Kommentar

Kopftücher

Kopftuch und immer wieder Kopftuch

Schwedische Politikerinnen tragen bei einem Staatsbesuch im Iran Kopftücher und helfen so mit, dass Rechte das Thema "Kopftuch" besetzen können. Da sich Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National bei ihrem aktuellen Nahost-Besuch weigert, ein Kopftuch zu tragen, wird sie nämlich nun von den Abendlandrettern als Heldin verehrt. Dank dem unreflektierten Handeln vermeintlicher Feministinnen, die dem Kopftuchzwang nicht entschieden genug entgegen treten. Ein Kommentar von hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg.

Hörsaal

Neoliberale Politik ist Gift für die Gesellschaft

Am Anfang dieses Jahres gab es eine öffentliche Debatte über die Probleme von Schülerlotsen, deren Aufgabe es ist, für die Sicherheit ihrer jüngeren Mitschüler zu sorgen. An einigen Schulen mussten sie ihren Dienst einstellen, weil sie vor der Schule von rücksichtslosen Autofahrern gefährdet wurden. Die SchulleiterInnen fürchteten um die körperliche Unversehrtheit ihrer Schülerinnen und Schüler. Kurz vor acht Uhr fahren viele Eltern ihre Kinder zu Schule, bremsen vor dem Schultor und setzen ihre Kinder ab, um dann zur Arbeit oder anderen Verpflichtungen zu hetzen.

Ralf Michalowsky

Ist die Konsensorientierung der neue Ablaßhandel?

Der HVD - Humanistischer Verband Deutschlands, hat vor einiger Zeit das Projekt "Gläserne Wände - Bericht zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland" vorgestellt. Mit 33 Forderungen will der HVD auf die Benachteiligung nichtreligiöser Menschen aufmerksam machen und fordert wichtige Veränderungen ein.

Über das extremistische Weltbild der Rechtspopulisten von AfD bis Trump

Rechtspopulistische und faschistische Bewegungen gewinnen weltweit an Einfluss. Der schleichenden Erosion unserer demokratischen Werte durch die Feinde der offenen Gesellschaft müssen wir massiv entgegentreten, meint Jacques Tilly, Deutschlands bekanntester Karnevalswagenbauer und Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung. Der hpd veröffentlicht eine Rede, die er beim Neujahrsempfang der SPD-Flingern/Düsseltal in Düsseldorf gehalten hat.

Dauerdebakel Kirchentagssubventionen

Welch groteske Formen die Kirchentagssubventionierung annehmen kann, zeigen die Beispiele der hoch verschuldeten Städte Bremen und Leipzig. Die Subventionierung des Bremer Kirchentags war ein Fall für den Landesrechnungshof, in Leipzig wandte sich ein Bürgerbegehren gegen die Kirchentagssubventionen. Die Stadt Frankfurt sollte aus den Fehlern anderer Städte lernen und eine Förderung des Kirchentags 2021 ablehnen.

Alljährlich verschenken verschuldete Städte Millionenbeträge an reiche Kirchen

Seit Jahren finanziert die öffentliche Hand die Kirchentage der evangelischen und katholischen Kirche mit durchschnittlich 7 Millionen Euro. Die Höhe der Förderung aus Steuermitteln übersteigt dabei deutlich das finanzielle Engagement der Kirchen, den eigentlichen Nutznießern dieser Veranstaltung. Die derzeitige Subventionierungspraxis stellt nicht nur einen fortwährenden Verstoß gegen das verfassungsmäßige Gebot der staatlichen Neutralität dar. Sie ist angesichts der Schuldenlast vieler Kommunen vor allem auch unsozial. 

Kölner Dom

Ihr Empörten, beruhigt euch!

Die heftigen Reaktionen auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht und auf das Verhalten der Polizei setzen eine Diskurstradition fort, welche die Meinungsverschiedenheit und Diskussion als solche verurteilt. Ein nüchterner und reflektierter Streit in der Sache ist zur Orientierung jedoch notwendig, meint Mukeba Muamba in einem Kommentar.