Jahresrückblick

Der Infostand auf dem Bürgerfest am Tag der Deutschen Einheit 2025 in Saarbrücken

"2025 war das Jahr der säkularen Premieren"

Der Zentralrat der Konfessionsfreien hat das Jahr 2025 rückblickend als das "Jahr der säkularen Premieren" bezeichnet. Erstmals gibt es in Deutschland mehr Konfessionsfreie als Kirchenmitglieder. Im September fand der erste säkulare Parlamentarische Abend im Deutschen Bundestag statt, ermöglicht durch Kathrin Michel (SPD), die erste Sprecherin für Säkularität und Humanismus einer Bundestagsfraktion. Ebenso begrüßt der Verband die ersten Schritte des neu besetzten Bundesinnenministeriums beim Kurswechsel in der Islamismusbekämpfung sowie den Durchbruch der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), die sich im November erstmalig – und einstimmig – für bekenntnisfreie Schulen entschied.

Ist der Humanismus noch zu retten?

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", heißt es in der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte". Doch diese universalistische, humanistische Norm wird zunehmend von autoritären Regierungen und Bewegungen angegriffen, die religiös-nationalistische Identitäten ins Zentrum der Politik rücken. Gegen diese Gruppenideologien richtete sich das diesjährige gbs-Schwerpunktthema "Mein Kopf gehört mir!", das aktueller kaum hätte sein können, wie der nachfolgende Rückblick auf die wichtigsten Stiftungsaktivitäten 2025 zeigt.

Wird die Menschheit ihrer globalen Verantwortung gerecht?

2024 widmete sich die Giordano-Bruno-Stiftung dem Schwerpunktthema "Die Menschheit im Anthropozän" und betonte, dass es nur diese eine Menschheit gibt, die diese eine Biosphäre auf ihrem Heimatplaneten sinnvoll gestalten muss. Die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der erneute Siegeszug Donald Trumps in den USA deuten darauf hin, dass die Menschheit möglicherweise an dieser globalen Herausforderung scheitern wird. Doch es gab 2024 auch Hoffnungsschimmer, die in eine progressivere Richtung weisen.

Ein Jahr voller Krisen und Chancen

2023 feierte die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) "100 Jahre evolutionären Humanismus" – trotz Corona, Krieg und Klimawandel. Das Jahr war überschattet von dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und dem Angriff der Hamas auf Israel. Immerhin jedoch scheinen nun mehr und mehr Politikerinnen und Politiker zu erkennen, dass es höchste Zeit ist, die offene Gesellschaft gegen ihre wiedererstarkten Feinde zu verteidigen.

Wohnhaus in Borodjanka nach einem Angriff

2022: Das Jahr, in dem der Krieg nach Europa zurückkehrte

Nach zwei Jahren Pandemie kamen nun noch der Krieg in der Ukraine und eine massive Inflation hinzu. Schwierige Zeiten, während derer andere Themen leicht aus dem Blick geraten. Was die Leserinnen und Leser des hpd 2022 besonders umtrieb, welche der insgesamt 783 Artikel ­– verfasst von 127 Autor:innen – sie besonders oft lasen, darauf wollen wir zu Beginn des neuen Jahres zurückblicken.