Luther

Trier ehrt einen Hassprediger

Pünktlich zum 500-jährigen Reformationsjubiläum bekommt Trier einen Martin-Luther-Platz. Doch die Bennennung nach Luther ist nicht unproblematisch. Denn der Reformator war zugleich einer der wirkmächtigsten Vertreter des Judenhasses.

Lutherstatue

Die NPD okkupiert Luther

Das war im Luther-Jahr wohl unvermeidbar, weil es auch ein Wahljahr ist: Der stellvertretende Parteivorsitzende der NPD Ronny Zasowk hat den antisemitischen Hassprediger und Volksverhetzer Dr. Martin Luther für sich und seine Partei entdeckt. Offenbar will er sich im Luther-Hype sonnen und strebt eine Polit-Ehe der besonders widerlichen Art an. Ein Kommentar unseres Autors Bernd Kammermeier.

Die Schattenseiten des Reformators

Der Journalist Peter Henkel blickt in seinem Buch "Schluss mit Luther. Von den Irrwegen eines Radikalen" auf die Schattenseiten des Reformators. Allein schon als Gegengewicht zur Luther-Jubelliteratur im Jahr 2017 verdient das Buch Interesse, das aber bei den theologischen Aspekten mitunter etwas unklar und unsortiert wirkt und leider auch quellenmäßig die Zitate nicht nachweist.

MIZ 1/17: Luderjahr & lutherische Kirche

Unmittelbar vor dem evangelischen Kirchentag wurde MIZ 1/17 ausgeliefert – mit dem Schwerpunkt "Lutherjahr". Allerdings hat die Redaktion einen etwas weiteren Blickwinkel gewählt und verbindet die Überlegungen zu 500 Jahren Reformation mit der Reflexion eines im kommenden Jahr anstehenden Jahrestags.

Der nackte Luther

Einen Tag vor Beginn des Evangelischen Kirchentags 2017 hat die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) am Dienstagmittag ihre Kunstaktion "Die nackte Wahrheit über Martin Luther" in Berlin vorgestellt. Die über vier Meter hohe Skulptur zeigt eine nackte Lutherfigur mit geöffnetem Mantel. Auf der Innenseite des Mantels prangt ein Zitat des Philosophen Karl Jaspers: "Luthers Ratschläge gegen die Juden hat Hitler genau ausgeführt". Auf der Rückseite sind die judenfeindlichen Ratschläge des Reformators, u.a. Niederbrennen der Synagogen, Zwangsenteignung und Zwangsarbeit für Juden, zu lesen.

Dr. Reinhold Schlotz signierte am Stand des hpd seine Bücher.

Darf man Luther feiern?

Der Autor und Luther-Kenner Dr. Reinhold Schlotz sprach am Montag in der Berliner URANIA über den Antisemitismus des derzeit allseits gefeierten Reformators. Die Veranstaltung des Trägervereins des Humanistischen Pressedienstes wurde von hpd-Redakteur Thomas Hummitzsch moderiert.

Martin Luther und die Reformation

Das aktuelle Heft von "Aufklärung und Kritik" (AuK), der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Schwerpunkt des Hefte ist Martin Luther und die Reformation. Die Redaktion hat dem hpd das Vorwort zu Verfügung gestellt.

Teuffelsthier: Weissgesichtseidenaffe

Luthers Teuffelsthiere

Es ist nur schwer möglich, sich im Jahre 2017 dem allgemeinen Hype um Martin Luther zu entziehen, der vor 500 Jahren seine "reformatorischen" Thesen an das Tor der Schlosskirche zu Wittenberg angenagelt haben soll.

Luther-Denkmal in Wittenberg

Luther und die Juden – vertiefter Blick auf einen Brandbeschleuniger

Luthers Freiheit des inneren Glaubens ist das Gegenteil von dem, wie wir heute Freiheit im Sinne von Selbstbestimmung verstehen. Dem fundamentalistischen Reformator zufolge entscheidet allen die göttliche Gnade über Heil oder Verdammnis. Luthers Judenhass ist sprichwörtlich und wird heute gern als doch hinreichend bekannt abgetan – ein Zeitgeistphänomen eben, nicht der weiteren Rede wert. Doch erweist sich der Theologe in seiner Studierstube – durch Wissenschaftsfeindlichkeit gepaart mit Teufels- und Hexenglaube – als Mann des Mittelalters.