Berlin

Grüße aus Berlin – schreibst du mir?

Arbeit von Nichtregierungsorganisationen, wie sie Kids Welcome leistet, und Fächer wie Humanistische Lebenskunde fördern kommunikative Kompetenz.Berliner Grundschüler*innen schickten Bilder und Postkarten aus Berlin nach Hamburg. So erfahren die Verletzlichen unserer Gesellschaft in diesen schweren und unsicheren Zeiten Solidarität von Gleichaltrigen.

Die kreuzgekrönte Kuppel auf dem Berliner Humboldt Forum.

Berliner Humboldt Forum mit Kreuz gekrönt

Bereits im Vorfeld gab es viel Kritik an dieser Zurschaustellung christlicher Macht. Zumal in Berlin, der wahrscheinlich säkularsten Stadt Deutschlands. Doch als wäre das nicht genug, steht nun über der deutschen Hauptstadt "dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind."

Berlin-Prenzlauer Berg, Stargarder Straße mit Gethsemanekirche

Die zweite Welle

Die diese Wochen erlebt haben, nannten die erste Welle des Corona-Homeoffice das "Stalingrad des kleinen Prenzlbergers": Was für eine entbehrungsreiche Zeit! Ganze Familien hockten auf wenigen hundert Quadratmetern Altbau aufeinander, das total süße schallgedämpfte Vegancafé ums Eck und der schwedische Lakritzladen waren nicht zugänglich, auf der Straße musste man viele Passanten streng anschauen, die sich nicht an die Abstandsregeln hielten.

Das waren noch Zeiten...

Die Klagemauer

Die Corona-Klagemauer vom Prenzlauer Berg ist zuplakatiert worden. Vielleicht waren ihre Botschaften zu unerträglich, zu hart. Es standen dort, schön groß aufplakatiert, handgeschrieben, Nachrichten aus der gefühlten Isolationsfolter.

Gedenkstein für die ermordete Hatun Sürücü

Vom Frauentöten innerhalb der Familie

Heute jährt sich auf den Tag genau zum fünfzehnten Mal der sogenannte Ehrenmord, dem die in Berlin geborene Türkin Aynur Hatun Sürücü zum Opfer fiel. Wer meint, dabei handele es sich doch um einen Fall in einem islamischen Umfeld, welches in Deutschland kaum mehr so existiert, irrt gewaltig. In Wirklichkeit ist in der dritten "Gastarbeiter"-Generation der identitätsstiftende "Ehrbegriff" sogar wieder schärfer geworden.

Die Villa Massimo in Berlin

Das Ambiente war diesmal anders, die Direktion hat gewechselt, der Sponsor auch. Aber Eines ist gleich geblieben: Zehn Stipendiaten dürfen jährlich elf Monate in der Villa Massimo in eigenen Ateliers und Wohnungen verbringen.