Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Rechtsextremismus und "Nationalsozialistischer Untergrund"

BONN. (hpd) Der von Wolfgang Frindte, Daniel Geschke, Nicole Haußecker und Franziska Schmidtke herausgegebene Sammelband "Rechtsextremismus und 'Nationalsozialistischer Untergrund'. Interdisziplinäre Debatten, Befunde und Bilanzen" enthält 21 Aufsätze vom Forschungsstand über Detailanalysen bis zu Präventionsmaßnahmen. Die meisten Beiträge liefern aus wissenschaftlicher Perspektive beachtenswerte Erkenntnisse, insgesamt fehlt es dem Sammelband aber an einer klaren Struktur.

AfD Wahlkampfauftakt

Jedes Jahr ein Skandal: Die AfD und der Antisemitismus

BONN. (hpd) Der aktuelle Antisemitismus-Skandal in der AfD-Fraktion im Landtag von Baden Württemberg ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der erst kurzen Geschichte der Partei. Diesmal hat man aber offenkundig besondere Probleme, eine klare Abgrenzung von einem Anhänger antisemitischer Verschwörungsvorstellungen vorzunehmen. Ein Blick auf ältere Skandale und eine Kommentierung des neuesten Skandals.

Bundesparteitag der Alternative für Deutschland am 4./5. Juli 2015 in Essen

Die AfD – keine Alternative für Deutschland

BONN. (hpd) Bei den letzten Landtagswahlen gelangen der "Alternative für Deutschland" (AfD) große und kontinuierliche Erfolge, konnte sie doch in die jeweiligen Parlamente mit weit über fünf Prozent der Stimmen sowohl in Ost- wie Westdeutschland einziehen. Dabei machten Befragungen deutlich, dass gut zwei Drittel der AfD-Wähler ihre Stimme nicht aufgrund einer Wertschätzung der Partei vergaben. Denn eine Lösung von politischen Problemen traute man ihr nicht zu.

AfD Wahlkampfauftakt

Keine Entscheidung, sondern nur eine Vertagung

BONN. (hpd) Wie reagiert die Alternative für Deutschland (AfD) auf einen Antisemitismus-Skandal in ihrer Partei? Eine Antwort auf diese Frage ergibt sich aus dem aktuellen Fall Wolfgang Gedeon: Der pensionierte Arzt hatte vor seiner Kandidatur mehrere Bücher veröffentlicht. Im zweiten Band seiner Trilogie "Christlich-europäische Leitkultur" schrieb er unter dem Pseudonym "W. G. Meister" über "Die Protokolle der Weisen von Zion", dass sie "mutmaßlich keine Fälschung" seien.

AfD-Parteivorsitzender Alexander Gauland

Gauland vs. Boateng und Özil

BONN. (hpd) Nur wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (29.5.2016) von folgender Äußerung des stellvertretenden AfD-Parteivorsitzenden Alexander Gauland über den deutschen Nationalspieler Jerome Boateng: "Die Leute finden ihn als Fußballer gut, aber wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

Das Kirchen-Staats-Verhältnis in kritischer Sicht

BONN. (hpd) Der Jurist Gerhard Czermak legt in seinem Buch "Weltanschauung in Grundgesetz und Verfassungswirklichkeit" eine kritische Darstellung zum Kirchen-Staats-Verhältnis aus der Perspektive des grundgesetzlichen Neutralitätsgebots vor. Es handelt sich um eine gelungene Einführung am engem Raum, die auch für Nicht-Juristen verständlich ist, aber durch einen etwas schiefen Buchtitel irritiert.

"Weil wir es können"

BONN. (hpd) Die Journalistin Hilal Sezgin legt mit "Wieso? Weshalb? Vegan! Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind" eine gut verständliche Darstellung zum Thema des menschlichen Umgangs mit Tieren vor. Es handelt sich um ein auch für jüngere Leser gedachtes Buch, das anschaulich auf die unterschiedlichsten Aspekte eingeht und gut als Einführung wie als Nachschlagewerk genutzt werden kann.

Wolfgang Gedeon und die "Protokolle der Weisen von Zion"

BONN. (hpd) Der AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon aus Baden-Württemberg schätzt und verteidigt die antisemitische Fälschung "Die Protokolle der Weisen von Zion". Dies macht jedenfalls ein Blick auf zwei seiner früheren Buchveröffentlichungen deutlich. Man darf gespannt sein, wie die Parteiführung auf derartige Hinweise reagiert oder nicht reagiert.

Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde

BONN. (hpd) Der Historiker Thomas Weber erklärt sich in seinem Buch "Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde" die Entwicklung des späteren Diktators zum Antisemiten und Rassisten aus der politischen Verarbeitung des Versailler Vertrages als Erweckungserlebnis. Auch wenn der Autor eng an den historischen Quellen arbeitet, ist er doch allzu sehr auf die Bestätigung seiner Deutung fixiert, was ihn sowohl zu einer einseitigen Darstellung motiviert wie ihn eine Gesamtinterpretation unterlassen lässt.