Verleihung des Peter-Singer-Preises 2018

Veganismus als neue Aufklärungsbewegung

Peter-Singer-Preis 2018
Verleihung des Peter-Singer-Preises 2018 in Berlin mit Moderator Dr. Walter Neussel (re) und Hinterhaupt des Preis-Namensgebers (li).
Peter-Singer-Preis 2018
Rund 120 Gäste hatten sich zum Festakt im Berliner Biohotel Essentis angemeldet.
Ben Moore
Vortragende des Festakts waren Ben Moore, Professor für Astrophysik, ...
Stefan Bernhard Eck
... sowie Stefan Bernhard Eck, Mitglied des Europäischen Parlaments.
Peter Singer
Die Laudatio auf den Preisträger hielt der Namensgeber des Preises, der australische Philosoph Prof. Peter Singer.
Philip Wollen
Mit einem bewegenden Vortrag sorgte Preisträger Philip Wollen für stehende Ovationen.
Peter-Singer-Preis 2018
Urkunde des Peter-Singer-Preises 2018.

Am Samstag wurde in Berlin zum vierten Mal der Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung verliehen. Diesjähriger Preisträger ist der Australier Philip Wollen, der vom Spitzenbanker zum Tierrechtsaktivisten wurde und weltweit zahlreiche wohltätige Projekte initiierte.

Rund 120 Gäste hatten sich angemeldet, um am vergangenen Samstag dem Festakt zur Verleihung des Peter-Singer-Preises im Berliner Biohotel Essentis beizuwohnen. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Folge verliehen vom Förderverein des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung. Geehrt werden sollen mit der Auszeichnung Personen, "die durch innovative philosophische, pädagogische, politische, medizinische oder juristische Publikationen und/oder sonstige Aktivitäten dazu beitragen, von Menschen verursachtes Tierleid durch gezielte Strategien qualitativ und quantitativ zu reduzieren". Benannt ist der Preis nach dem australischen Philosophen und Ethiker Peter Singer, der als ein Begründer der modernen Tierethik gilt, die fordert, dass die Interessen nicht-menschlicher ebenso wie jene menschlicher Tiere Berücksichtigung finden müssen.

In diesem Jahr erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Australier Philip Wollen, nachdem der Preis in den Vorjahren an den Namensgeber Peter Singer, die britische PETA-Gründerin Ingrid Newkirk und die US-amerikanische Sozialpsychologin und Publizistin Melanie Joy verliehen worden war. Wollen lebte als erfolgreicher Spitzenbanker und hatte es bis zum Vizepräsidenten der Citibank gebracht, bis er nach einem Schlachthofbesuch an seinem 40. Geburtstag zum Vegetarier und später zum Veganer wurde und sich entschloss, sein gesamtes Vermögen zugunsten wohltätiger Zwecke einzusetzen. Bis heute hat der inzwischen 68-jährige Wollen rund 500 Projekte in etwa 40 Ländern unterstützt, die sich einsetzen für die Verminderung von Tierleid sowie für die Umwelt, Kinder, Jugendliche und Todkranke.

Umrahmt wurde die Preisverleihung von mehreren Vorträgen. Stefan Bernhard Eck, Mitglied des Europäischen Parlaments und 2. Vorsitzender des Fördervereins des Peter-Singer-Preises berichtete von seinem Engagement für Tierrechte und Umweltschutz im Europäischen Parlament. "Brüssel", so das ernüchternde Fazit seiner dortigen Arbeit seit 2014, "steht nicht auf Seiten der Tiere". Die Verflechtungen von Agrarlobby und Wirtschaft mit der Politik führten dazu, dass sich für Tiere und Umwelt kaum etwas Positives bewirken lasse. Statt sich mit Petitionen an Entscheider zu wenden, hält Eck daher Aktivismus und kreativen Widerstand für zielführender, ja Widerstand ist für ihn angesichts der geschilderten Situation sogar Pflicht. "Man kann sich auf die Politik nicht verlassen", so Eck, "darum ist es wichtig, dass viele 'kleine Leute' sich für eine Sache einsetzen."

Die Bedeutung einer Menge von 'vielen Kleinen' wurde deutlich im Vortrag von Ben Moore, Professor für Astrophysik und Direktor des Zentrums für theoretische Astrophysik und Kosmologie der Universität Zürich. Moore ging in seinem Vortrag unter anderem der Frage nach, warum trotz der erdrückenden Menge von rationalen Argumenten, die für einen Fleischverzicht sprechen, selbst hochgebildete Menschen nicht bereit seien, auf Fleisch zu verzichten. Statt vorgeschobener Argumente wie "Weil es mir eben schmeckt", vermutet Moore eine andere Motivation: Weil die meisten Menschen nicht einer Minderheit anhören wollen.

Beispielbild
Prof. Ben Moore verdeutlich anhand der Entwicklungszahlen der Atheisten die sozialpsychologische These, dass sich eine neue Idee schlagartig in der Gesellschaft verbreitet, sobald die kritische Masse ihrer Anhänger 10 % erreicht. © Daniela Wakonigg

Moore bekräftigte seine These mit sozialpsychologischen Untersuchungen, die einen Bevölkerungsanteil von 10 % als kritische Masse für das allgemeine Durchsetzen einer neuen Idee betrachten. Als anschauliches Beispiel zog Moore die Verbreitung des Atheismus in westlichen Gesellschaften heran. Nachdem Atheisten jahrzehntelang nur kleine Zuwachsraten erfahren hatten, stieg ihre Zahl plötzlich schlagartig an, als ihr Anteil an der Bevölkerung in den 1990er Jahren die Zehn-Prozent-Hürde erreicht hatte. Moore verriet sein persönliches Rezept, um die Anzahl der fleischfrei lebenden Menschen in der Gesellschaft nach dem gleichen Muster zu erhöhen: Er lädt Nicht-Vegetarier zum Essen ein, um ihnen zu zeigen, dass man ohne Fleisch auf dem Teller ausgesprochen lecker essen kann.

Als Vegetarier und Astrophysiker, so Moore abschließend, werde ihm oft die Frage gestellt, ob er glaube, dass Aliens, die vielleicht irgendwann mal die Erde besuchen, Veganer seien. Seine Antwort: Wenn Aliens sich so weit entwickelt haben, dass sie Raumschiffe bauen können, die das Universum durchqueren, dann haben sie sich zivilisatorisch sicherlich auch so weit entwickelt, dass sie keine anderen Lebewesen essen.

Um die zivilisatorische Weiterentwicklung ging es auch in der Laudatio auf den diesjährigen Preisträger, die vom Namensgeber des Preises, Peter Singer, persönlich gehalten wurde. Wenn es um Leiden gehe, so Singer, spiele die Spezies des Leidenden keine Rolle. Dass dies von weiten Teilen der Menschheit heute noch immer anders gesehen werde, sei, so betonte Singer, eines der wichtigsten und am stärksten vernachlässigten moralischen Probleme seit dem Ende der Sklaverei.

Singer sprach dem Preisträger Philip Wollen, den er bereits seit Jahren persönlich kennt, seine Bewunderung für den Mut zur grundlegenden Veränderung seines Lebens aus, die den Topverdiener und Spitzenbanker dazu gebracht hatte, den Großteil seines Vermögens in wohltätige Projekte zu investieren, die sich der Verminderung des Tierleids in der Welt widmen. Besonders hob Singer hervor, dass Wollen neben der Förderung von Projekten, die sich für die Minderung von Tierleid einsetzen, vor allem Projekte fördere, die möglichst effektiv sowohl Tieren als auch Menschen helfen.

Beispielbild
Verleihung des Peter-Singer-Preises 2018 an Philip Wollen (li) durch Dr. Walter Neussel. © Daniela Wakonigg

Der Preisverleihung durch den Moderator des Festakts und 1. Vorsitzenden des Fördervereins des Peter-Singer-Preises, Dr. Walter Neussel, folgte die emotionale Rede des Preisträgers, der ankündigte, dass er das Preisgeld spenden werde. Mit teils brechender Stimme berichtete Wollen von "Dantes Inferno", jenem Schlachthausbesuch, der ihn vor fast dreißig Jahren dazu bewogen hatte, sein Leben vollständig zu verändern. Mit verstörenden Bildern erläuterte Wollen "die absolute Perversität unseres Umgangs mit Tieren" und sagte, in Abwandlung des berühmten Zitats von Victor Hugo, dass nichts so machvoll ist, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, dass nichts so zerstörerisch sei, wie eine Idee, deren Zeit vergangen sei. Denn, so Wollen, Fleischverzehr und Massentierhaltung bedeuteten nicht nur für unzählige Tier-Individuen entsetzliches Leid, sie hätten auch katastrophale Folgen für die Umwelt, für Menschen und Volkswirtschaften.

Wollen zitierte eine Studie der Universität Oxford, nach der 30 Trillionen Euro an Gesundheitskosten gespart werden könnten, wenn Menschen ihre Ernährung auf eine fleischfreie Diät umstellen würden. Wobei zu den durch übermäßigen Fleischverzehr hervorgerufenen Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zukunft noch die Kosten der Behandlung von Seuchen kämen – verursacht durch antibiotikaresistente Keime, die der Massentierhaltung entstammen.

Auch das ist laut Wollen jedoch nur die Spitze des immer weiter schmelzenden Eisbergs. Denn durch die Klimagase, die durch die Massentierhaltung entstünden, werde der Klimawandel angeheizt, der in Zukunft für weltweite Flüchtlingsströme und für Leid ungeahnten Ausmaßes bei Mensch und Tier sorgen werde.

Veganer, die sich all jener Probleme bewusst seien und versuchten, auf einen gesellschaftlichen Fleischverzicht hinzuwirken, betrachtet Wollen daher als Vorkämpfer einer neuen, überaus notwendigen Aufklärungs-Bewegung. Das Publikum bedankte sich beim Preisträger für seine bewegende Rede mit stehenden Ovationen.

Kommentare (43)

Sascha Larch (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 11:06

"...dann haben sie sich zivilisatorisch sicherlich auch so weit entwickelt, dass sie keine anderen Lebewesen essen."

Sind Pflanzen also keine Lebewesen?

Bei aller Sympathie, aber ich habe diese Argumentation der Vegetarier noch nie verstanden.
Warum wird hier immer eine künstliche Grenzlinie zwischen tierischem und pflanzlichem leben gezogen?
Das ist eine Form des Spezizismus die aus evolutionsbiologischer Sicht eigentlich nicht zu rechtfertigen ist.

Wenn man anderen Lebewesen kein Leid zufügen will müsste man konsequenterweise auf eine reine Mineraliendiät umsteigen, aber Steine sind halt so hart...

Michael Luft (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 13:06

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Ja, Steine sind ungeniesbar und insofern sind wir gezwungen lebensfähiges Gewebe zu essen - aber auch definitiv "Nein!", denn es geht hier darum, dass Lebewesen ab einer bestimmten Systemkomplexität leidensfähig sind - und das ist ein Salatkopf oder ein Reiskorn (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit!) eben nicht.

Gabriele Wruck (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 13:34

Antwort auf von Michael Luft (nicht überprüft)

Als ich 1998 begann, mich vegan zu ernähren, war ich eine von ca. 70.000 Veganerinnen in Deutschland. Das Wort vegan war damals nahezu unbekannt.
Auf häufige Nachfragen erklärte ich es kurz und erntete ausnahmslos Staunen („echt, sowas geht?“) oder ein simples Nicken mit emotionslosem „Aha“. Das war alles. Eine gedankliche Verbindung zwischen meiner Ernährungsweise und dem Gewissen meiner Gegenüber wurde von denen nicht hergestellt. Also alles easy.

Ein paar Jahre später erklärte ich gleichbleibend, die Reaktionen wurden umfänglicher. Dem Aha-Nicken folgte in schöner Regelmäßigkeit der eilige Nachsatz, das man selbst ja auch nur noch ganz wenig Fleisch esse. (Ich muss dazu sagen, dass ich nicht dazu tendiere, mich als „besserer Mensch“ zu fühlen; schließlich hatte ich mir zuvor dreißig Jahre lang die Plauze mit Bergen von rohem und gegartem Fleisch sowie Unmengen Käse und Eiern vollgeschlagen.) Bei meinen Gegenübern war deutlich zu spüren, dass es in ihrem Gewissen klingelte. So viel hatte man in der letzten Zeit über qualvolle Tiertransporte und Haltungsbedingungen gehört. Aber DIE Veganer waren immer noch zu unbekannt, Nettsein durch weniger Fleischessen fühlte sich noch zu 100% eigeninitiativ gunstbasiert an.

Danach kam die Phase, in der das Gewissen mit Kümmern plattgemacht wurde. Man sorgte sich umfänglich um meinen Gesundheitszustand. Beeindruckend vielfach der Kenntnisstand, was mir angeblich alles fehle. Null der Kenntnisstand, was einem Kälbchen und seiner Mutter fehlt, die man direkt nach der Geburt für immer getrennt hat. Oder was einer Sau fehlt, die man, damit sie die Ferkel – also die Ware – nicht erdrückt, regelmäßig wochenlang brutal in Metallgittern fixiert.

In den letzten Jahren verzerren sich zunehmend die Gesichter, die Augen rollen demonstrativ in ihren Höhlen. „Vegan“ ist als Begriff viral, die meisten Leute meinen zu wissen, was er bedeutet. Immer noch betonen viele, dass sie nur noch ganz wenig Fleisch essen, vermehrt ergänzt um den in dominant pädagogischem Ton nachgedrückten Hinweis, sich den Genuss nicht verbieten zu lassen. (Wie gesagt ich habe noch nie irgendjemandem was verbieten wollen. Und wenn man mich nach meiner Motivation fragt, darf man sich nicht wundern, wenn ich sie dann auch darlege.)

Bisheriger Höhepunkt der Abwehrspirale war im vorletzten Winter ein ca. 50jähriger, rotgesichtiger, schnaufender Mann, der am Gespräch, das ich gerade führte, gar nicht beteiligt war, jedoch beim Reizwort „vegan“ sofort den jetzt dunkelroten Kopf zu mir herumriss und mit aggressiv geneigtem Oberkörper und wütend in die Luft stechendem Zeigefinger verkündete, ich sei eine Faschistin, die ihm das Leben verbieten wolle und sowas wie mich sollte man … also, das Wort „Gas“ kam auch drin vor.

In all den Jahren habe ich mein Auftreten in solchen Gesprächen nicht geändert. Ich informiere kurz, auf Nachfrage auch länger. Ich spreche ausschließlich von mir, darüber was mir an Fakten bekannt ist was dies in der Konsequenz für mich bedeutet.
Und ich spüre immer mehr den Hass auf die Überbringerin der schlechten Nachricht (Dein Handeln hat schwere Konsequenzen für andere und du bist dafür verantwortlich!“), die ich indirekt ja bin.

Neu ist nicht, dass es Veganerinnen gibt. Nur vor zwanzig Jahren waren sie noch aus den Augen, aus dem Sinn.
Neu ist, dass man der Konfrontation mit dem eigenen Gewissen heute nicht mehr ausweichen kann. Gefühlt an jeder Ecke lauert in Gestalt einer Möhrenesserin oder eines als vegan deklarierten Himbeertörtchens die Erinnerung an die durch den eigenen Konsum täglich mehrfach in Auftrag gegebene Folter.

Hier gabelt sich der Weg zwangsläufig. Ziehe ich Konsequenzen aus meinem Wissen, oder verdränge ich es und verschaffe mir Erleichterung, indem ich die ätzende Vegan-Faschistin hasse. Ich werde gezwungen, eine Entscheidung zu treffen. Wer mag das schon?

Für alle, die sich das Thema gern mit etwas Ironie durch den Kopf gehen lassen mögen:

https://graslutscher.de/ich-lass-mir-doch-nicht-das-rauchen-mit-kindern-im-auto-verbieten/

Markus Schiele (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 13:58

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Im Falle der - hypothetischen - technologisch UND ethisch weit entwickelten Aliens ist in der Tat davon auszugehen, dass sie gänzlich auf andere Lebensformen zu ihrer Ernährung verzichten könnten; eine Kategorisierung von Lebensformen in Pflanzen (und Pilze) und Tiere ist auf unserem Planeten zunächst noch ganz sinnvoll (mögliche andere Kategorisierungen sonstwo im Universum sind rein spekulativ, da wir darüber noch nichts wissen), da es letztlich auf die LEIDENSFÄHIGKEIT der entsprechenden Lebewesen ankommt, was aus dem Artikel ja eigentlich klar geworden sein sollte. Und von der Leidensfähigkeit hoch entwickelter Wirbeltiere ist nun einmal nach heutigem Kenntnisstand mit größerer Sicherheit auszugehen, als von der Leidensfähigkeit von Pflanzen (und Pilzen). Die Möglichkeit auf tierische Nahrung zu verzichten haben wir heute schon, während die Ernährung der Menschheit ohne pflanzliche Nahrung vorerst noch nicht möglich scheint. Fazit: Wir sollten uns nicht herausreden, sondern das Machbare machen!

Gunnar Glitscher (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 14:01

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

„Warum wird hier immer eine künstliche Grenzlinie zwischen tierischem und pflanzlichem leben gezogen?“

Antwort: Es geht hier nicht um ‚künstliche Grenzlinien‘, sondern um natürliche Unterschiede zwischen Tier und Pflanze. Die wenigsten Fleischkonsumenten kämen auf die Idee, einen lebendigen Hasen zu grillen. Bei einer einer lebenden Tomate ist dies ethisch wohl weniger problematisch.

Matthias Stich (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 14:50

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Sie haben recht, die Grenzziehung ist willkürlich.
Allerdings: wer nicht sieht bzw. nicht sehen will, dass die Grenzziehung zwischen Mensch und Tier ebenso willkürlich aber obendrein viel absurder ist als die zwischen Tieren und Pflanzen, der ist noch immer auf dem "Der Mensch ist die Krone der Schöpfung"-Trip.
Tiere, vor allem Säugetiere (die ja den größten Teil unserer sogenannnten Nutztiere ausmachen) sind dem Säugetier Mensch viel näher als Pflanzen selbst den niedrigsten Tieren.
Wir können nicht existieren ohne irgendeinen biologischen Schaden zu verursachen. Das ist Fakt. Wer jedoch aus der Tatsache, dass wir uns zumindest von Pflanzen ernähren müssen, den Schluß zieht, dass man dann ja auch gleich Tiere essen kann, der hat leider nichts von dieser ganzen Thematik begriffen. Die Erzeugung von Tiernahrung verursacht nämlich ein Vielfaches an Pflanzenleid ! (Wie eigentlich allgemein bekannt ist.)
Dass die Leute immer dann ihr Herz für Pflanzen entdecken, wenn es um ihren eigenen Fleischkonsum geht. Wow, wie empathisch !(Das Tierleid ist ihnen dann aber immer zweitrangig. Wie erbärmlich !)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 14:53

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Häufig sind Argumente so generalisierend runtergebrochen; "antibiotikaresistente Keime, die der Massentierhaltung entstammen" klingt mir ähnlich. Leidverminderung ist für mich der Schlüsselbegriff. Aber b.a.W. werde ich den Begriff Aufklärung nicht durch Veganismus ersetzen...

h.j.janoschek (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 15:01

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Die Veganer und Vegetarier haben vieles mit den Religiösen gemeinsam: Sie halten sich für die besseren Menschen, mit den meisten kann man nicht diskutieren, und wenn sie nicht Zeloten sind, sind sie doch meist missionarisch unterwegs.

Dominik F. (nicht überprüft)

Fr. 15 Jun 2018 - 08:29

Antwort auf von h.j.janoschek (nicht überprüft)

Die Gleichsetzung vegetarisch-vegan lebender Menschen mit Religionsanhängern ist nicht zutreffend. Religiöse Menschen mögen ähnlich überzeugt von ihrer "Sache" sein. Veganer und Vegetarier haben allerdings sachliche, nachprüfbare und kaum zu widerlegende ethische Argumente für ihre Sache auf ihrer Seite. Welcher Religionsanhänger kann einen logisch denkenden Menschen mit sachlichen Argumenten von seinem exklusiven übersinnlichen Wesen überzeugen??? Veganismus ist sachlich betrachtet eine Ernährungsform, die so viel Leid mindert, die Umwelt entlastet, gut ausgestaltet Menschen gesünder macht und den Welthunger mindern kann, dass es schwer sein sollte, dagegen zu argumentieren und sachlich an der Gleichstellung von Missionierungsversuchen Geistergläubiger und den ethischen Argumenten pflanzlich-tierleidfrei lebender Menschen festzuhalten...

Gabriel (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 16:14

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Ja, Pflanzen sind auch Lebewesen. Aber Pflanzen können nach bisherigem Kenntnisstand kein Leid empfinden. Hierzu fehlt ihnen ein Gehirn oder ein ähnliches Organ. Das unterscheidet sie von einer großen Anzahl an Tierarten.

Martine (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 21:37

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

1.Pflanzen haben nach unserem heutigen Wissensstand kein zentrales Nervensystem und können demnach keine Schmerzen empfinden.Sie sind nicht leidensfähig.
2. Aber selbst wenn sie es doch wären, wäre es sozusagen doppeltes Leid, dass wir erzeugen, denn Pflanzen sind ja zu einem überwiegenden Teil die Nahrung unserer sogenannten Nutztiere.Weshalb also Pflanzen erst an Tiere verfüttern und dann auch noch die Tiere schlachten. Dann doch erst recht nur einmal Leid erzeugen und nur Pflanzen essen.
Vegan zu leben bedeutet immer so wenig wie möglich Leid zu erzeugen.

Thomas (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 03:50

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

"Warum wird hier immer eine künstliche Grenzlinie zwischen tierischem und pflanzlichem leben gezogen?"
-
Diese Trennlinie ist keineswegs "künstlich". Im ethischen Veganismus geht es um Leidvermeidung, und da Pflanzen mangels zentraler Nervensysteme nicht leidensfähig sind, haben sie auch keine Interessen, unter deren Mißachtung sie leiden könnten. Selbst, wenn es sich so verhielte, wie Sie offenbar meinen, wäre der Veganismus gegenüber dem Karnismus noch immer die bedeutend weniger leiderzeugende Ernährungsform, denn es entfällt die (im Übrigen extrem ineffiziente) Verfütterung großer Pflanzenmengen an sogenannte Nutztiere.

Ben Jo (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 05:37

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Selbst wenn man so argumentiert, so essen Nutztiere doch deutlich mehr pflanzliche Lebewesen, als der Mensch es für die Deckung seiner Bedürfnisse brauchen würde. (1kg Rindfleisch = 12kg pflanzliche Nahrung, 1kg Hühnerfleisch = 7kg pflanzliche Nahrung)

Außerdem haben Pflanzen laut aktuellem Forschungsstand keine zentrales Nervensystem oder eine andere Art von Schmerzrezeptoren. Da ist vielleicht der Unterschied.

mike schuh (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 06:29

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Dieses Argument ist dumm. Ohne Essen geht es nicht und wenn man Tiere isst,sterben viel mehr Pflanzen,als wenn man die Pflanzen selbst ist,denn die Tiere essen ja auch Pflanzen..

Kai (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 15:26

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Boah ist das armselig ... schneide mal ne Karotte durch und einem Schwein den Hals ... dann erkennst Du den Unterschied ... Tiere essen im Übrigen auch Pflanzen ... es gehen viermal so viele Pflanzen drauf, wenn man sich 'tierisch' ernährt, als wenn man die Pflanzen direkt isst ... Speziesismus pur ... ein Bildungsproblem!

h.j.janoschek (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 14:10

Mit Aufklärung i.e.S. hat dieser Artikel nichts zu tun.
Jeder weiß um die Umstände und Folgen der Massentierhaltung und die meist unschönen Zustände in den Schlachthöfen.
Das hieraus aber direkt die moralische Pflicht zum Veganismus folgen soll, ist absurd.
Es gibt Millionen von Tierarten, die allermeisten sind dazu da, von anderen gefressen zu werden, nach einem in der Regel kurzen und stressigen Leben. Um dieses allerorten und immerwährende "Tierleid" zu beseitigen, müsste man die gesamte Fauna ausrotten, angefangen mit Hauskatzen und -Hunden, oder was schlagen die Veganer vor?
Ich bin etwas irritiert, dass ausgerechnet hier für eine Ersatzreligion Reklame gemacht wird.

Gunnar Glitscher (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 14:33

Antwort auf von h.j.janoschek (nicht überprüft)

„Es gibt Millionen von Tierarten, die allermeisten sind dazu da, von anderen gefressen zu werden“

Dies stimmt so sicher nicht. Evolutionäre Prozesse verlaufen nicht zielgerichtet um irgendetwas hervorzubringen oder gar zu produzieren. Informierte Menschen können sich allerdings entscheiden zwischen in Schlachtereien ‚unschön produzierter’ Nahrung und gesunder Kost, für deren Herstellung kein Blut fließen muss.

Es geht im Veganismus um die Vermeidung allen Leids, dass die Menschen der Umwelt antun (mit unter auch in verschiedenen Bereichen wie Nahrung, Kleidung, Hygiene usw.). Sicherlich ist auch die Haustierhaltung, ein Aspekt, den man diesbezüglich diskutieren kann. Den größten Einfluss auf Umwelt, Gesundheit und die Tierwelt hat aber nunmal der Konsum tierischer Produkte, weshalb dieses Thema als zentrales Thema gewählt wird.
Und ich glaube nicht, daß jedem Einzelnen klar ist, was alles getan wird, damit wir Milch oder Ei auf dem Frühstückstisch haben. Da fehlt in jedem Fall die Aufklärung.

"Die Veganer und Vegetarier haben vieles mit den Religiösen gemeinsam: Sie halten sich für die besseren Menschen,"
-
Sie tun, was möglich und zumutbar ist, um nichtmenschliches Leid zu verhindern - NATÜRLICH ist das besser, als es zu unterlassen, also dürfen sie sich deshalb auch besser fühlen.
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"mit den meisten kann man nicht diskutieren,"
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Als sprächen Sie von lernresistenten Karnisten...
-
"Um dieses allerorten und immerwährende "Tierleid" zu beseitigen, müsste man die gesamte Fauna ausrotten, angefangen mit Hauskatzen und -Hunden, oder was schlagen die Veganer vor?"
-
In der Ethik und mit ihr auch im Veganismus geht es um möglichst leidfreies LEBEN, also um Leidvermeidung, die mit dem Leben vereinbar ist. Daher brauchen moralische Menschen "nur" das Leid zu verhindern, das nach dem Grundsatz der gleichen Berücksichtigung gleicher Interessen verhindert werden KANN. Das sollten auch Sie mal versuchen, statt sich mit Ihren absurden Vorstellungen vom Veganismus zu blamieren.

Eberhard Duschl (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 17:13

"30 Trillionen Euro" sollen an Gesundheitskosten gespart werden können....
Das ist völlig absurd und scheint mir ein typischer Übersetzungsfehler zu sein. Das weltweite BIP betrug 2017 87 Bio $. Ausserdem braucht eine Ersparnis immer einen Zeitraum.

Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Di. 12 Jun 2018 - 20:18

"Veganismus" (mir gefällt diese Wortschöpfung) trägt religiöse Züge. Es seien hier nur unumstößliche Heilsgewissheit und Missionseifer genannt.
Die Masche ist, Massentierhaltung (zu Recht!) anzuprangern und daraus zu folgern, dass der Mensch kein omnivores Tier sei. Das ist Unsinn, wie jeder seriöse(!) Ökotrophologe, Biochemiker, Mediziner bestätigt. Es ist ja durchaus gut gemeint, wenn die jedes Tierleid verhindern wollen. Das aber funktioniert nicht: Solange es Carnivore oder Omnivore gibt, werden Tiere von ihnen verspeist werden. Und solange es Veganer gibt, werden diese und vor allem ihre Kinder unter Mangelernährung leiden.

Der hpd sollte sehr kritisch hinsichtlich eines jeden Fanatismus sein - das schließt "Veganismus" ein.

Unbequeme Wahrheit (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 12:00

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Mit der dümmste Kommentar zu einem hervorragenden Artikel, entbehrt somit viele Worte! Manche Menschen wollen die dringlichste Notwendigkeit (jährlich abermilliardenfaches unsägliches Tierleid, jährlich Milliarden hungernde und Abermillionen verhungernde/verhungerte Menschen, völlige Zerstörung sämtlicher Lebensgrundlagen allen Lebens) für eine vegane Ernährung/Lebensweise offenbar nicht begreifen, oder können dies schlichtweg nicht (mehr)!

Ben Jo (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 17:04

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Bitte informieren dich etwas genauer zur veganen Ernährung, bevor du die Behauptung, dass es eine Mangelernährung sei, verbreitest.
Der normale Veganer benötigt maximal Vitamin B12 als Supplement, was den Tieren in der Massentierhaltung ebenfalls verabreicht werden muss.
Wenn man sich vegan rein aus der Natur ernährt, z.B. auch mit Wildkräutern und ähnlichem aus dem Garten, der kann theoretisch auch auf das Supplementieren verzichten.
Und es gibt genauso viele seriöse Ärzte etc. die eine vegane Ernährungsweise für gesund befinden.

Thomas (nicht überprüft)

Do. 14 Jun 2018 - 05:57

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

""Veganismus" (mir gefällt diese Wortschöpfung) trägt religiöse Züge. Es seien hier nur unumstößliche Heilsgewissheit und Missionseifer genannt."
-
Es ist eine banale Tatsache, daß allgemeiner Verzicht auf tierliche Produkte zu bedeutend weniger Leid auf der Erde führt/führen würde, und daß dieses Ziel umso schneller erreicht wird, je zahlreicher und je entschiedener Menschen darauf hinarbeiten. Das als quasi-religiöse "Heilsgewißheit" und "Missionseifer" zu bezeichnen, ist bösartige Diffamierung.
-
"Die Masche ist, Massentierhaltung (zu Recht!) anzuprangern und daraus zu folgern, dass der Mensch kein omnivores Tier sei."
-
Niemand behauptet, "der Mensch" sei (biologisch) kein Omnivor, aber im Gegensatz zu nichtmenschlichen Tieren ist er jenseits einer bestimmten Entwicklungsstufe zu ethischem Denken und entsprechendem Verhalten fähig. Das bedeutet nun mal auch, den ethischen Gleichheitsgrundsatz ernstzunehmen und den Speziesismus aus dem eigenen Denk- und Verhaltensrepertoire zu verbannen.
-
"Es ist ja durchaus gut gemeint, wenn die jedes Tierleid verhindern wollen."
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Kein rationaler Mensch will "jedes Tierleid" verhindern, denn das ist unmöglich. Außerdem unterscheidet die Ethik nicht zwischen menschlichem und nichtmenschlichem Leid. Daher ist der Veganismus zwar ein wesentlicher, aber nur einer von vielen Aspekten moralischer Lebensführung.
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"Und solange es Veganer gibt, werden diese und vor allem ihre Kinder unter Mangelernährung leiden."
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Nicht, wenn die Ernährung gut organisiert wird: https://albert-schweitzer-stiftung.de/themen/vegan-gesund
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"Der hpd sollte sehr kritisch hinsichtlich eines jeden Fanatismus sein - das schließt "Veganismus" ein."
-
Diese gedankenlose Bemerkung hätten Sie sich bestimmt gespart, wenn es hier um abermilliardenfaches MENSCHLICHES Leid, verbunden mit gewaltiger Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung ginge.

Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Do. 14 Jun 2018 - 12:48

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Den Shitstorm habe ist erwartet. Vielen Dank dafür - belegt er doch sehr schön die Quasi-Religiosität vieler Veganer.
Argumentation mit Gläubigen ist meist frustran - trotzdem einige Hinweise:
1. Ich weiß sehr wohl, wovon ich spreche: Ich bin approbierter und promovierter Arzt.
2. Ausdrücklich prangere ich Massentierhaltung an. Das wird von meinen Kritikern tunlichst nicht zur Kenntnis genommen, denn so lässt sich besser
3. pöbeln: "der dümmste Kommentar"

Thomas (nicht überprüft)

Fr. 15 Jun 2018 - 05:22

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

"Den Shitstorm habe ist erwartet. Vielen Dank dafür - belegt er doch sehr schön die Quasi-Religiosität vieler Veganer."
-
Offenbar können Sie jede Reaktion und vermutlich auch Nichtreaktion auf Ihre Ansichten als deren Bestätigung auffassen - beneidenswert. Trotzdem noch einmal der Verweis darauf, daß Ihre Wahrnehmung nur Ihrem speziesistischen Denkfilter zuzuschreiben ist, denn man darf wohl davon ausgehen, daß Sie "radikalen" Kinderschützern oder Menschenrechtsaktivisten KEINEN quasi-religiösen Eifer vorwerfen.
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"1. Ich weiß sehr wohl, wovon ich spreche: Ich bin approbierter und promovierter Arzt."
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Das sagt rein gar nichts darüber aus, ob Sie ein moralischer Mensch sind.
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"2. Ausdrücklich prangere ich Massentierhaltung an. Das wird von meinen Kritikern tunlichst nicht zur Kenntnis genommen,"
-
Doch, das wird es, aber Ihr Tadel ist wertlos, da Sie die Ausbeutung und Tötung empfindungsfähiger Wesen trotzdem befürworten und darüberhinaus ihre tierlichen Konsumgüter nicht aus quälereifreier Landwirtschaft beziehen. Eine solche gibt es nämlich nicht.

Dominik F. (nicht überprüft)

Fr. 15 Jun 2018 - 08:51

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Aus Ihrer täglichen Praxis kennen Sie dann sicher auch die zahllosen fehlernährten Omnivoren, die dank Tier³ im Speiseplan jedes Maß sprengen und von zahllosen Zivilisations-, sprich Ernährungskrankheiten geplagt oder sogar getötet werden. Warum wird immer auf die sicher vorhandenen kränklich-anemisch daherkommenden Veganer gezeigt, die sich nicht gut ernähren, während das Heer (ca. 2/3 der Menschen hierzulande sind übergewichtig! Von VEggies nur ein kleiner Teil) der fehlernährten Allesesser außer Acht gelassen wird?
Ich stimme ihnen zu, dass Leute, die anderen die eigene Sicht ohne vernünftige Argumente aufdrängen wollen, sehr nervig sein können. Allerdings hinkt der Vergleich religiöser Menschen mit VEganern in diesem Punkt gewaltig. Religionsanhänger versuchen wider alle Vernunft, andere von ihrem imaginären Supergott zu überzeugen, wo angesichts der abertausenden Götter eine einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung ausreichen würde (alle anderen Religionsanhänger haben Wahnvorstellungen, aber mein Gott existiert, hmmm:-) ). Für den Vegetarismus und gut ausgeführten Veganismus gibt es fast unwiderlegbare ethische, ökologische, gesundheitliche und ökonomische Gründe (die ich gerne näher erläutere).

Kennen Sie den VEGmed für die wissenschaftliche Dokumentation und Information von Auswirkungen vegetarischer Ernährung auf die Gesundheit? In Ihrem Fall hätte denke ich der Kommentar "mich nerven Leute, die mir ohne sachliche Argumente ihre Sicht aufdrängen" ausgereicht.

Antonietta (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 07:15

Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 800 Millionen Landlebewesen für den menschlichen Verzehr getötet. Die Aufzucht von Tieren in Tierfabriken ist nicht nur ethisch unverantwortlich, sondern auch eine ökologische Katastrophe. Das Essen von Tieren ist schlecht für unsere Gesundheit und wird mit vielen Krankheiten, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit, in Verbindung gebracht.

Monika Schremmer (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 07:40

Sehr guter Bericht. Sollte sich jeder mal durchlesen und drüber nachdenken.

Hans Müller (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 11:00

Ich hatte gestern schon einmal angefangen einen Kommentar zu schreiben, das Vorhaben aber abgebrochen, weil ich keinen Streit vom Zaun brechen wollte.
Nachdem ich aber heute die Kommentare gelesen habe, muss ich doch meine Verwunderung über die missionarischen Einstellungen der Artikelschreiberin und der meisten Kommentatoren ausdrücken.
Bisher ging ich davon aus, dass die Leser des hpd mehrheitlich rationale Menschen sind, was ich häufig von religiösen, esoterischen und vegan lebenden Leuten nicht sagen kann. Vegan zu leben ist heutzutage in erster Linie hip. Wenn ich die Einstellung, dass ich keinem Tier Leid zufügen darf fortschreibe, ist es eines Tages wohl so, dass ich die Schnake, die mich vor dem Einschlafen um die Nachtruhe bringt, nicht mehr mit der elektrischen Fliegenklatsche "erledigen" darf, sondern sie vorsichtig fangen muss um sie dann in die Freiheit zu entlassen.

Herr Janoschek hat es auf den Punkt gebracht, Veganismus ist eine weitere Religion auf diesem Planeten. Es wird nicht die Letzte sein die der Mensch hervorbringt um sich besser zu fühlen.

Thomas (nicht überprüft)

Mo. 18 Jun 2018 - 03:44

Antwort auf von Hans Müller (nicht überprüft)

"Vegan zu leben ist heutzutage in erster Linie hip."
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Wo sind die statistischen Erhebungen dazu? Meine Einschätzung als "Insider" ist nämlich eine ganz andere.
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"Wenn ich die Einstellung, dass ich keinem Tier Leid zufügen darf fortschreibe, ist es eines Tages wohl so, dass ich die Schnake, die mich vor dem Einschlafen um die Nachtruhe bringt, nicht mehr mit der elektrischen Fliegenklatsche "erledigen" darf, sondern sie vorsichtig fangen muss um sie dann in die Freiheit zu entlassen."
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Anscheinend sind Ihnen Begründung, Zweck und Funktionsweise der Ethik noch nicht recht klar. Wenn Sie nicht vermeidbarerweise leiden und berechtigt sein wollen, eigene und fremde Interessenverletzungen zu beanstanden, müssen Sie sich natürlich auch Ihrerseits bestmöglich leidvermeidend verhalten, und zwar nicht nur Menschen, sondern ALLEN empfindungsfähigen Wesen gegenüber - anderenfalls würden Sie sich des Speziesismus, also faschistischer Willkür schuldig machen. Statt sich von abwegigen Zukunftsvisionen blockieren zu lassen, beginnen Sie doch einfach an irgendeinem Ihnen naheliegenden Punkt damit, sich der direkten und indirekten Folgen Ihres Handelns und Unterlassens, sowie Ihrer systemische Mitverantwortung für die verschiedensten Mißstände auf der Erde bewußt zu werden. Als Folge des Nachdenkens darüber, wie Sie Ihren Anteil an ihnen minimieren können, sollte sich Ihnen im Laufe der Zeit die Notwendigkeit etlicher Verhaltenskorrekturen aufdrängen. Eine davon wird (hoffentlich eher früher als später) die Entscheidung sein, den Konsum tierlicher Produkte einzustellen. Aller Anfang ist schwer - besonders der eines lebenslangen Prozesses wie der persönlichen ethischen Entwicklung - aber die größten Schwierigkeiten sind meist relativ schnell überstanden.

Unbequeme Wahrheit (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 12:07

Hervorragender Artikel!

Ergänzung! Kurzfassung! Die Tierhaltung, damit der Konsum von „Produkten“ tierlichen Ursprungs, ist die PRIMÄRE Ursache für die größten Probleme unserer Zeit: Klimakatastrophe, Rodung aller Wälder, Ressourcenverschwendung & Trinkwasserproblematik gigantischen Ausmaßes, Hungern (2017: >810.000.000) und Verhungern (2017: ~20.000.000) von Abermillionen Menschen (Säuglinge, Kinder, Erwachsener) / jährlich, unsäglichen Leids von Abermilliarden (900.000.000 Deutschland / 65.000.000.000 weltweit) nichtmenschlichen Säuglingen (Kalb, Ferkel, Lamm...) & Kindern (Kuh, Schwein, Schaf...) / jährlich, Zerstörung aller Meere (jährlich etwa 2.500.000.000.000 Meeresbewohner als Opfer), katastrophale Ausbreitung multi-/antibiotikaresistenter Keime (ESBL, MRSA...), Verseuchung aller Meere, Flüsse, Seen (Nitrat, Stichwort: Gülle, zudem durch multi-/antibiotikaresistenter Keime...), letztlich PRIMÄR verantwortlich für die Zerstörung ALLER Lebensgrundlagen (zudem Ausrottung aller darin lebenden Arten, Info: jährlich sterben bis zu etwa 58.000 Arten aus, Stichwort: 6. Artensterben) ALLEN Lebens! EINZIGE Lösung: vegan leben!

Ökonomische Schäden (Behandlung von Erkrankungen): rund 1.100.000.000.000 $ (weltweit) / 200.000.000.000 € (Deutschland) / jährlich! Info! Gesamtkosten Gesundheitssystem Deutschland (2015/16/17): rund 360.000.000.000 €! Ökologische Schäden (Umweltzerstörung weltweit): 600.000.000.000 $ / jährlich! PRIMÄRE Ursache: omnivore Ernährung! Tendenzen jeweils RAPIDE steigend!

Etwa 85% aller ursprünglichen Regenwälder („grüne Lunge“ die Erde) wurden in den zurückliegenden etwa 40 Jahren (nicht mal ein Bruchteil eines Atoms eines erdgeschichtlichen „Wimpernschlags“) unwiederbringlich vernichtet um - absolut vorrangig - Soja (GVO / jährlich rund 360.000.000 Tonnen / und andere Getreide) zu erzeugen (und - geringster Teil - Weideflächen zu schaffen), welches zu 90-98% in den Futtertrögen o. a. nichtmenschlicher Kinder & Säuglinge landet. Jährlich werden etwa 60.000 km2 Regenwald vernichtet, täglich durchschnittlich 400 km2. Entsprechend etwa 360.000 km2 innerhalb 6 Jahren. Gesamtfläche Deutschland: rund 360.000 km2! In den zurückliegenden etwa 40 Jahren, wurde Regenwald etwa einer Fläche von 2.400.000 km2 unwiederbringlich vernichtet! Millionen/Milliarden Tonnen/Liter Exkremente (v. g. nichtmenschlicher Kinder/Säuglinge), werden weltweit in die Umwelt gekippt! Aus diesem v. e. Soja könnten übrigens rund 510.000.000 Tonnen Nahrungsmittel hergestellt werden. Zur Erinnerung: täglich verhungern 6.000 - 43.000 Menschen (Säuglinge, Kinder, Erwachsene)!

Andreas Leber (nicht überprüft)

Mi. 13 Jun 2018 - 18:37

"... warum trotz der erdrückenden Menge von rationalen Argumenten, die für einen Fleischverzicht sprechen, selbst hochgebildete Menschen nicht bereit seien, auf Fleisch zu verzichten."

Man kann also gar nicht mehr nicht-Veganer sein. Oder man ist nicht hochgebildet. Es gefällt mir nicht, dass eine so geringe Fähigkeit zur Selbstreflexion ausgerechnet unter "Aufklärung" laufen soll.

Thomas (nicht überprüft)

Fr. 15 Jun 2018 - 05:39

Antwort auf von Andreas Leber (nicht überprüft)

"Man kann also gar nicht mehr nicht-Veganer sein. Oder man ist nicht hochgebildet."
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Richtig. Man wird wohl niemanden als "hochgebildet" bezeichnen können, der keine Ahnung von Ethik hat und nicht weiß, welche Verheerungen der Karnismus anrichtet. Und natürlich ist es auch absurd, als moralischer Mensch ernstgenommen werden zu wollen, wenn man ungezwungenerweise schwerstes Leid mitverantwortet. Immerhin gibt es keine einzelne Maßnahme, mit der relativ mühelos so ungeheuer viel Leid verhindert werden kann, wie den Veganismus. Und das vegane Leben wird umso leichter, je mehr Menschen mitmachen. Wer sich heute mit Schwierigkeiten herausredet, ist also Teil eines Problems, vor dessen Lösung er sich drückt.

pavlovic (nicht überprüft)

Fr. 15 Jun 2018 - 08:31

"Veganismus als neue Aufklärungsbewegung" - der Anspruch ist viel zu hoch. In Wirklichkeit werden aus Erlösungsphantasien falsche Prämissen gezogen und eine Pseudo-Ethik aufgebaut die religiöse Qualitäten aufweist und falsche Versprechungen von einer besseren Welt verkündet die unrealistisch und unerfüllbar ist. In der Aufklärung findet man zum "Tierleid" fast nichts und dass nicht ohne Grund. Es gibt gute Argumente gegen die Religion des Veganismus und der selbsterklärten veganen Moralfachkräfte: https://www.novo-argumente.com/thema/tierrechte auf die einfach nicht mehr eingegangen wird und fleißig weggehört wird. Eigentlich unglaublich wie man auf diese Ersatzreligion noch hereinfallen kann. http://www.fr.de/wissen/gesundheit/ernaehrung-wenn-essen-uns-erloesen-soll-a-1365846

Unbequeme Wahrheit (nicht überprüft)

Sa. 16 Jun 2018 - 13:07

Antwort auf von pavlovic (nicht überprüft)

Was für ein sinnbefreites, intellektuell höchst defizitäres Gefasel! Trägt zumindest zur Belustigung bei! :-)

Thomas (nicht überprüft)

Mo. 18 Jun 2018 - 03:45

Antwort auf von pavlovic (nicht überprüft)

"In Wirklichkeit werden aus Erlösungsphantasien falsche Prämissen gezogen und eine Pseudo-Ethik aufgebaut die religiöse Qualitäten aufweist und falsche Versprechungen von einer besseren Welt verkündet die unrealistisch und unerfüllbar ist."
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Ist sie NICHT. Je mehr Menschen sich ALLEN empfindungsfähigen Wesen gegenüber systematisch leidvermeidend nach dem Grundsatz der gleichen Berücksichtigung gleicher Interessen verhalten, umso leidfreier wird die Welt. Man muß schon ein total verstockter Karnist sein, um das nicht zu begreifen.

Vielleicht lohnt sich doch ein Blick auf die Widerlegung von der Mär der Leidvermeidung: https://www.novo-argumente.com/artikel/warum_vegetarismus_das_leben_der_tiere_nicht_verbessert Ich persönlich bin der Auffassung dass mit einem Erstarken der Tierrechts-Position in der Politik keine Verbesserung für die Tiere einhergehen wird. Die Welt würde lediglich ein Aussterben aller Zuchttierrassen erleben, sollte man deren Haltung verbieten: Therapie geglückt - Patient tot. Das ist eine ethische Nullnummer, eine No-win Situation für Mensch und Tier. Die Tiere sind weg und der Mensch bleibt allein weil er in dieser Logik nie gut genug ist Gesellschafter des Tiers zu sein, egal in welcher Hinsicht. Durch mangelnde Geburtenkontrolle beim Menschen, dem Ansteigen der Weltbevölkerung, dem Klimawandel und der Umweltverschmutzung werden auch die Wildtiere einem Artensterben unterliegen - welches übrigens schon im vollen Gange ist. Alle Träume von einer idealen Welt ohne "gemeine" Menschen die nur noch friedliebend seien, sind schizophrene, unrealistische Phantasien jenseits aller Erfahrung. Siehe: http://hansschauer.de/html/dir4/ch08.html Der Versuch Mitgefühl anzuordnen ist genauso zum Scheitern verurteilt wie schon christliche Liebesgebote und Demutsgebote anstössig waren. Noch schlimmer ist die Vorstellung mithilfe des Strafrechts die Welt verbessern zu wollen. Genau darauf laufen die Bestrebungen der Tierrechtler hinaus, dabei wird der liberale Konsens wird aufgekündigt der lange Zeit die Menschen in Demokratien zusammenhielt - jeder möge nach seiner Facon selig werden solange man die Freiheiten des Anderen nicht einschränke; wird das Strafrecht bemüht, hört jeder Spaß auf. Der Vorwurf des "Karnismus" ist willkürlich und heuchlerisch. Jeder der einmal Fleisch aß und ein Glas Milch trank hat sich - der kranken Logik der veganen Moralfachkräfte folgend - für immer am Tier schuldig gemacht, da ist kein geläuterter Veganer besser als jeder andere Mensch. Und da Mord nicht verjährt und einmal begangenes Unrecht nie wieder ungeschehen gemacht werden kann, leiden alle psychisch labilen Menschen unter einer erfundenen psychischen Last. Die Unsensiblen hingegen sind leichtfertig damit beschäftigt alle anderen zu Beschuldigen, sie selbst seien die Heiligen. Als wäre die christliche Erbsünde mit der Verunglimpfung der Sexualität nicht schon Strafe genug in der Geschichte der Menschheit wird eine neumodische Ethik-Scheinwelt aufgebaut die noch schlimmer ist als der historische Feldzug gegen den Sex: Essen und Trinken sind noch elementarer als die Sexualität - die Schuldgefühle die hier aufgebaut werden sind psychisch noch destruktiver. Beispiel Sexualität: https://de.wikipedia.org/wiki/Skopzen

Zu den meisten Ihrer falschen Behauptungen und lächerlichen "Argumente" habe ich mich schon früher geäußert, aber wie nicht anders zu erwarten, ist absolut nichts von alledem zu Ihnen durchgedrungen. Es fehlt Ihnen einfach die Bereitschaft (und nach langjähriger Radikalisierung vermutlich sogar die Fähigkeit), auch nur ansatzweise zu verstehen, was Ethik ist, wozu wir Menschen (!) sie brauchen, wie sie funktioniert und was daraus - logischerweise! - für unseren Umgang mit empfindungsfähigen Nichtmenschen folgt. Daher ist es sinnlos, Ihnen eine weitere detaillierte Entgegnung zu widmen, weshalb ich es bei diesem Ausschnitt einer Diskussion vom vergangenen Jahr bewenden lasse: http://tr63.alfahosting.org/f/at2.htm

Lieber Thomas, Sie scheinen mich zu verwechseln, den Link den Sie veröffentlicht haben hat nichts mit mir zu tun. Radikalisierung? Mangelnde Bereitschaft? Zum Thema Radikalisierung findet man eine genaue Analyse von Klaus Alfs "Die Logik des Terrors - gemeingefährlicher Tierschutz" der radikalen Veganer (RVegs) von Peta, wirklich lesenswert, wie ich finde, gerade auch aus ethisch-philosophischer Sicht, es sind zwei Teile, 1. Teil: https://deutscherarbeitgeberverband.de//aktuelles/2015/2015_03_04_dav_aktuelles_logik_terrors.html?q=die%20logik%20des%20terrors 2. Teil: https://deutscherarbeitgeberverband.de//aktuelles/2015_03_18_dav_aktuelles_logik_terrors-2.html?q=die%20logik%20des%20terrors Ich möchte hier in Anbetracht der Ausführungen von Alfs beim HPD dagegen protestieren, dass vegane und Tierrechtsthemen unkritisch aufgegriffen werden. Diese Themen haben nichts mit Humanismus zu tun und stellen einen Fremdkörper beim HPD dar. Diese Themen finden hier sachfremd ihren Unterschlupf. Zum Thema Radikalisierung schrieb Michael Miersch einen Artikel: http://www.oekologismus.org/wp-content/upload/20021015_tierrechtsterror.pdf Radikal ist seine Mitmenschen aus nichtigen Gründen zu Mördern zu erklären! Eigentlich müsste man wegen solcher Verleumdungen Tierrechtsaktivisten juristisch belangen, da sie das gesellschaftliche Klima vergiften und zum Terror anstiften. Zitat aus dem Artikel: „Toleranz gegenüber Fleischessern zu fordern ist ebenso absurd und obszön, wie Toleranz gegenüber Vergewaltigern und Mördern zu fordern“, erklärt der Salzburger Tierrechtsphilosoph Dr. Helmut F. Kaplan". Und man muß schon blind sein um nicht Analogien zu religiösen Erlösungsbewegungen erkennen zu können. Die Bekehrungsreflexe und die Selbstabschließung in ferne Eigenwelten sind zu offensichtlich.

"den Link den Sie veröffentlicht haben hat nichts mit mir zu tun."
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Oh doch, das hat er, aber natürlich weigern Sie sich wiederum, das zu verstehen. Kein Speziesist gibt gerne zu, daß er in ethischer Hinsicht auf einer Stufe mit allen übrigen Faschisten steht.
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"Zum Thema Radikalisierung findet man eine genaue Analyse von Klaus Alfs "Die Logik des Terrors - gemeingefährlicher Tierschutz" der radikalen Veganer (RVegs) von Peta,"
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Ich habe niemals geleugnet, daß es VeganerInnen gibt, die kein rational-systematisches Ethikverständnis haben und sich entsprechend fehlerhaft verhalten, aber da Sie und Herr Alfs nicht nur dieses Defizit mit ihnen teilen, sondern sich auch ungezwungen und gewohnheitsmäßig an schwerstem nichtmenschlichem Leid mitschuldig machen, sind Sie absolut nicht in der Position, Kritik an ihnen zu üben.
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"Diese Themen haben nichts mit Humanismus zu tun und stellen einen Fremdkörper beim HPD dar."
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Tja, mir hingegen ist "der Humanismus" noch immer zu speziesistisch (https://hpd.de/comment/34585#comment-34585)...
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"Radikal ist seine Mitmenschen aus nichtigen Gründen zu Mördern zu erklären!"
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Das habe ich nie getan, weil ich für den Mordbegriff vor dem Hintergrund der ethischen Komplexität des Tötungsproblems so gut wie keine Verwendung habe.
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"Eigentlich müsste man wegen solcher Verleumdungen Tierrechtsaktivisten juristisch belangen, da sie das gesellschaftliche Klima vergiften und zum Terror anstiften."
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Nun auch noch Erdogan-Sprech - wie peinlich...
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"„Toleranz gegenüber Fleischessern zu fordern ist ebenso absurd und obszön, wie Toleranz gegenüber Vergewaltigern und Mördern zu fordern“, erklärt der Salzburger Tierrechtsphilosoph Dr. Helmut F. Kaplan"."
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Selbstverständlich darf man leiderzeugendes Verhalten umso weniger tolerieren, je grauenhafter seine Folgen sind und je leichter es zu vermeiden ist - egal, ob es sich gegen Menschen oder Nichtmenschen richtet. Herrn Kaplans Vergleich mag hinken, aber wiederum steht Karnisten angesichts der von ihnen mitverantworteten ethischen Monstrositäten keinerlei Kritik daran zu.

Dr. Hiltrud Straßer (nicht überprüft)

Mo. 18 Jun 2018 - 22:21

Es ist erstaunlich, wie kritisch viele Menschen den Ernährungswissenschaftlern gegenüber sind und wie unkritisch sie die "Segnungen" der KI und der Technik schlucken! Klar: die Krankenkosten sind ja auch sozialisiert, während die technischen Probleme größtenteils von den Firmen bezahlt. Allerdings wird ja neuerdings versucht, auch diese zu sozialisieren (Abgas Betrug).
Wahrscheinlich muß - wie beim Rauchverbot - auch der Fleischverzehr in öffentlichen Gebäuden einfach verboten werden, um besonders die Kinder und Jugendlichen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergiern usw. zu schützen.

Daniela Wakonigg

Die Autorin ist studierte Philosophin, Theologin und Germanistin. Sie lebt in Münster (Westf.) und arbeitet als freie Autorin und Journalistin für Hörfunk- und Print-Medien. Sie ist u. a. Redakteurin der Zeitschrift MIZ und war von 2016 bis Anfang 2024 stellvertretende Chefredakteurin des hpd.

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