Gedenken

Fritz-Bauer-Straße

Fritz Bauer statt Hindenburg

Der Trierer Stadtrat hat entschieden, die Hindenburgstraße in Trier umzubenennen. Nun muss ein neuer Namensgeber gefunden werden, der eine Ehrung tatsächlich verdient. Ein Vorschlag erfuhr in der Vergangenheit bereits große Resonanz: Der große Aufklärer und Humanist Fritz Bauer.

Russische Soldaten

"Kirche des Sieges" muss ohne Putin-Mosaik auskommen

Russlands Militärführung hat die drittgrößte Kirche des Landes mit einer Messe zu Ehren des Sieges der Roten Armee über den Hilter-Faschismus vor 75 Jahren eingeweiht. Der orthodoxe Patriarch Kirill leitete die Zeremonie in der neuen Hauptkirche der Streitkräfte. Auf ein Bildnis Putins in den heiligen Hallen musste allerdings, aufgrund der Vorwürfe, einen Personenkult zu betreiben, verzichtet werden.

Brandfleck auf dem Königsplatz

Die Spur der verbrannten Bücher

Trotz Corona erinnerten die Künstler Wolfram Kastner und Martin Mohr am Sonntag an den Jahrestag der Bücherverbrennung der Nazis und ließen am authentischen Ort eine mahnende Brandspur im Rasen des Münchner Königsplatzes sichtbar werden. Außerdem ging eine Website mit virtuellen Lesungen online.

Das Reichstagsgebäude

Der 8. Mai sollte ein bundesweiter Feiertag sein

Der heutige Tag war eine historische Zäsur und markierte den Beginn unserer heutigen von Frieden und Wohlstand geprägten Epoche. Dennoch ist er nach wie vor kein Feiertag, auch eine einmalige bundesweite Regelung zum 75. Jubiläum fand keine Mehrheit. Ein Skandal, wenn man bedenkt, dass dies zum Reformationsjubiläum möglich war, aber nicht zur Feier des Kriegsendes. Ein Kommentar.

Kennkarten 1944 und 1946

Ein Gesicht des Krieges

Heute jährt sich zum 75. Mal der "Tag der Befreiung", das Ende des 2. Weltkrieges. Knapp zwei Monate zuvor wurde Würzburg zerstört. Meine Großmutter lag im Luftschutzkeller der Frauenklinik, als die Bomben fielen. Sie, ihr Mann und ihr zwei Wochen alter Sohn überlebten den Feuersturm. Außer dem Leben verloren sie aber alles. Blick durch ein Tagebuch.

Weiße Fahnen am Münchner Rathaus

In München wehen weiße Fahnen

Am 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg wehten zum ersten Mal in der ehemaligen "Hauptstadt der Bewegung" etwa 200 weiße Fahnen an öffentlichen und privaten Gebäuden – mit der Aufschrift "Tag der Befreiung – 30. April 1945". Als sichtbares Zeichen für Freiheit und Menschenrechte, gegen rechtsextremistische Tendenzen und Geschichtsrevisionismus.

Weiße Fahnen am Münchner Rathaus

Weiße Fahnen für Frieden und Freiheit

Vom 30. April bis zum 8. Mai 2020 werden vor dem Rathaus am Marienplatz in München 14 weiße Fahnen mit der Aufschrift "Tag der Befreiung – 30. April 1945" gehisst. Städtische Institutionen (Museen, Behörden, Schulen, Theater und andere) werden gebeten, ihrerseits weiße Tücher und/oder Fahnen zu zeigen. Auch BürgerInnen der Stadt sind eingeladen, aus den Fenstern von Wohnungen, Büros und Werkstätten weiße Fahnen zu hängen. MusikerInnen und alle BürgerInnen sind zudem eingeladen, am 30. April um 12.00 Uhr aus Fenstern und von Balkonen Lieder und/oder Musik zum Tag der Befreiung ertönen zu lassen.

"Die Grenzen des Machbaren haben sich nach rechts verschoben"

Rechte Parolen, die viele noch vor zwanzig Jahren erschreckt hätten, gehören inzwischen in Deutschland zur Normalität. Das zeigt sich auch in den Gedenkstätten ehemaliger Konzentrationslager, die zunehmend mit geschichtsrevisionistischen Provokationen zu kämpfen haben. Ein Interview mit Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der "Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Gedenkstein für die ermordete Hatun Sürücü

Vom Frauentöten innerhalb der Familie

Heute jährt sich auf den Tag genau zum fünfzehnten Mal der sogenannte Ehrenmord, dem die in Berlin geborene Türkin Aynur Hatun Sürücü zum Opfer fiel. Wer meint, dabei handele es sich doch um einen Fall in einem islamischen Umfeld, welches in Deutschland kaum mehr so existiert, irrt gewaltig. In Wirklichkeit ist in der dritten "Gastarbeiter"-Generation der identitätsstiftende "Ehrbegriff" sogar wieder schärfer geworden.