Forschung

Icarus startet erstes globales Forschungsprojekt

Mit dem satellitengestützten Icarus-System zur Tierbeobachtung wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das kollektive Wissen der Tiere auf der Erde erforschen. Das Kooperationsprojekt der Max-Planck-Gesellschaft, der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beginnt nach einer mehrmonatigen Testphase nun Mitte September mit dem ersten kontinentübergreifenden wissenschaftlichen Pilotprojekt. Dabei wollen die Icarus-Wissenschaftler mehrere tausend Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika mit kleinen Sendern auf ihren Rücken vom Weltraum aus begleiten.

Klimageschichte von 66 Millionen Jahren aus Ozeansedimenten entschlüsselt

In einer Datenanalyse haben Forschende anhand von Ablagerungen in der Tiefsee das Klima der Erdvergangenheit in vorher nie dagewesener zeitlicher Auflösung nachgezeichnet. Das internationale Team unter der Federführung von Dr. Thomas Westerhold vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und Dr. Norbert Marwan vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat dafür aus Bohrungen im Ozeanboden einen umfangreichen Datensatz zusammengetragen und entschlüsselt.

Großzügig teilen, länger leben

Je mehr Ressourcen innerhalb einer Gesellschaft geteilt werden, desto besser für Gesundheit und Langlebigkeit des Einzelnen. Fanny Kluge und Tobias Vogt vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung analysierten Daten für 34 Länder auf allen Kontinenten und fanden einen starken Zusammenhang zwischen der Menge geteilter Ressourcen und der durchschnittlichen Länge des Lebens.

Impfung: Schwedische Studie widerlegt den Autismus-Mythos

Ein kleiner Pieks als Preis für den Schutz vor einer potenziell lebensbedrohlichen Infektion – für viele Menschen auf der Welt ein Wunschtraum. Geradezu paradox erscheint es da, dass gerade im wohlhabenden Deutschland der Argwohn gegenüber Schutzimpfungen salonfähig geworden ist. Da wird Schwangeren beispielsweise von der Grippe-Impfung abgeraten – das Kind könnte später Autismus entwickeln, hört man bisweilen. Ein unsinniger Ratschlag, der sogar gefährlich werden kann.

Feldsperlinge

Stammbaum der Vögel genauer aufgeklärt

Forscher und Forscherinnen um Manfred Gahr vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben die Verwandtschaftsverhältnisse der Vogelfamilien auf der Erde untersucht und konnten erstmals die Verwandtschaftsbeziehungen aller Familien der Nicht-Sperlingsvögel und fast aller Familien der Sperlingsvögel aufklären.

SARS-CoV-2-Virionen mit den namensgebenden "Kronen"

Hirnschäden durch Corona-Erkrankung?

Zu Beginn der Corona-Pandemie galt das neue Virus SARS-CoV-2 als reine Lungenerkrankung. Inzwischen werden häufig auch neurologische Symptome bei den an Corona Erkrankten beobachtet. Über die Auswirkungen von COVID-19 und seinen Folgeerscheinungen wird nun verstärkt geforscht.

Straßenszene in Berlin

Regionale Lockdowns können Gesamtdauer der Beschränkungen verkürzen

Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen hat am Computer mögliche Verläufe der Corona-Pandemie simuliert. Die Berechnungen zeigen, dass regionale Maßnahmen die Epidemie mit deutlich weniger Einschränkungen unter Kontrolle halten können als national verhängte Lockdowns, wenn die Anzahl überregionaler Infektionen niedrig genug ist.

Schimpansen im Tai-Nationalpark.

Viren aus der Wildnis

Roman Wittig weiß, wie es ist, wenn ein Virus seinen Wirt wechselt. Er hat dies im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste mehrfach erlebt – zuletzt vor vier Jahren, als ein für Menschen harmloses Coronavirus von Menschen auf Schimpansen übersprang.

Mandarinenenten

Tierische Pause vom Menschen

Um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zu stoppen, haben viele Länder die Bewegungsfreiheit ihrer Bevölkerung eingeschränkt. Die neue "COVID-19 Bio-Logging Initiative", an der Wissenschaftler und Wissenchaftlerinnen verschiedenen Forschungseinrichtungen beteiligt sind, untersucht, wie Tiere auf den Rückgang der menschlichen Aktivität reagiert haben.