Soziologie

Integration ins "Abendland"?

ZWICKAU. (hpd) Ende 2007 beschäftigte sich der hpd mit der Frage der staatlichen Kulturfinanzierung der Kirchen, stellte eine "4,4 Mrd. Euro-Peinlichkeit" fest und fragte "In Museen beten?" In dem Buch "Humanismus – Laizismus – Geschichtskultur" beschäftigte sich Horst Groschopp in einem Beitrag mit der öffentlichen Kulturförderung von Religionen unter der Überschrift "Laizismus und Kultur". Nun sieht er viel weitergehende Überlegungen zum Komplex Religion, Kultur und Recht in dem Buch von Thomas Fritsche "Der Kulturbegriff im Religionsverfassungsrecht" – besonders daraus ableitbare juristische Erwägungen, die sich auf die aktuelle Frage der religionsverfassungsrechtlichen Hemmnisse einer künftigen Integration von Flüchtlingen beziehen lassen.

"Rote Blüte im kapitalistischen Sumpf"

BONN: (hpd) Der Sozialwissenschaftler Gregor Kritidis legt mit "Wolfgang Abendroth oder: 'Rote Blüte im kapitalistischen Sumpf'" eine Darstellung zu und Edition von Texten von Wolfgang Abendroth vor. So entsteht ein informatives Bild von dem ersten marxistischen Hochschullehrer in der Nachkriegsbundesrepublik, wobei dem Band eine apologetische Dimension eigen ist.

Erste sozialwissenschaftliche Studie zu Pegida erschienen

BONN. (hpd) Die Politikwissenschaftler Lars Geiges, Stine Marg und Franz Walter legen mit "Pegida. Die schmutzige Seite der Zivilgesellschaft?" die erste sozialwissenschaftliche Studie zum Thema vor. Beachtlich ist der analytische Blick und hohe Informationsgehalt, wobei aber auch noch viele Fragen offen bleiben, handelt es sich doch um ein "work in progress".

Menschenfeindliche und rechtsextreme Einstellungen in der Gesellschaft

(hpd) Die Sozialwissenschaftler Andreas Zick und Anna Klein legen mit “Fragile Mitte, feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014” die Ergebnisse einer Datenerhebung zum Thema vor. So beachtenswert die Daten und Erkenntnisse zu einschlägigen Einstellungen und deren Kontexte sind, so wenig überzeugend wirkt der postulierte angebliche starke Rückgang von Mentalitäten binnen nur zweier Jahre.

Marvin Chlada

Orgien und Tafelfreuden

DUISBURG. (hpd) In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts war er einer der bekanntesten politischen Denker. Heute ist sein Name nur noch wenigen Leuten ein Begriff: Charles Fourier. Marvin Chlada und Andreas Gwisdalla meinen, dass Fourier zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Islamistischer Terrorismus als Kompensation der Minderwertigkeit

HANNOVER. (hpd) Die blutige Erfahrung des gewalttätigen Siegeszuges der ISIS-Kämpfer und ihre Attraktion für tausende Sympathisanten in der westlichen Welt stellen erneut dringender denn je die Frage nach der Sozio- und Psychogenese solcher blutrünstigen Aggressivität von Menschen, die einen erbarmungslosen Vernichtungskampf gegen Andersdenkende im Namen des “Islams” führen und die Errichtung eines grenzenlosen Khalifats anstreben.

Die Arbeit umverteilen...

Der Soziologe Richard Sennett spricht in der ZEIT über die Zukunft der Arbeit. Darin sagt er: "Ich denke, wir haben es in Europa weniger mit zyklischer Arbeitslosigkeit als mit einem strukturellen Mangel an Arbeit zu tun."

Die Bibel des Antihumanismus

ZWICKAU. (hpd) Der Kulturwissenschaftler Hermann Glaser hat im Mai dieses Jahres ein, wie von ihm gewöhnt, äußerst belesenes Buch veröffentlicht, in dem allerdings seitenweise aus Hitlers “Mein Kampf” zitiert wird. Die Bekenntnisschrift des späteren “Führers” erschien im Juli 1925 und erreichte bis 1944 eine Auflage von elf Millionen. Glasers Buch stößt mitten hinein in eine aktuelle Debatte.