Natur

"Eine große Weltbejahung nach dem Tode Gottes"

Vor 100 Jahren sind die Duineser Elegien veröffentlicht worden. Der Gedichtzyklus von Rainer Maria Rilke gehört zu den meistgelesenen Werken deutscher Lyrik und gilt zugleich als schwer zugänglich. Der Philosoph Franz Josef Wetz macht in einem "Lesekompass" Vorschläge für ein besseres Verständnis der Verse. Im Interview mit dem hpd erklärt er, warum Rilke auch für Naturalisten und Atheistinnen von Interesse sein könnte.

Streit ums Gipfelkreuz

In Österreich und Italien streitet man derzeit ums Gipfelkreuz. Sind die religiösen Symbole auf Bergen noch zeitgemäß? Traditionalisten empören sich schon allein über diese Frage und verteidigen die Gipfelkreuze als Symbol der christlichen Identität ihres Landes – auch wenn darin immer weniger Christen leben.

Hochmoor

Moore als Klimakipppunkte

Trocknen Torfmoore aus, können sie große Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre abgeben. Weil sie so sensibel auf Klimaänderungen reagieren, sind sie gleichzeitig wichtige Kipppunkte. In einer in Nature veröffentlichten Studie untersucht ein internationales Team, wie sensibel in Torf gespeicherter Kohlenstoff in Zentralafrika auf Umweltveränderungen reagiert und welche Auswirkungen das auf das Klima und den globalen Kohlenstoffkreislauf haben kann.

Goethe reiste unter anderem auch durch die Toscana.

Der Atem der Welt

Neben mehreren umfangreichen Goethe-Biografien am Bücherbord eine weitere mit 650 Seiten? Lohnt sich der Zeitaufwand? Die Antwort des Rezensenten: Ja, er lohnt sich! Der Germanist, Historiker und Philosoph Stefan Bollmann versteht es, auf einer spannenden Entdeckungsreise durch Goethes Schaffen als Naturschriftsteller und Naturforscher ein neues Goethebild zu vermitteln. "Einfühlsam und mit großer Erzählkunst" legt er nach seinem Buch "Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist", eine weitere Goethe Biografie vor, die das Potential besitzt, Bestsellerstatus zu erreichen.

Corona-Apokalypse?

Wer ist eigentlich schuld an Corona?

Was will uns das Coronavirus sagen? Für die Apokalypse ist es definitiv noch zu früh und es unterscheidet auch nicht zwischen "guten" und "bösen" Menschen. Ist der Mensch an sich schuld? Oder ist die Natur gar nicht so sanft, mütterlich und bewahrend, wie wir sie gerne interpretieren?

Die Säkularisierung der Biene

Die Kulturgeschichte der Menschheit ist eng mit der Biene verknüpft. Als Lieferantin für Honig, Met und Wachs wurde sie gepriesen, für ihre Staatenbildung und Blütenbestäubung verehrt und wegen ihres Giftes gefürchtet. Das kleine Tier ist seit jeher eine riesige Projektionsfläche für Religion, Politik und sogar Sexualmoral. Ihre Entmystifizierung durch die Forschung war vielen religiösen Anfeindungen ausgesetzt.