"Gegen das Vergessen, Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen." Bei der Eröffnung des Katholikentages gingen missbrauchte Domspatzen mit dieser Forderung auf die Straße.
BERLIN. (hpd) Zwei renommierte Gerichtsmediziner haben sich entschieden, in die Öffentlichkeit zu gehen, um das übliche Schweigen zu beenden. Ihr Thema ist die Vielzahl der misshandelten Kinder in Deutschland. Ihre Berichte aus dem Berufsalltag sind erschreckend.
WIEN. (hpd) Erstmals ist der UN-Bericht zum kirchlichen Missbrauch auch auf Deutsch verfügbar. Die österreichische “Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt” bietet das Dokument des Kinderrechtskomitees der UNO exklusiv zum Download an.
BERLIN. (hpd) Die katholische Kirche hat nach sehr langer Vorbereitungszeit eine neue Expertengruppe zusammengestellt, die Missbrauchsfälle in 27 deutschen Bistümern aufarbeiten soll. Die Kommission ist zwar hochrangig besetzt, allerdings sind die Betroffenen unterrepräsentiert.
LOEBEN. (pbkg/hpd) Im Missbrauchsskandal von Stift Admont werden die Opfer weiterhin verhöhnt, das Gerichtsverfahren wird weiter zum OGH verschleppt. Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt dazu: “Admonter Padres wollen, dass SteuerzahlerInnen für Misshandlungen im Stift haften”
WARSCHAU. (hpd) Erstmals verklagt in Polen das Opfer eines pädophilen Priesters die katholische Kirche. Doch die Kirche gibt sich ungerührt und verweist auf die individuelle Schuld des Priesters. Das wirft grundsätzliche Fragen auf, die eine Bedrohung für die Kirche selbst sein können.
WIEN. (hpd) Das Kinderrechtskomitee der UNO erhebt schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche. Bis heute habe der Heilige Stuhl das Ausmaß an Kindesmissbrauch und struktureller Gewalt an Kindern nicht anerkannt und setze Kinder bis heute einem “hohen Risiko” aus.
WIEN. (hpd) Das Oberlandesgericht Graz (OLG) hat das umstrittene Urteil eines Leobener Richters im Prozess gegen das Stift Admont aufgehoben. Der Richter hatte die Klage eines ehemaligen Zöglings des Stiftsinternats mit einer Begründung abgeschmettert, die das OLG für nicht zulässig hält. Der ehemalige Zögling gibt an, er sei als Kind wiederholt misshandelt und vergewaltigt worden. Der Prozess muss neu verhandelt werden.
WIEN. (hpd) Das Landesgericht Steyr hat erstmals einen hochrangigen Kleriker wegen sexuellen Missbrauchs und Gewalt an Kindern schuldig gesprochen. Der ehemalige Direktor des Konvikts des Stiftes Kremsmünster ist am frühen Mittwochnachmittag zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.