach Umfrage liegt diese zwischen 50 und 67 Prozent der Erwachsenen. Damit eine Herdenimmunität erreicht werden kann, gehen Fachleute davon aus, dass sich etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung impfen lassen müssten. Da jedoch derzeit weder Kinder noch Jugendliche geimpft werden können und die Impfstoffe keinen hundertprozentigen Schutz bieten, müssten sich nahezu alle gesunden Erwachsenen impfen lassen, um dieses Ziel zu erreichen. Aber selbst wenn es bald einen Impfstoff für die Jüngeren geben sollte, ist das Erreichen der notwendigen Quote unwahrscheinlich. Die einem Meinungsforschungsinstitut gegenüber geäußerte Impfbereitschaft bedeutet noch lange nicht, dass man sich auch tatsächlich impfen lässt. Zudem ist zu erwarten, dass mit dem kommenden Sommer und den wetterbedingt niedrigeren Infektionszahlen die Bereitschaft zur Impfung wieder abnehmen wird. Im Herbst würde das Virus dann ein Comeback feiern. Hinzu kommt, dass die Impfung mit einiger Wahrscheinlichkeit regelmäßig alle ein bis zwei Jahre aufgefrischt werden muss. Die Impfmüdigkeit ist im Grunde vorprogrammiert.
Sehr beunruhigend ist, dass die Impfgegner derzeit massiv aufrüsten. Gezielt werden Falschbehauptungen gestreut. Mal ist davon die Rede, dass die neuen Impfstoffe unfruchtbar machen würden, mal werden Impftote erfunden, mal ist alles eine Verschwörung von Bill Gates, George Soros und irgendwelcher Geheimbünde, um den "Great Reset" durchzuführen. Beliebt sind auch "Klassiker" wie Viren gäbe es nicht, Impfungen würden Autismus verursachen, die Impfung sei giftig und hinter allem würden die Juden stecken. Da ist dann für jeden Verschwörungstheoretiker etwas dabei. Zwar umfasst der harte Kern der Impfgegner in Deutschland nur etwa 5 Prozent der Bevölkerung, aber sie finden bei gut einem weiteren Drittel offensichtlich Gehör und verunsichern noch weitere Menschen.
Nun kann man zu Recht einwenden, dass man hier mit Aufklärungskampagnen entgegenwirken könnte. Allerdings tut man das bereits seit Jahren und am Beispiel der Masernimpfung hat sich deutlich gezeigt, dass die Aufklärung schlicht nicht funktioniert hat. Leider ist es so, dass immer mehr Menschen im Land weder den "Mainstream-Medien", noch staatlichen Stellen wie dem Robert-Koch- oder dem Paul-Ehrlich-Institut oder gar der Regierung vertrauen. Ein Blick in die Kommentare bei Facebook auf den Seiten des Gesundheitsministeriums fördert hier Erschütterndes zu Tage. Leider gilt auch für die Impfverschwörungen das, was für alle Verschwörungstheorien gilt: Sie sind letztlich nicht argumentativ widerlegbar und ihre Anhänger kaum zu überzeugen.
Dennoch gibt es Gründe, die gegen eine Impfpflicht sprechen. So verursacht eine Impfung natürlich Nebenwirkungen und eine Reaktion des Immunsystems. Das kann durchaus unangenehm sein, auch wenn die Symptome meist schnell abklingen. In extrem seltenen Fällen können auch gefährlichere Nebenwirkungen auftreten wie allergische Schocks. Man sollte so etwas auch nicht verharmlosen. Demgegenüber steht jedoch der medizinische Nutzen der Impfung und angesichts der Gefährlichkeit von SARS-CoV-2, das bereits allein in Deutschland fast 50.000 Menschen das Leben gekostet hat, ist die Kosten-Nutzen-Bilanz eindeutig positiv.
Ein weiteres Argument gegen eine Impfpflicht ist, dass hier Freiheitsrechte verletzt werden. Zweifellos wäre es wünschenswert, wenn sich genug Menschen freiwillig impfen lassen würden und man auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger setzen könnte. Aus bereits genannten Gründen wird man sich von dieser Illusion jedoch verabschieden müssen. Dennoch muss ein Zwang in einem Rechtsstaat immer gut begründet werden. Hier gibt es jedoch bereits eine juristische Blaupause: Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner 2019 getroffenen Entscheidung zur Masern-Impfpflicht dem Ziel des Schutzes von Leben und körperlicher Unversehrtheit den Vorzug gegeben.
Allerdings handelt es sich bei der Pflicht zur Masernimpfung um keine generelle Impfpflicht. Sie zielt vielmehr auf die für die Ausbreitung des Virus kritischen Bereiche, die Schulen und Kindergärten, ab. Beim Coronavirus wird eine solche Beschränkung nicht ausreichen. Wie wir die letzten Monate schmerzlich erfahren mussten, sind fast alle Bereiche unseres Lebens betroffen. Hier Ausnahmen zu machen, erscheint wenig erfolgversprechend.
Wägt man nun abschließend die Argumente gegeneinander ab, so spricht wenig gegen eine Impfpflicht und Vieles dafür. Die Pandemie könnte viel schneller und zielgerichteter bekämpft werden und wir könnten unsere Freiheiten zurückerlangen. Das Sterben in den Altenheimen könnte mit dem Impfen aller Bewohner und Pflegekräfte sehr schnell beendet werden. Wenigstens eine Impfpflicht für besonders gefährdete Bereiche sollte eigentlich Konsens sein. Doch selbst darüber führen wir endlose Debatten, während das Sterben weitergeht. Das muss ein Ende haben!

Kommentare (45)
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Es besteht kein Grund zur
Es besteht kein Grund zur Impfpflicht!
Wenn sich alle Menschen impfen lassen, die sich als Risikogruppe sehen, dann sind sie – nach eigenem Glauben – ausreichend geschützt. Unabhängig davon, ob andere infiziert sind oder das Virus weiterhin verbreiten.
Und alle, die sich nicht impfen lassen wollen, können keine Menschen anstecken, die ja durch die Impfung geschützt sind!
Sollte es aber trotz Impfung immer noch zu Erkrankungen kommen, so ist die Wirkung der Impfung eh in Frage zu stellen.
Warum also wieder einmal Menschen bekehren und zwingen wollen?
Sie haben nicht verstanden,
Sie haben nicht verstanden, wie Impfungen und wie Herdenimmunität funktionieren.
1. Häufig können Risikopatienten nicht geimpft werden, weil sie geschwächt sind. Hier liegt es in der Verantwortung der (z.B.) Pflegenden, den Erkrankten zu schützen.
2. Deshalb können die, die sich nicht impfen lassen, obwohl sie es könnten, Vorerkrankte anstecken.
Frau Pausch, Sie haben nicht
Frau Pausch, Sie haben nicht verstanden,
dass eine Impfung nur den Geimpften schützen kann (nicht muss). Ein Geimpfter kann sowohl infiziert werden, als auch weiterhin das Virus übertragen. Er zeigt lediglich mit höherer Wahrscheinlichkeit keinen schweren Krankheitsverlauf. Ein Restrisiko bleibt also immer.
Herdenimmunität soll angeblich erreicht sein, wenn bei x Prozent der Bevölkerung keine oder nur schwache Symptome durch die Infektion hervorgerufen werden und sie nicht an den Folgen sterben.
Dies ist bereits bei über 90 Prozent der Infizierten der Fall! Es liegt also – nach Jahrtausenden der Koevolution mit Coronaviren – bereits eine Anpassung vor, die die Herde schützt.
Allgemein ist zu hören und zu
Allgemein ist zu hören und zu lesen, dass zum derzeitigen Zeitpunkt noch unklar sei, ob Geimpfte das Virus an andere Personen weitergeben können.
Eine mögliche Übertragung
Eine mögliche Übertragung hängt davon ab, wie hoch die Virus-Dosis bei der Infektion ist und wie schnell die B-Zellen Antikörper produzieren. In der Regel brauchen die Gedächtniszellen mindestens zwei bis drei Tage um hochzufahren. Dies sind zwei bis drei Tage, in denen sich Viren vermehren und ausbreiten können.
Weiterhin kann jeder Geimpfte die Viren auch durch kontaminierte Partikel an den Händen übertragen, ohne selber infiziert zu sein.
"Es liegt also [...] bereits
"Es liegt also [...] bereits eine Anpassung vor, die die Herde schützt" - wie kann ich das verstehen, Andreas; meinst du, es herrsche bzgl. des Covid19-Erregers bereits Herdenimmunität? Wofür hältst du dann die Meldungen über die Inzidenzzahlen bzw. die täglich > 500 ('an oder mit') Corona Gestorbenen - fake news?
Hallo Hans,
Hallo Hans,
wenn Menschen trotz natürlich oder impftechnisch erworbener Immunität ein weiteres Mal „infiziert“ werden können und auch das Virus übertragen können, dann kann Herdenimmunität nicht als „totale“ Ausrottung des Virus definiert werden. Auch bei einer Herdenimmunität persistiert das Virus in geringen Konzentrationen in der Population. Da die Immunsysteme jedoch bereits adaptiert sind, sind schwere Krankheitsverläufe extrem selten und treten meist nur auf, wenn Vorerkrankungen vorliegen. Die dadurch Betroffenen sterben dann an einer Überlastung des Systems. Herdenimmunität bedeutet nicht, dass es keine Toten mehr geben kann, es bedeutet nur, dass sich die Ausbreitungsdynamik des Virus verändert.
Verglichen mit Pest, Pocken und Influenza, die bis zu 50 Prozent der Bevölkerung töten konnten, weisen die Promille-Werte von Covid-19 darauf hin, dass die Immunsysteme der Mehrheit bereits sehr gut mit dem Virus fertig werden. Der Großteil der Infizierten zeigt ja bereits gar keine Symptome mehr und die Ausbreitungsdynamik ist (im Vergleich zu anderen Atemwegserkrankungen) bereits stark inhibiert.
Andere Corona-Virus-Typen bei Hund, Katze und Pferd, weisen ebenfalls darauf hin, dass bereits seit Jahrtausenden eine Ko-Evolution in Europa stattgefunden haben muss. Sonst hätten wir hier ganz andere Todeszahlen. Ich befürchte aber, dass die Lockdown-Maßnahmen der Regierungen neue Virus-Typen heraus selektieren, die wesentlich infektiöser sind.
Zur Vorbeugung vor Covid-19 würde ich empfehlen, die Vorerkrankungen (z.B. Adipositas, Arteriosklerose) zu bekämpfen. Dann überleben auch Hundertjährige.
Was die Maßnahmen der Regierung bringen, zeigt die Syphilis. Seit über 75 Jahren gibt es Antibiotika, mit denen der Erreger Treponema pallidum ausgerottet werden kann. Alle Fälle sind meldepflichtig und alle Betroffenen müssen ihre Partner zur Rückverfolgung nennen. Alle, die im Sex-Gewerbe arbeiten, müssen regelmäßig zur Untersuchung. Alle Geburten werden in Deutschland auf Treponema getestet. Alle Betroffenen müssen in Quarantäne. Das Resultat nach 75 Jahren Lockdown: knapp 8.000 Fälle pro Jahr durch asymptomatische Übertragung ( s. Epidemiologische Bulletin 49/2020).
"... dann kann
"... dann kann Herdenimmunität nicht als „totale“ Ausrottung des Virus definiert werden" - das sagte ich ja auch nirgends, Andreas (ich denke allerdings, dass das Virus noch geraume Zeit, wenn nicht sogar für immer, in unserer Population persistieren wird).
Ich fragte, ob du meinst, es herrsche bzgl. des Covid19-Erregers bereits Herdenimmunität.
Wenn das der Fall wäre, würde das aus epidemiologischer Sicht nicht zu einem R-Wert von nahe oder > 1 bzw. zu den veröffentlichten Inzidenzzahlen und Todesfällen passen.
Also, entweder stimmen die veröffentlichten Zahlen nicht (weil sie z.B. nicht genau bekannt sind) oder die Herdenimmunität herrscht noch nicht. Letzteres halte ich IMHO für wahrscheinlicher - in der älteren (und vorbelasteten) Population sogar für ziemlich sicher.
Hallo Hans,
Hallo Hans,
wenn Du Herdenimmunität mathematisch über die Ausbreitungsdynamik des Covid-19 Virus in der Population definierst, ist die spezifische Herdenimmunität zur Zeit noch lange nicht erreicht. Dann kannst Du mit den R-Werten die Ausbreitung verfolgen.
Wenn Du davon ausgehst, dass sich die Viren permanent ausbreiten, irgendwo persistieren und adaptieren, dann werden wir Corona sowieso nicht los. Ehemalige Grippewellen (1889-1895) sprechen exakt für eine solche Co-Evolution von Mensch und Corona-Virus. Wenn wir die Nachfahren derer sind, die bereits durch Corona selektiert wurden, dann liegt bereits eine unspezifische Herdenimmunität vor, wenn ein Durchschnittsmensch im Durchschnittsalter eine Infektion ohne größere Symptome übersteht. Dies ist bei den meisten Menschen unter 70 Jahren der Fall.
Wie es für mich aussieht, sterben die Menschen heute nicht an Covid-19, sondern an der Kombination Corona plus Vorerkrankung plus altersbedingte Immunschwäche. Covid-19 ist lediglich der Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen bringt.
Die Antwort auf Deine Frage lautet:
Es liegt bereits eine evolvierte Anpassung unserer Immunsysteme an Corona-Viren vor. Eine grundsätzliche Herdenimmunität mit Hilfe vom Komplement-System und der schnellen zellulären Antwort ist vorhanden.
Das spezifische Immungedächtnis (B-Zellen) hat aber in den meisten Fällen noch keine Erfahrung gemacht. Eine individuell erworbene Immunität gegen die Variante Covid-19 liegt noch nicht vor, und kann daher nicht zu einer spezifischen Covid-19-Herdenimmunität beitragen.
Deine Frage zum R-Wert:
Laut repräsentativen Messungen sind in Großbritannien und Österreich bereits fast x-mal mehr Menschen infiziert gewesen, als von den Gesundheitsämtern positiv getestet wurden. Liegen asymptomatische Corona-Infektionen vor und werden nicht alle Fälle erfasst, brauchst Du Dir aufgrund fehlender Fallzahlen keine Gedanken zu den publizierten R-Werten machen. Dies ist Kaffeesatzleserei.
Hallo Andreas,
Hallo Andreas,
dann hättest du das (spezifische bzw. unspezifische Herdenimmunität) besser gleich in deinem Kommentar vom 19.1. differenzieren sollen, was Missverständnisse vllt. verhindert hätte.
Es bleibt aber auch so schwer verständlich, selbst wenn ich denke, dich richtig verstanden zu haben.
Du hast Recht, aber manches
Du hast Recht, aber manches wird erst im Gedankenaustausch klarer und besser zu formulieren.
Die Unterscheidung in spezifische und unspezifische Immunabwehr trifft es auch noch nicht ganz. Zu der angeborenen (evolutiv erworbenen) Immunabwehr kommt bei der Herdenimmunität gegen Corona-Viren noch ein unspezifisch-spezifischer Anteil des Immungedächtnisses hinzu. Durch unser Zusammenleben mit Haustieren haben viele schon Kontakt zu Haustier-Corona-Viren gehabt. Diese Viren können sich zwar nicht im Menschen vermehren, regen mitunter aber dennoch die Bildung von Antikörpern an. Die Erinnerung über B-Gedächtniszellen bleibt erhalten und wird durch die Haltung von Tieren permanent aufgefrischt.
Was dann noch fehlt, ist ein erworbenes Immungedächtnis speziell gegen das humane Corona-Virus, sei es durch Infektion oder Impfung.
"... im Gedankenaustausch
"... im Gedankenaustausch klarer und besser zu formulieren" finde ich gut, Andreas; aber lieber gleich besser.
Stell dir mal vor, du sitzt als sog. Experte in einem TV-Brennpunkt und verliest deinen vorletzten Kommentar und den letzten (inkl. der etwas oxymoronen Wendung "unspezifisch-spezifischer Anteil")...
Ich fürchte, du wirst in 2 Sekunden weggezappt; das versteht doch niemand mehr.
Ich setze bei Humanisten
Ich setze bei Humanisten etwas mehr Fachwissen voraus. Ein Fehler?
Nö, könnte aber dennoch sein.
Nö, könnte aber dennoch sein. Lass doch mal hören, was du mit "unspezifisch-spezifisch" meinst. Damit wäre die Sache für mich erledigt.
Unspezifisch-spezifisch?
Unspezifisch-spezifisch? Unser erworbenes Immunsystem kann gegen Haustier-Corona-Viren vor-immunisiert sein. Da es in der Regel mehr als ein Epitop gibt, könnte unser Immunsystem Covid-19 zwar als typisches Corona-Virus erkennen, nicht aber spezifisch als Covid-19.
Wenn alle, die geimpft werden
Wenn alle, die geimpft werden wollen, geimpft sind, wozu muß man die Anderen zwingen? Okay, 5% der Geimpften bleiben gefährdet (bei 95% Wirksamkeit). Da kann sich sowieso niemand in absoluter Sicherheit wiegen. Masken tragen bleibt auch nach einer Impfung das Gebot der Stunde.
Problematisch wird es, wenn eine signifikante Anzahl von Impfverweigerern die Notfallbetten belegen würde. Das könnte man dadurch lösen, dass bekennende (und damit bekannte) Impfverweigerer bei einer Triage als erstes das Notfallbett räumen müssen bzw. es dann gar nicht erst bekommen.
Ausrotten werden wir das Virus durch eine Impfpflicht sowieso nicht - dazu bräuchte es eine weltweite Anstrengung und die Bereitschaft und die Fähigkeit sehe ich weltweit nicht. Also wird über den Kontakt mit dem Ausland eine Ausrottung unmöglich.
Im Grunde ist dann eben doch wie mit der Grippeschutzimpfung: der Eine läßt sie sich regelmäßig geben, der Ander nicht. Der gravierende Unterschied ist, dass mehr Tote und mehr Spätfolgen bei Covid die Impfbereitschaft ziemlich bald erhöhen wird, wenn die Nebenwirkungen der Impfung sich so gering halten, wie bis jetzt.
Und natürlich werden Impfverweigerer mit Nachteilen zu rechnen haben (Reiseverbote in anderen Länder, Mitnahmeverbot im Flugzeug bei einigen Fluggesellschaften, und ein paar Restaurants, Kinos, etc. insofern das Hausrecht dieses erlaubt).
Alles in allem sehe ich nicht warum man Impfverweigerer zu ihrem "Glück" zwingen soll. Aufklärung und die Erfahrung mit Tod oder Spätfolgen im eigenen Umfeld wird mitelfristig für eine hohe Impfbereitschaft sorgen.
Grundsätzlich stimme ich dem
Grundsätzlich stimme ich dem zu, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Es ist bisher noch nicht geklärt, ob die Impfung vor Infektion und damit auch der Fähigkeit, andere anzustecken schützt oder lediglich dem Ausbruch der Krankheit. In ersterem Fall wäre eine Impfpflicht sinnvoll, und ich würde sie absolut unterstützen. Im zweiten Fall würde die Impfung in erster Linie dem Eigenschutz dienen, und den kann man nun einmal niemandem vorschreiben.
Sehr gut.
Sehr gut.
Ich kann diesen Artikel nur unterschreiben.
Wie läuft die
Wie läuft die Argumentationslinie bei Sterbehilfe? - Irgendwie mit Würde, Selbstbestimmung und so ...
Hier soll der einzelne Mensch zum Objekt staatlicher Gesundheitspolitik gemacht werden? Geht's noch? Es gibt einiges, was an den Statistiken bedenklich stimmt! Gestorben "an oder mit Corona"? Wer und was soll das sein? Von der Problematik der gesamten Strategie muss man dabei erst gar nicht reden!
Wer sich irgendwann einmal mit Grundrechten befasst hat, muss ob dieser Willfährigkeit entsetzt sein.
Jeder ist zunächst für sich selbst veranwortlich und kann sich selbst so verhalten, dass er einem Ansteckungsrisiko möglichst aus dem Weg geht.
Wer die Gesellschaft spalten will, schreibt anderen vor, was sie sich gefallen lassen sollen! Leben wir schon wieder in einer (anderen) Diktatur????
Sehr geehrter Herr Weber,
Sehr geehrter Herr Weber, gerne würde ich mit ihnen in Kontakt treten um privat über die Dinge des Lebens zu reden, bitte nehmen Sie über meine Homepage Kontakt mit mir auf.
Gerhard-Baierlein.de
Das Sterben in Altenheimen an
Das Sterben in Altenheimen an Covid könnte auch nur mit dem Impfen der Bewohner:innen aufhören.
Ich finde es wichtig Freiheitsrechte möglichst wenig einzuschränken, wenn es auch anders geht. Und es besteht zum jetzigen Zeitpunkt kein Grund für eine Impfpflicht.
Es gibt zu wenig Impfstoff für die heute Impfwilligen. Wer stärker gefährdet ist, genießt eine höhere Priorität. Das sollte reichen, bis alle Freiwilligen geimpft wurden. Eine Debatte um einen Zwang verschreckt nur. Es ist auch keine Vorbildwirkung für andere. Wenn sich "fünfzig Millionen in die Zentren drängen, um endlich dran zu sein" ist das emotional anders als wenn "bereits fünfzig Million strafbewehrt zur Zwangsimpfung verpflichtet wurden". Der Unterschied ist für die Immunität der Bevölkerung egal. Aber wer sich sowieso zur Impfung entschieden hat, verliert das Gefühl diese Entscheidung selbst getroffen zu haben. Das kann uns die Pandemie nicht schneller unter Kontrolle bekommen, aber unsere Demokratie schwer beschädigen.
Ob eine Impfpflicht notwendig wird, ist nicht absehbar. Wenn die Freiwilligen geimpft wurden und es eventuell Erleichterungen für Geimpfte im Lockdown gibt, wenn Impfstoffe in ausreichender Menge und Auswahl verfügbar sind wird sich zeigen ob wir mehr Druck brauchen. Dann zwingen wir aber nicht mehr alle, sondern den Rest.
Jetzt schon Zwangsfantasien zu bedienen, ist autoritär und geht davon aus dass Menschen nicht in der Lage sind gute Entscheidungen zu treffen. Sie bräuchten Zwang und Führung. Die Annahme, dass Menschen ihre Probleme selbst lösen können und im Allgemeinen zu Vernunft fähig sind, könnte man auch Humanismus nennen.
Herr Welker,
Herr Welker,
Ihre Überlegungen könnten sich erübrigen. Derzeit haben wir zu wenig Impfstoff. Da stellt sich nur die Frage einer Impfpflicht im Pflegebereich. Mit diesem Problem hat der Ethikrat sich bereits auseinandergesetzt. Bis die 40jährigen geimpft werden, können sich Aufklärung und Dringlichkeit geändert haben.
Was der Artikel meiner
Was der Artikel meiner Meinung nach nicht deutlich genug hervorhebt: Herdenimmunität lässt sich natürlich nicht NUR durch Impfen erreichen, sondern auch einfach dadurch, dass Menschen die ensprechende Infektion durchlaufen und dadurch immun werden. (Wie lange die Immunität in dem einen oder anderen Fall anhält, steht natürlich auf einem anderen Blatt.)
Über eine Impfpflicht zu
Über eine Impfpflicht zu sprechen ist erst angezeigt, wenn sich jeder, der will, impfen lassen kann. Wenn es soweit ist, werden sich noch viele , die jetzt gegen eine Impfung sind, eines besseren besinnen. Die österr Europaministerin haf einen europäischen Impfpass vorgeschlagen, eine Impfpflicht durch die Hintertür. Bis es soweit ist sind die meisten Dummerlndurch die durchgemachte Krankheit immun
Der Nutzen einer Impfpflicht
Der Nutzen einer Impfpflicht wurde ja durch die Ausrottung der Pocken eindrucksvoll belegt. Polio war sogar ohne Impfpflicht kurz vor der weltweiten Ausrottung, als religiöse Gruppen mit Verschwörungserzählungen die WHO-Impfaktionen in Afrika behinderten und so die Krankheit nachverfolgbar durch Mekka-Pilgerreisende wieder über die Welt verbreitet wurde. Mir stellt sich aber eine andere Frage: Fahren die Gegner einer Impfpflicht gemäß Anschnallpflicht mit angelegtem Gurt zu ihren Demos?
Eine Impflicht darf nicht
Eine Impflicht darf nicht kommen! Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Jeder soll und muss selbst frei entscheiden dürfen ob er eine medizinische Behandlung möchte oder nicht. Was kommt als nächstes die Impfpflicht gegen Grippe, weil dieauch tausende von Leuten tötet? Wo hört das auf?
Ich jedenfalls werde mir keinen Impfstoff spritzen kassen, von dem es keine Studien zu möglichen Langzeitfolgen gibt. Und nein ich bin kein Impfgegner, ich bin gegen alles mögliche geimpft, erst vor 2 Monaten wurde meine Tetanusimpfung aufgefrischt.
Eine andere Möglichkeit ist
Eine andere Möglichkeit ist eine nachhaltige gesunde Lebensweise zu führen und zusätzlich Massnahmen wie z.b. Maske tragen und wenn man krank ist zuhause bleiben.
Könnte beim Corona Virus funktionieren, was ich aber nicht 100 prozentig weiß.
Zu einem Zeitpunkt bei dem es
Zu einem Zeitpunkt bei dem es noch gar nicht genügend Impfstoff gibt, von einem Impfzwang zu sprechen, halte ich für verfrüht.
Der Autor schreibt selbst, daß der harte Kern der Impfgegner in Deutschland nur etwa 5 Prozent der Bevölkerung umfasst. Ein Drittel der Leute sind nur verunsichert (wie der Autor selbst feststellt.)
Wenn Jens Spahn versprochen hatte, daß es keine Impfpflicht geben wird, dann wäre das nur Wasser auf die Mühlen, daß man der Politik nicht vertrauen dürfe.
Der Autor konstruiert etwas, daß selbst wie eine VT klingt. Die „Elite“ da oben, sind die Impf-Gegner, die aber so mächtig sind, daß wir dagegen nicht ankommen können. Deshalb müssen wir zur Staatsgewalt greifen.
Schon alleine die Spanne der zitierten Umfragen zeigt, daß viele erst einmal abwartend sind. Wenn erst einmal ein Teil der Leute geimpft wurde, und keine großen Nachteile ersichtlich sind, dann werden viele sich auch bereit erklären, sich impfen zu lassen. https://www.youtube.com/watch?v=YEbQgKIXWVc
Der Vergleich mit Masern hinkt etwas. Die meisten assoziieren Masern als harmlose Kinderkrankheit mit etwas Ausschlag. Ältere können sich noch daran erinnern, daß man dann ein paar Tage im Bett blieb, und das war es dann auch schon.
Primär gilt diese Pflicht ja auch vor allem für Kinder, die in einer Kindertagesstätte, Schule, anderen Gemeinschaftseinrichtungen oder bei der Tagespflege betreut werden, oder Personen, die in den genannten Einrichtungen oder als Tagesmutter arbeiten. Ältere ohne Kinder haben das vielleicht gar nicht bemerkt.
Auch niedrig ist die Impfquote bei der Grippe. Erstens ist die Impfung nicht sehr effektiv, und zweitens verwechseln viele die Grippe mit dem grippalen Infekt durch andere Viren.
Beiden Impfungen gemeinsam ist, daß man sich darum kümmern muß. Alleine wenn man die Schwelle zu einem Impftermin niedrig setzt, wird die Impfquote steigen.
Wenn sich die neuen ansteckenderen Mutanten durchsetzen, benötigen wir ja auch eine höhere Impfquote, als nur die vom Autor genannten etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung.
Dann kann man immer noch überlegen, ob man den Geimpften wieder ihre Grundrechte schneller zurück gibt, und die Einschränkung bei den Ungeimpften beibehält.
Eine Impfpflicht kann es
Eine Impfpflicht kann es meiner Meinung nach nur geben wenn
- Impfstoff für alle verfügbar ist (derzeit nicht der Fall)
- trotzdem zu wenige geimpft sind, um die Pandemie einzudämmen (derzeit eine offene Frage)
- ausreichend Erfahrung mit Nebenwirkungen und Langzeitfolgen vorhanden sind (derzeit nicht in ausreichender Menge verfügbar)
In vielleicht einem Jahr kann die Politik sich seriös mit dieser Frage beschäftigen. Heute ist es nichts weiter als fragwürdiger Aktionismus.
" Inzwischen ist deutlich
" Inzwischen ist deutlich sichtbar, dass die Impfskepsis unter Pflegekräften zu hoch ist, um das Sterben zu beenden."
Darin steckt ein massiver Denkfehler.
Das sterben wird beendet durch die Impfung der BEWOHNER und der Risikogruppen, nicht durch die Impfung der Pflegekräfte.
Die Risikofaktoren für schwere oder tödliche Verläufe lassen sich klar benennen: Alter und Vorerkrankungen.
Wer halbwegs jung und gesund ist , bemerkt von einer Infektion meistens nur wenig. Da ist es absolut rational, sich zu entscheiden, eine mögliche Infektion 'abzureiten'. Auf der Gegenseite steht bisher nämlich nur ein mRNA-Impfstoff, ein Verfahren, das zum ersten Mal eingesetzt wird, das die genetischen Informationen in Körperzellen verändert und über dessen evtl. Langzeitfolgen man nur spekulieren kann.
Bedenken sollte man dabei auch, daß die Pfleger inzwischen problemlos zu Beginn ihrer Schicht getestet werden können. Das dauert eine Viertelstunde und kostet 7 Euro. Falls gewünscht, kann dieser Test sogar mehrfach am Tag gemacht werden.
Auch bedenken sollte man, daß die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen ja keine Gefangenen sind. Sie gehen Kaffee trinken, kaufen sich eine Zeitung, treffen sich mit Verwandten und Bekannten. Die Pfleger sind da nur ein potentielles Risiko, und zwar das einzige Getestete.
Die Impfbereitschaft wird sicher zunehmen, sobald die Impfstoffe von Astra-Zeneca oder aus Russland verfügbar sind. Diese Impfstoffe sind nach den millionenfach bewährten, klassischen Verfahren entwickelt worden und werden deshalb wohl auf wesentlich weniger Bedenken treffen.
Alles in Allem also kein Grund, nach Zwangsmaßnahmen wie in einem diktatorischen Regime zu rufen. Die Anzahl der Neuinfektionen scheint wieder zurück zu gehen, die Impfzentren haben genug mit denen zu tun, die selbst die Impfung wollen und demnächst steigen die Temperaturen, womit die Viren deutlich zurück gehen werden.
"... das die genetischen
"... das die genetischen Informationen in Körperzellen verändert" - wie geht das?
Die Rezeptoren, mit denen das
Die Rezeptoren, mit denen das SARS-CoV-2 in die Körperzellen eindringt, kommen nicht nur in den Atemwegen, sondern auch in grösserer Zahl im Herzmuskel und in den Nieren vor. In Wahrheit sind es also die möglichen Spätschäden einer Infektion mit einem neuen Virus, über die man nur spekulieren kann.
Aus diesem Grund finde ich es auch alles andere als rational, eine Erkrankung als junger und gesunder Mensch "abzureiten", wie Sie es nennen. Bei einer Schutzimpfung, die von Fachleuten entwickelt und getestet wurde, scheint mir das Kosten-Nutzen-Verhältnis auf jeden Fall besser zu sein. Zumal die eingebrachte mRNA lediglich ein Rezept für die Proteinbiosynthese durch die Ribosomen ist und keine Veränderungen am Genom herbeiführt.
In einem Punkt darf ich Ihnen noch zustimmen: Eine Impfpflicht halte ich auch nicht für sinnvoll. Es wäre aber mehr als wünschenswert, wenn eine solche gar nicht nötig wäre. Daran sollten wir weiter arbeiten und uns nicht entmutigen lassen.
Ich bin kein Impfgegner! Aber
Ich bin kein Impfgegner! Aber im Fall der Corona Impfungen verwende ich meinen ganz normalen Menschenverstand. Bisher hat die Entwicklung eines Imstoffes meisten bis zu 10 Jahren gedauert. Bei der Corona Impfung nicht einmal 1 Jahr. Das heißt es können auch bei noch so genauer Arbeit, nur ein Bruchteil der Nebenwirkungen bekannt sein. Es kann also auch sein, dass die Nebenwirkungen viel schlimmer sind als der Nutzen! Das will man nun nicht an einer begrenzten Vesuchgruppe testen, sonder am besten an allen Menschen! Diese Vorgehensweise ist Ihrer Meinung also richtig? Ersteinmal drauflos, und dann mal sehen was passiert.
"Ich bin kein Impfgegner,
"Ich bin kein Impfgegner, aber ... "
Soll dieser Gemeinplatz ihr Argument verstärken?
Oder wissen Sie einfach nicht, weshalb es bei diesem Impfstoff nur ein Jahr statt 10 Jahren gedauert hat bis er einsatzfähig war?
Und nein, auch bei vielen anderen Impfstoffen sind die sog. "LANGZEITWIRKUNGEN" nur unzureichend bekannt, weil sie nicht nachverfolgt werden! Oder hat bei Ihnen schon mal ein Gesundheitsamt nachgefragt, wie Sie die Tetanus-, Grippe- oder Pertussis-Impfung vor 9 Jahren vertragen haben und ob Sie evtl. an deren Langzeitfolgen inzwischen verstorben sind? Langzeitfolgen treten typischerweise in den ersten 6 Monaten nach Impfung auf und in den letzten 9 Monaten wurden weltweit mit den diversen Impfstoffen in den durchgeführten Phase 1/2/3-Studien bereits weit über 100 000 Menschen geimpft. Keinem dieser Impfstoffe konnten bisher "Langzeitfolgen" zugeordnet werden.
Und was den Grund für die drastische Zeitverkürzung bis zur Zulassung angeht:
staatliches Geld zur Abdeckung von Risiken, die die Firmen nicht hätten stemmen können und wollen. So schnell geht das, wenn man die Pharmaindustrie nicht einfach alleine vor sich hinwursteln lässt. Wenn der Staat eingreift, gehts 10 x schneller :-)))
Ich bin fassungslos, im HPD
Ich bin fassungslos, im HPD einen derart oberflächlichen Beitrag zu der in wissenschaftlicher Sicht differenzierten Problematik von Impfungen zu lesen! Insbesondere die komplette Erfahrungslosigkeit über die Langzeitverträglichkeit der neuen Impfstoff-Technologie ist doch gerade für jüngere Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter, die nicht zur Covid-Risikogruppe gehören (also die größte Gruppe im Pflegebereich), eine sehr individuelle Abwägungsfrage. Und ob Impfschutz gegen Covid überhaupt auch Infektiosität verhindert ist bis heute völlig unklar, ohne Evidenz. Das ist aber faktische Voraussetzung für ein Aushungern des Virus. Von der rechtlichen Problematik des außerordentlichen Grundrecht-Eingriffs, den eine Impfpflicht als staatlicher Eingriff in die persönliche körperliche Unversehrtheit bedeutet, ganz zu schweigen. Wie kann man an diesen Aspekten vorbeigehen? Wie kann die Redaktion des HPD das zulassen? Dem Anspruch evolutionär humanistischen Denkens, den Stand der jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisse bzw. Ihrer Problemsicht zur Grundlage humanistischer Positionen zu machen, wird dieser Artikel zur Impfpflicht nicht gerecht.
Inhaltlich kann ich mich dem
Inhaltlich kann ich mich dem anschließen, aber formal ist das kein Artikel, sondern ein Kommentar (steht drüber). Da haben Autoren größeren Spielraum ( aka Narrenfreiheit...).
Ich kann hier nur zustimmen -
Ich kann hier nur zustimmen - dermaßen oberflächlich geschrieben und offensichtlich sehr einseitig recherhiert - ein Armutszeugnis für den HPD. Ich überlege diese Seite zukünftig zu ignorieren...
Das Gezeter um Impfen /
Das Gezeter um Impfen / Impflicht ja oder nein, wird sich sehr schnell legen, wenn ein wirksames Medikament gefunden wird, das für die Behandlung dieser Art von Viren zur Anwendung bereitsteht. Darum sollte die weltweite Forschung für so ein Medikament die oberste Priorität haben. Diese Virusart wird wahrscheinlich nie mehr ganz verschwinden und/oder gar ausgerottet werden. Wir werden lernen müssen, mit diesem Virus zu leben.
Das kann sich erstens ziehen
Das kann sich erstens ziehen und zweitens für viele unerschwinglich sein. Die Zeit der neuen Medikamente zum Preis einer Schachtel Aspirin ist lang vorbei. Medikamente können nur die zweite Wahl sein, wenn eine Impfung nicht möglich ist. Gerade weil wir vermutlich ab jetzt mit dem Virus leben werden müssen, ist eine ein- (zwei-)malige Impfung einer ständigen Einnahme von Medikamenten vorzuziehen, die üblicherweise auch noch jede Menge Kontraindikationen mit anderen Medikamenten haben.
Widerspruch und ein klares
Widerspruch und ein klares NEIN zur Impfpflicht! Darin ist sich die Gesundheitswissenschaft sehr einig. Prof. Cornelia Betsch (Heisenberg-Lehrstuhl in Erfurt), eine der führenden Gesundheitsforscherinnen zu Themen wie Impfen und Impfverhalten weltweit, derzeit Mitglied der Beraterkommission der Bundesregierung und Beraterin der WHO zu Impfprogrammen, hat sich dazu schon anlässlich der Maserndiskussion entsprechend positioniert, ebenso das RKI selbst, das sich schon lange gegen eine Impfpflicht ausspricht. Weil sie bekanntermaßen kontraproduktiv sein wird.
Aufklärung funktioniert nicht? Es hat weder genug und die richtige Aufklärung gegeben noch sind alle anderen Möglichkeiten zur Erhöhung der Impfraten umgesetzt worden. Wir sehen es derzeit an der "Infodemie" in der aktuellen Ausprägung der "Impfodemie". Die öffentliche Kommunikation ist eine Katastrophe, der Journalismus gefällt sich großteils auch noch darin, die Fakten wie die Fakes breitzutreten und damit die Verwirrung nur noch zu erhöhen. Das RKI hält gute Infos bereit, sachlich, knapp und klar. Die aber gehen in der Kakophonie einer fehlgeleiteten öffentlichen Diskussion unter!
Auch der Zugang zur Impfung ist eines der Probleme, es ist viel zu "aufwändig", seine Impftermine im Griff zu haben und die praktischen Hürden zum Impftermin zu überwinden. Die Impfaufklärung durch die Ärzte, das bekanntermaßen wirksamste Mittel gegen Impfskepsis, wird de facto nicht honoriert! Das sind massive Versäumnisse der Bundesregierung, die man nicht mit dem hilflosen Griff zu einer Impfpflicht kompensieren kann - im Gegenteil!
Eine Impfpflicht ist eine Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik. Mit vermutlich verheerenden Folgen. Der Artikel greift zu kurz und kennt offenbar die wissenschaftliche Diskussion zum Thema nicht ausreichend. Feuer mit Feuer zu bekämpfen ist im gegebenen Kontext die falscheste aller Methoden.
Wobei der Aspekt noch gar nicht angesprochen ist, dass wir seit Jahrzehnten eine Gleichgültigkeit gegen das postfaktische Vordringen einer Geringschätzung von Fakten zugunsten falsch verstandener Individualität sehen, deren Früchte wir in der Impfbereitschaft heute sehen. Natalie Grams hat einmal argumentiert, dass man nicht den Super-Fake Homöopathie gesetzlich schützen und damit falschen Glauben und Irrationalität befördern und dann später die Ergebnisse solcher Irrationalität mit einer Impfpflicht wieder abfangen kann. Als kleiner Ausschnitt der Problematik sehr anschaulich.
Unlängst hat das Netzwerk für
Unlängst hat das Netzwerk für evidenzbasierte Medizin eine Stellungnahme veröffentlicht die die Evidenz von Covid 19 zurecht bezweifelt: Zitat "Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz, weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen, aber es ist nicht auszuschließen, dass die trotz weitgehend fehlender Evidenz ergriffenen Maßnahmen inzwischen größeren Schaden anrichten könnten als das Virus selbst. "
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19
Und der weltweit meistzitierte Wissenschaftler John Ioannidis schrieb schon im März 2020: "Im März 2020 kritisierte Ioannidis in einem Editorial auf der Website STAT den Mangel an empirischen Belegen bei der politischen Entscheidungsfindung in der globalen Reaktion auf die COVID-19-Pandemie und nannte sie ein „Evidenz-Fiasko, wie es in einem Jahrhundert nur einmal vorkommt“. https://de.wikipedia.org/wiki/John_Ioannidis
Das Sterben wird weitergehen?
Das Sterben wird weitergehen?
Wirklich? Der Autor sollte sich anschauen wer von einer schweren Erkrankung betroffen ist und wer daran stirbt: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/
Unter 60 Jahre kaum jemand. Wie hoch die Quote der schweren Erkankungen sind darüber gibt es nur Schätzungen (und diese Zahlen sollte man dann vergleichen mit den Langzeitfolgen einer schweren Grippe). Daher sollte bei einer erfolgreichen Durchimpfung der Älteren der Schrecken vorbei sein.
Schon jetzt ist in den Krankenhäuser keine angespannte Situation. Und auch auf den Intensivstationen sind keine grossen Schwankungen im letzten Jahr zu sehen https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen
Warum sich also unbedingt jeder Impfen lassen soll, ist nicht klar.
Und warum diese Etnscheidung die Menschen nicht selbst treffen sollen noch weniger. Schon die Masernimpflicht ist auf sehr zweigelhafter Zahlenbasis aufgebaut.
Vielleicht sollten wir erst
Vielleicht sollten wir erst mal abwarten und Tee trinken. Die Menschen wollen weder einen weiteren Lockdown noch andauernd sich der Gefahr auszusetzen sich und andere anzustecken. Ich traue der Gesellschaft durchaus zu, dass sie Begriffe wie Herdenimunität versteht und im Zuge dessen auch erstmal keine Impfmüdigkeit zu erwarten ist. Viele Menschen sind im Moment besorgt, ob die Impfstoffe auch wirklich sicher sind. Diese Impfskepsis beruht auf Unwissenheit und Angst, welche tief in unserem Unterbewusstsein schlummert. Wir führen dem Körper aktiv etwas zu, das wir nicht zu 100% einschätzen können. Diese Angst kann man Menschen nicht nehmen, indem man sie zu ihrem Glück zwingt. Es bedarf vielmehr eines sichtbaren Zeichens, z. B. der geimpfte Nachbar, der sich bester Gesundheit erfreut. Es braucht anfangs Freiwillige, die mutig vorangehen. Die Skeptiker werden in den nächsten Monaten schon folgen, insofern sich kein Impfskandal abzeichnet.
Warten wir doch erst einmal ab und schauen wie sich die Lage bis zum Sommer entwickelt. Über eine Impfpflicht kann man dann gegebenenfalls immer noch diskutieren.
Der österreichische
Der österreichische Impfspezialist Herwig Kollaritsch bringt es so auf den Punkt:
"If you don't like vaccination, try the disease"
kurier.at/wissen/k...mpfungen/401154159
So ist es. - Tatsache ist nur
So ist es. - Tatsache ist nur, dass der Impfstoff wissenschaftlich durchgetestet und abgesichert sein sollte - was offensichtlich im Fall von "Sputnik" (russischer Impfstoff) nicht der Fall ist, der jetzt laut Herrn Spahn auch in Deutschland gekauft und eingesetzt werden soll. Auch die offenkundigen Bedenken bei AstraZeneca sollten vor einem Schnellschuss warnen. Impfen lassen möchte man sich gerne mit einem Zeug, das nachweislich die erhoffte, erwünschte und nachgewiesene Wirksamkeit hat - nicht mit einem ungesicherten, evtl. gepanschten Platzhalter oder schlecht wirksamer Ersatzlösung. Dann lieber etwas zuwarten, bis ausreichend vom abgesicherten, durchgetesteten Zeug vorhanden ist, das eine hohe Wirksamkeit hat; sonst fängt der ganze leidige Zirkus absehbar wieder von vorne an. Die Pharma-Industrie sollte an qualitativ hochwertigen Medikamenten arbeiten und verdienen, nicht an Panschereien und abgeflachter Wirkungslosigkeit.