Internationales

Erdoğans Blockade der NATO-Erweiterung

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt davor, auf die erneuten Erpressungsversuche des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan einzugehen. Dieser versucht, aus den Beitrittsersuchen Finnlands und Schwedens zur NATO außenpolitisches Kapital zu schlagen.

"Cristo Redentor" in Rio de Janeiro

Jesus in Rio bekommt Konkurrenz

Der "Neue" wird fast fünf Meter größer sein als der weltberühmte "Cristo Redentor" (Christus, der Erlöser) in Rio de Janeiro. Gebaut wird er in der brasilianischen Kleinstadt Encantado. Er wird den Namen "Cristo Protetor" (Christus, der Beschützer) tragen. Der Bau hat zu einem freundlichen Wortgefecht zwischen den Bürgermeistern der Metropole und des kleinen Städtchens geführt.

Jair Bolsonaro

Brasilien: Die Wahl gegen Hass, Gewalt und Umweltzerstörung

Seit Jair Bolsonaro in Brasilien herrscht, gilt das Recht des Stärkeren. Die Wirtschaft gewinnt gegen Umweltschutz und Indigene. Machohafte Männer gewinnen gegen Frauenaktivistinnen. Bolsonaros Hardliner-Politik könnte im Herbst einen Denkzettel bekommen. Am 2. Oktober wird in dem Land am Amazonas gewählt. Die Umfragen sprechen gegen den amtierenden Präsidenten.

Die Wohnhöhlen von Matmata dienten als Kulisse für Lukes Zuhause.

Die Macht ist mit den Tschechen

In Tschechien sind laut Umfragen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung mittlerweile Konfessionslos. Die Zahl der Christen sank dementsprechend auf lediglich nur noch 27 Prozent. Zuwachs konnten allerdings die Anhänger des "Jediismus" verzeichnen. Die Zahl der "Gläubigen" Star Wars-Fans wuchs auf 21.023 und konnten im Vergleich zum letzten Zensus 2011 ihre Anhängerschaft um mehr als ein Drittel erhöhen.

Teneriffa

Spanien: Verfahren gegen Bischof wegen Hassrede eingestellt

Im Januar dieses Jahres hatte der Bischof von Teneriffa, Bernardo Álvarez, im Fernsehen Homosexualität als Todsünde bezeichnet und mit Handeln unter Alkoholeinfluss verglichen. Aussagen, die schockierten und die Anzeige einer Gewerkschaft nach sich zogen. Die Staatsanwaltschaft nahm die Untersuchungen auf. Am 17. Mai nun gab die Staatsanwaltschaft bekannt, die Anzeige wegen Mangel an Beweisen für eine Straftat einzustellen. Ein fatales Zeichen in einem Land, in dem die Ermordung Samuels, eines jungen Homosexuellen, kaum ein Jahr her ist.

Zahl der Hinrichtungen weltweit gestiegen

Ein aktueller Bericht von Amnesty International zur weltweiten Anwendung der Todesstrafe für 2021 zeigt eine besorgniserregende Zunahme von Hinrichtungen und Todesurteilen. Insgesamt sind 579 Menschen hingerichtet worden – 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Bilanz des Grauens.