Gambia

Homo-Verbot wichtiger als Entwicklungshilfe

Der kleine afrikanische Staat Gambia würde auch auf Entwicklungshilfe aus Europa und Amerika verzichten - wenn diese weiterhin fordern, die homophoben Gesetze des Landes zurückzunehmen.

"Gambias Regierung wird nicht länger einen Dialog zum Thema Homosexualität mit der Europäischen Union oder irgend einer anderen fremden Macht führen" sagte der gambische Außenminister Bala Garba Jahumpa.

Das Land hatte im September die Verschärfung der Gesetze gegen gleichgeschlechtliche Liebe beschlossen. Die maximale Haftstrafe für homosexuelle Handlungen wurde dabei von 14 Jahren auf lebenslänglich verlängert.

Quelle

Kommentare (1)

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Di. 2 Dez 2014 - 12:08

Warum diskutiert man das noch, ob dieses Land Entwicklungshilfe bekommt? Falls garantiert werden könnte, das die wirklich notleidende Bevölkerung in Gambia des Geld bekommt, dann ließe sich das ja nachvollziehen. Doch würden damit nicht in erster Linie die Machthaber unterstützt? Was wäre, wenn stattdessen diese 150 Millionen verwendet würden, um Homosexuellen oder anders Verfolgten aus Gambia Asyl zu gewähren? So bitter es klingt, aber Staaten, die die Menschenrechte auf dem Papier anerkannt haben, müssen auch dann daran gemessen werden, wenn die Bevölkerung noch mehr leidet. Leidensdruck führt zur Bereitschaft zur Veränderung. Dies mag ein Aufstand der Bürger sein oder ein Umdenken in der Regierung. Derart ungerechte Staaten zu pampern ist kontraproduktiv. Was mir dabei weh tut, ist, dass die Bevölkerung darunter leiden wird - egal was es für Änderungen gibt. Doch wenn ich an die Geburtswehen der europäischen Demokratie denke, dann muss dies wohl oder übel so sein.

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