Religionen

Prof. Dr. Ulrich Willems

Politikwissenschaftler Ulrich Willems über die Problemfelder deutscher Religionspolitik

"Großkirchen werden bevorzugt"

MÜNSTER. (exc) Das Christentum und die beiden christlichen Großkirchen werden nach Einschätzung von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Willems vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster in Deutschland staatlich bevorzugt. "Die deutsche Religionspolitik weist eine religiös-christlich-großkirchliche Schlagseite auf und benachteiligt damit Konfessionslose und Minderheitenreligionen wie den Islam", sagte der Wissenschaftler am Dienstagabend in Münster.

Peter Boghossian lecturing at Portland State University

Street Epistemology

Kann man produktiv mit Theisten diskutieren?

BERLIN. (hpd) Mit überzeugten Gläubigen über Religion zu diskutieren ist keine angenehme Aufgabe. Man weiß vorgebrachte Argumente zwar zu kontern und hat den Eindruck, zweifelsohne die stärkere Position zu vertreten. Doch zu schnell treiben oftmals Rabulistik, begriffliche Umdefinierung oder der Verzicht auf jegliche logische Konsistenz seitens des Gesprächspartners in die Polemik.

Albrecht Dürer: Adam und Eva (1507)

Evolution, Sex und Religion

BERLIN. (hpd) Schon immer hat den Autor des Artikels eine Auffälligkeit der Religionssysteme interessiert, nämlich ihre Fixierung auf das Geschlechtliche. Kaum ein religiöser Gesetzesbereich ist so reglementiert und durch Strafandrohung eingeengt wie die Sexualität, vor allem die der Frauen.

Namibia

Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten

Gegen mehr Religion in der Entwicklungspolitik

KÖLN. (ibka) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich mit Nachdruck gegen die Ankündigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), die Zusammenarbeit mit Religionen zu intensivieren.

Kritik an Aussagen des Sozialwissenschaftlers Frank Richter

Nicht nur Religion bringt den Menschen ethische Maßstäbe näher

BERLIN (hpd) Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) kritisiert den Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden, den Sozialwissenschaftler Frank Richter. Dieser hatte in einem Interview mit der Zeitung Welt im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Vorkommnissen in seinem Bundesland als einen Grund für die Entwicklung attestiert, dass in Sachsen "Religion als Ressource ethischer Maßstäbe und Haltungen […] weiterhin nicht zur Verfügung [steht]". Richter sieht zudem, dass die Rechtsradikalen im Land auch "keine Vorbilder" hätten, an denen sie sich positiv ausrichten könnten.

Ein Sammelband zum "National Socialist Black Metal"

Rechtsextremismus und Satanismus

BONN. (hpd) Der von Niels Penke und Matthias Teichert herausgegebene Sammelband "Zwischen Germanomanie und Antisemitismus. Transformationen altnordischer Mythologie in den Metal-Subkulturen" enthält acht Aufsätze zu unterschiedlichen Aspekten des "National Socialist Black Metal". Die kompetenten Beiträge geben einen anschaulichen Einblick in die Ideologie einschlägiger Bands in der "Black Metal"-Subkultur, wobei der Sammelband wie fast jeder Sammelband nur ein fragmentarisches Bild zeichnet.

Von den alten Mythen zu einer zeitgemäßen Weltsicht

Warum das Christentum stirbt

BERLIN. (hpd) Wenn religions- und kirchenkritische Literatur in den deutschen Zeitungen und im Rundfunk systematisch ignoriert wird, weil sich deren Protagonisten der Religion und Kirche verbunden und verpflichtet fühlen, dann vergessen diese Medien ihren Auftrag, nämlich Wissen und Aufklärung zu verbreiten. Erfreulicherweise gibt es heute das Internet, ein Medium, das sich bisher der Kontrolle der Mächtigen entziehen konnte. Lassen sich dort doch Bücher entdecken, die sehr oft verborgen bleiben, weil ihnen der Zugang zur breiten Öffentlichkeit geflissentlich verwehrt wird.

Dr. Michael Schmidt-Salomon

Interview mit Michael Schmidt-Salomon über die neuen Strategien christlicher Rechtspopulisten

"Die AfD ist die Speerspitze des christlichen Fundamentalismus"

BERLIN. (hpd) Gemessen am Bevölkerungsdurchschnitt sind konfessionsfreie Menschen auf PEGIDA-Demos seltener anzutreffen als Christen, wie hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg unlängst darlegte, dennoch ist es befremdlich, wie viele religionsungebundene Menschen auf die Parolen christlicher Rechtspopulisten hereinfallen. Der hpd sprach hierzu mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon, der die Strategien des rechten christlichen Spektrums als Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung aufmerksam verfolgt.

Reiterstandbild Marc Aurels auf dem Kapitol, Rom

Rom verhüllt antike Statuen wegen Besuch des iranischen Präsidenten

Die Nackten und die Toten

BERLIN. (hpd) Der iranische Präsident Hassan Rohani ist in Rom. Damit er nicht an der Nacktheit der antiken Statuen Anstoß nehmen kann, ließen die Behörden mehrere von ihnen auf dem Kapitol verhüllen. Im eigenen Land nimmt er es mit dem Anstand nicht so genau: In den vergangenen 10 Jahren wurden mindestens 73 junge Menschen hingerichtet, die noch nicht einmal das 18. Lebensjahr erreicht hatten.