Kunst und Kultur

Verständnis von Gerechtigkeit

(hpd) Der Berliner Politikwissenschaftler Bernd Ladwig legt mit „Gerechtigkeitstheorien“ einen Einführungsband vor, welcher sowohl über Grundlagen des Gerechtigkeitsverständnisses wie über die neueren Kontroversen im Anschluss an John Rawls informiert.

Blumig: Lob der Untreue. Eine Unverschämtheit.

(hpd) Nun, verschämt ist das Lob der Untreue wirklich nicht. Es geht um sexuelle Enge und Befreiung, um die Notwendigkeit der Lüge, ohne dabei die Lüge erlauben zu können, es geht um Liebe, Beziehungen und Unmöglichkeiten, es geht um Ekstase, Aggressionen und zwangsläufige Ambivalenz. Es geht, kurz, um eine neue Sexualkultur. Ein poetisches Sachbuch des Philosophen Franz Josef Wetz.

Widerstandsgruppe „Frit Danmark“

(hpd) Jørgen Kieler berichtet im Sinne einer Autobiographie und eines Zeitzeugenberichtes über den Kampf gegen die Besatzungspolitik in Dänemark während des Zweiten Weltkriegs. Das Buch beeindruckt durch eine nüchterne Darstellung ohne emotionale Heroisierung und liefert so eine authentische Quelle über bislang im deutschsprachigen Raum noch nicht genügend zur Kenntnis genommene historische Ereignisse.

„Anleitung zum Seligsein“

(hpd) Michael Schmidt-Salomon, nach eigenem Bekunden „Atheist unter agnostischem Vorbehalt“, beleuchtet – nach einem interessanten persönlichen Rückblick über zwei Jahrzehnte Religionskritik – das Thema Religion und Aufklärung in vielen Facetten. Religionskritische Texte in gebündelter, amüsanter Form; klar in den Aussagen, stringent in den Argumentationen, tiefgründig ohne großen philosophisch–theoretischen Ballast.

Wo das Opfern eines Kindes ein Geschäft ist

(hpd) In einem 21 Jahre andauernden Bürgerkrieg wurden aus Uganda fast zwei Millionen Menschen vertrieben. Uganda ist zu 80 Prozent christlich, die Todesstrafe für Homosexuelle sollte 2009 gesetzlich festgeschrieben werden. Jetzt erschüttern neue Gräuel das Land: Kinder werden rituell verstümmelt und ermordet, um zahlungswilligen Emporkömmlingen Reichtum und Gesundheit zu sichern.

Was Religion mit Sexualität zu tun hat

MÜNSTER. (hpd/exc) Das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Universität Münster behandelt im Wintersemester das Thema „Religion und Geschlecht“: Die drei monotheistischen Weltreligionen vertreten aus Historikersicht traditionell eine institutionelle Unterordnung der Frau unter den Mann. Hat das etwas mit den patriarchalischen Gesellschaften zu tun, denen die Religionen entstammen?

Was Papst-Fans Kritikern zu sagen hatten

BERLIN. (hpd) Rolf Schwanitz (SPD) war einer der ersten der Abgeordneten des Bundestages, die sich aus Anlass der Marketingreise des benediktinischen Katholizismus bis in den Deutschen Bundestag öffentlich kritisch zu äußern wagten. Während DBK-Chef Robert Zollitsch nur drohte, die Papstrede werde zum „Prüfstein“ für alle Parlamentarier, äußerten sich andere Gläubige deutlich unbefangener.