CDU

Kramp-Karrenbauer – Eine fundamentalistische Christin?

Kramp-Karrenbauer, 2014, auf dem CDU Bundesparteitag in Köln
Annegret Kramp-Karrenbauer

Die ehemalige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue Parteivorsitzende. Zwar gibt sie vor, weiter an der "Erneuerung" der CDU arbeiten zu wollen. Ein Blick auf ihre religionspolitische Haltung zeigt aber, dass die gläubige Katholikin eine christliche Hardlinerin ist, die das Rad der Geschichte zurückdrehen möchte. 

Die 56-jährige Annegret Kramp-Karrenbauer ist bekannt für ihren leidenschaftlichen Einsatz im Dienste der Religion. Sie ist nicht nur Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), sondern demonstriert immer wieder ihre Frömmigkeit, wenn es um politische Inhalte geht.

So ist es noch nicht lange her, als Kramp-Karrenbauer sich gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aussprach, da diese zu einer Zulässigkeit von Inzest und Polygamie führen könne. Einen Grund zur Entschuldigung wollte sie auch nach heftigen Reaktionen nicht sehen. Vielmehr bekräftigte sie ihr christliches Eheverständnis erst kürzlich bei der ZDF-Talkshow "Maybrit Illner" und im Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin.

Ihre Aussage reihte sich in eine lange Liste religiöser Peinlichkeiten ein: Kurz nach dem Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" sprach sie sich etwa gegen eine Streichung des sogenannten "Blasphemie-Paragraphen" (§ 166 StGB) aus. Denn dieser verdeutliche, dass Religion und die damit verbundenen Gefühle der Menschen ein schützenswertes Rechtsgut seien.

Ebenso entschieden positionierte sie sich gegen die Aufhebung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche (§ 219a StGB) und verteidigte die selbsternannten "Lebensschützer" von Durchblick e. V., die regelmäßg Plastik-Embryonen versenden, um Abtreibungen anzuprangern. Verständnis für Kritik an der geschmacklosen Aktion hatte Kramp-Karrenbauer nicht. Im Gegenteil: "In einer Gesellschaft läuft einiges schief, wenn sich die Öffentlichkeit nicht mit 1.278 Abtreibungen allein im Saarland beschäftigt, sondern über eine Kampagne zum Thema aufregt", meinte die damalige saarländische Familienministerin gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur idea

Als Retterin des christlichen Abendlandes inszenierte sich Kramp-Karrenbauer auch, indem sie sich gegen eine Entscheidung des Saarbrücker Amtsgerichts wandte, Kreuze aus den Sitzungssälen entfernen zu lassen: "Das Kreuz verdeutlicht, dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist", so Kramp-Karrenbauer laut Saarländischem Rundfunk. Die NS-Justiz habe gezeigt, was es bedeute, wenn sich der Mensch zum absoluten Richter mache. "Deswegen hat es für mich keinen Sinn, das Kreuz generell aus Gerichtssälen zu verbannen".

Durch die Initiative von Kramp-Karrenbauer wurde zudem der Reformationstag in vielen Bundesländern zum Feiertag erklärt. Als saarländische Ministerpräsidentin nahm sie unter anderem an einem "Fest zu Ehren Martin Luthers" teil.

Doch damit nicht genug: In der Monatszeitschrift Herder Korrespondenz äußerte sich Kramp-Karrenbauer kritisch gegenüber dem islamischen Kopftuch, da es als "ambivalentes Symbol" auch für die Unterdrückung der Frau stehe. Der Witz an der Sache: Sie selbst verschleierte sich, als sie 2013 Papst Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger besuchte. 

Kommentare (32)

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 12:09

Kurt Tucholsky:

Die Schweine werden ausgetauscht, der Saustall bleibt der gleiche.

Hart aber fair!

Werner Helbling (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 15:12

Antwort auf von Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Da kann man nur noch beifügen: «Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber»!

Alex (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 12:55

Tja, jeder Ochse sucht sich seinen Metzger selbst. Und diese Fall eine Metzgerin.

Tim Feuchter (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 13:18

Es ist schon sehr verwunderlich das die absolute Lieblingskandidatin der CDU (und vor allem Merkels) inhaltlich der AFD von allen 3 Kandidaten am nächsten steht, obwohl sie doch alle Mittel der Polemik einsetzten, um sich symbolisch von ihr zu distanzieren. Nichts weiter als ein politischer Kindergarten voller unreifer Akteure. Wäre halb so schlimm wenn nicht 82-Millionen Leben darunter mitleiden müssen.

A.S. (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 17:42

Antwort auf von Tim Feuchter (nicht überprüft)

Einspruch: Nein, es ist nicht verwunderlich. Die AfD ist katholisch geführt und instrumentalisiert.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 13:47

Nach dem, was sie will, macht und sagt, kann das ? im Titel gestrichen werden.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 14:32

Ich bin noch unschlüssig, ob ich diesen Text unter Politik oder unter Religion abspeichern soll. Nach dem ökumenischen Proporz muss damit rechnen, dass die BRD die folgenden 16 Jahre katholisch regiert wird. Deshalb habe ich schon mal angefangen eine ToDo-Liste aufzustellen, die man abgearbeitet haben sollte, bevor AKK Kanzlerin wird:
- sterilisieren lassen bevor es verboten wird; nach Amtsantrit von AKK dürfte es nicht länger als ein Jahr dauern bis das Gesetz durch ist; schon vorher ist mit einem Gesetz zu rechnen, das „Werbung“ für den Eingriff verbietet.
- Optimisten könnten sich damit begnügen, einen ausreichenden Vorrat an Kondomen anzulegen, die gewiss auch bald verboten werden, da sie ja nach Aussagen oberster Kirchenfürsten Mordinstrumente sind. Bei sachgemäßer Lagerung – ein eigener Kühlschrank dafür ist empfehlenswert – könnten sie eine Legislaturperiode überdauern.
- aus der Kirche austreten bevor es so kompliziert und teuer wird, dass es sich nur noch Millionäre leisten können. (nur für ganz Mutige)
- die Kinder schon mal beim Religionsunterricht anmelden und, falls noch nicht geschehen, taufen lassen. Sie haben sonst gar keine Chancen mehr auf irgend einem Arbeitsmarkt. (für weniger Mutige)
...

Rene Goeckel (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 14:52

Wenn sich Frau AKK so für ungeborene Kinder und für den § 219a StGB einsetzt, dann kann sie ja nun als Chefin ihren Verein davon überzeugen dem Verbot von Zigarettenwerbung, insbesondere im Umkreis von Schulen, zuzustimmen. Bisher waren der Union (besonders Herrn Kauder) die Zuwendungen der Tabakindustrie wichtiger als Gesundheit und Leben der geborenen Kinder und Jugendlichen. Deutschland ist das letzte Land in der EU, das Zigarettenwerbung noch zulässt. Eine schlimmere Heuchelei kann man sich nicht mehr vorstellen. Wo genau verläuft noch mal die Grenze zur Korruption? Hab's vergessen.

Jürgen Becker (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 15:34

In ihrer Bewerbungsrede vor den CDU-Delegierten sprach AKK mehrfach von der Schöpfung (als hätte sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse seit Darwin nicht zur Kenntnis genommen) und von den christlichen Werten (was sind diese?), ohne sie zu erläutern. Auch hier scheint sie erhebliche Defizite zu haben. Fazit: Diese Person ist für mich nicht wählbar, sollte sie sich zur Bundestagswahl stellen. Eine Stimme weniger für die CDU.

Kay Krause (nicht überprüft)

Di. 11 Dez 2018 - 08:44

Antwort auf von Jürgen Becker (nicht überprüft)

Ein paar millionen Wähler werden den Verlust von Jürgen Becker ausgleichen und der Dame auf den Leim gehen!

Roland Weber (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 15:43

Lasst sie ruhig weiter fabulieren. Am besten jede Woche ein Interview mit religiösen Bezügen oder zu allgemeinen Lebensfragen. Irgendwann wird es dann auch dem deutschen Otto Normalverbraucher zu viel, was ihm von wahrlich parteilicher Seite an Ergüssen geboten wird.

Glauben kann man nicht bekämpfen, man muss nur ihre Vertreter sich lächerlich machen lassen.

tine (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 15:52

Toll, dass sie als Katholikin sich für den Reformationstag einsetzt. Das zeigt Weitsicht und Offenheit und gleichzeitig steht sie zu ihren Werten was Abtreibung und religiöse Symbole angeht. Leider ist vielen in unserem Kulturraum religiöses Wissen und Verständnis abhanden gekommen. Wir brauen Politiker die Werte haben und zu ihnen stehen.

Wer sich mit Religionen und z. Bsp. nur mal mit der Kriminalstatistik des Christentums ernsthaft beschäftigt, der HAT religiöses Wissen. Wer nur glaubt ohne zu fragen, der läuft zumindest zweifelhaften Werten hinterher. Solange sich Adel und Klerus die Macht teilten, war`s um das Wohl des Volkes schlecht bestellt. Auch hier hilft es sehr, sich zu informieren.
Ich bin über manche Einstellungen (Ausblendung von Realitäten und ECHTEN Werten) wirklich sehr erschüttert.

" Leider ist vielen in unserem Kulturraum religiöses Wissen und Verständnis abhanden gekommen."

Religiöses Wissen minimiert i.d.R. das Verständnis für diese Horrormärchen. Daher plädiere ich dafür, dass jeder offen über Religion aufgeklärt werden solle. Dann wäre der Spuk in spätestens zwei Generation vorüber...

Tja, nur welche Werte? Ich habe auch Werte, allein die Folgen werden euch Fundamentalisten nicht gefallen. Ihr hättet wesentlich weniger Schaden davongetragen, wenn ihr die Religionsfreiheit Andersdenkender respektiert hättet, anstatt sie mit Maßnahmen wie dem §217 StGB anzugreifen. Friedliche Koexistenz ist nicht bedingungslos zu haben.

Immer wieder die Frage: Was sind protestantische-, katholische- oder sogenannte christliche Werte? Und: bitte, wer entscheidet das ?
Sie, sehr geehrte Frau Tini, können mir das sicher erklären?

"Wir brauen Politiker die Werte haben und zu ihnen stehen."
Stimmt, manche Politiker sollte man nur noch zum brauen benutzen.

A.S. (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 17:39

Im "Spiegel" vom 8.12.2018, S. 106ff steht ein höchst interessanter Artikel "Angriff auf die Wirklichkeit". Inhalt: Die Bereitschaft zur Realitätsverweigerung als "Eintrittskarte" in Gemeinschaften, dargestellt am Beispiel rechtslastiger politischer Bewegungen. Er ist sehr aufschlussreich für alle politischen Bewegungen, rechts wie links, für den Realitätsverlust von Fußball-Fans, etc. . AKK passt 100%ig ins Schema.
(Die Redaktion vom hpd sollte vielleicht mal schauen, ob sie den Artikel auf hpd.deverlinken dürfen)

Ich gehe noch einen Schritt weiter als der genannte Artikel. Enge Gemeinschaften erwarten Opfer als Loyalitäts- und Gehorsamsbeweise. Bei der Mafia ist es z.B. ein Mord. Die rituellen Grausamkeiten an den eigenen Kindern (Schläge, Beschneidung) sind m.E. auch solche Gehorsamsbeweise, die die Eltern auf Anforderung der Priester zu erbringen haben.
Die in den Religionen und vielen politischen Bewegungen geforderte partielle Realitätsblindheit subsumiere ich unter Gehorsamkeitsbeweise gegenüber den Anführern der jeweiligen Gruppe. Auch der islamistische Selbstmordattentäter liefert nur einen Gehorsamkeitsbeweis gegenüber seinem fiktiven Anführer Allah bzw. posthum seinem einstmals realen Anführer Mohammed.
Absolute Loyalität fordert übrigens auch die Mafia von ihren Mitarbeitern.

Schon Theodor W. Adorno hat erkannt, dass demokratische Erziehung ("Erziehung nach Ausschwitz") eine Erziehung zum Ungehorsam, zum Widerstand sein muss. Die in den Religionen übliche/geforderte Erziehung zu Gehorsam und Selbstopferungsbereitschaft ist ganz dicht an der Nazi-Ideologie: Man braucht nur "für Gott und Kirche" durch "für Führer und Volk" zu ersetzen und schon ist man da. Dass die Kirchen so fleißig auf den Nazis rumhacken ist ein Ablenkungsmanöver zur Verschleierung eigener Missetaten.

Wäre ich nicht Atheist, würde ich sagen, die Erziehung zu einer Kombination von Gehorsam und Selbstopferungsbereitschaft hat der Teufel ersonnen.

AKK ist der katholischen Kirche gehorsam. Merkel ist der evangelischen Kirche gehorsam. Seehofer war den Kirchen gehorsam bis zum Herbst 2015. Seither bekommt er von den kirchentreuen Journalisten (und dummen linken) Zunder.

Meines Erachtens steht AKK für das religiöse Kartell in Deutschland, dass sich Macht und Pfründe im Staat durch Unterwanderung der Parteien, Parlamente und Gerichte aufteilt.

Gut erkannt A.S. genau so läuft der Hase in der BRD wir gehen einer düsteren Zukunft entgegen wenn diese Leute ander Macht bleiben.

Was ich nicht verstehe: wieso beanspruchen eigentlich immer wieder sogenannt humanistisch ausgerichtete Atheisten und Agnostiker die Deutungshoheit für vermeintlich intellektuell redliche Überzeugungen? Es sollte nicht um Vorverurteilungen, sondern um ehrlich und klar durchdachte Argumente für ethische Positionen gehen, ob sie nun aus einem christlichen oder einem humanistischen Lager kommen. Wettbewerb führt zu Toleranz, nicht Meinungsmonopolismus! In der Wortwahl offenbart sich auch das Bildungsniveau. Wer instinktiv und unreflektiert auf Christen schießt, nur weil sie eine ethisch konservative Position haben, offenbart doch dass er den echten Dialog scheut und in einem Gesamttrend, der sich inzwischen allgemein verbreitet hat, zuhause ist. Die Umwertung aller Werte á la Nietzsche ist im vollen Gang. Ich zitiere Holmer Steinfarth, aus einem öffentlichen Vortrag im Rahmen einer philosophischen Ringvorlesung: "Die Werte, die Nietzsche vor allem in seinem mittleren Werk mit Hilfe oft scharfsinniger psychologischer Beobachtungen auf ihre uneingestandenen Schattenseiten hin zu durchleuchten unternimmt, die er dann auf dem Weg einer ausgreifenden und weitgehend spekulativen Genealogie kritisieren und umwerten will und die er am Ende nur noch der Vernichtung würdig hält, sind ganz überwiegend moralische Werte wie Gerechtigkeit, Wohltätigkeit, Nächstenliebe und Mitgefühl. Manchmal stehen ihm auch stärker politische Werte wie Demokratie, Gleichheit der Rechte und politische Partizipationsrechte vor Augen oder allgemein die sogenannten „modernen Ideen“ wie die Idee des Fortschritts. Die Moral, die entlarvt und am Ende abgelöst werden soll, ist vordergründig die christliche Moral."

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=2ahUKEwjzwJv1_pffAhUE-aQKHQGuDxwQFjACegQIBxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.uni-goettingen.de%2Fde%2Fdocument%2Fdownload%2F18a1f106e016fec8804d799a234c7a2e.doc%2FRV%2520Nietzsche%2CWS2008%2C09.doc&usg=AOvVaw2B1h18d5jaXmP4Ogl21Tgx [11.12.2018]

Um Ihre Frage zu beantworten. Ich denke es liegt daran, dass Atheisten und Agnostiker eher eine ungetrübte Sicht auf die Dinge haben.
Allerdings verstehe ich nicht wieso Sie mit Formulierungen wie "die Deutungshoheit für vermeintlich intellektuell redliche Überzeugungen", diese Menschen diskreditieren?
Liegt es eventuell an Ihrer "ethisch konservativen Position" - was auch immer das sein soll?
Ganz ehrlich, Herr Giebel - Was wollen Sie?

Nein, ich will nicht diskreditieren, vielmehr darauf aufmerksam machen dass auch von agnostisch- atheistischer Seite gerne mit zweierlei Maß gemessen wird: einerseits wird Christen und wertkonservativen Zeitgenossen Intoleranz unterstellt, andererseits haut man mit schlagwortartigen Vorurteilsargumenten auf alles ein, was als Position verstanden wird, die irgendwie mutmaßlich nach „Mittelalter“ riecht (was weder geistesgeschichtlich noch historisch noch ideologierelevant so schlicht berechtigt ist). Ich verallgemeinere hier, ja, weiß aber wohl, dass es auch andere Tonlagen in kritisch-kontroversen Diskursen gibt..

"Die Moral, die entlarvt und am Ende abgelöst werden soll, ist vordergründig die christliche Moral."
-
Es gibt weder eine christliche, noch überhaupt eine religiöse Moral, denn Handlungen oder Unterlassungen können nur entweder religiösen Vorgaben folgen, oder auf bestmögliche Leidvermeidung nach dem Grundsatz der gleichen Berücksichtigung gleicher Interessen ausgerichtet sein.

Sie Haben recht wenn Sie meinen, dass Moral oder auch Ethik kein Monopol einer bestimmten Weltanschauung ist, aber eine Folge aus einer bestimmten geistigen Grundhaltung. Was ich wichtig finde ist, dass alle Menschen auch ihre Gründe kennen sollten, warum sie ihre Entscheidungen so und nicht anders treffen und dass man dann auch über ehrliche Konsequenzen nachdenkt - Negativbeispiel: die Rassenideologie der Nazis führte konsequenterweise zu einem Genozidversuch...

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 19:50

die Katholische Kirche hat also den Staat fest in der Hand (selbst wenn Protestanten auch mal dürfen). Wenn man mich richtig informiert hat, sind auch Merz und Spahn Katholiken. Am 27.11. war Kultursministerin Eisenmann bei den Humanisten Stg. Es ging um mehr Ethik. Eisenmann gestand nur zu, was schon da ist und will das ein bisschen ausbauen. Nur Kl. 7...?! Forsch und frech: die Landesverfassung sei christlich und davon rücke sie nicht ab. Dass die Landesverfassung dem GG nicht widersprechen darf und insofern die "christliche" Nächstenliebe als Widerspruch angesehen werden muss, davon will sie nichts wissen. Dass man diese Formeln deswegen auch nicht mehr wörtlich interpretieren darf, wußte das KuMi in den 70er Jahren noch. Alles vergessen und verschüttet. Wenn überhaupt mehr Ethik kommt: das dauere 10 Jahre bis die Lehrpläne gemacht und die Lehrer ausgebildet seien, so Eisenmann. Ethik ab Kl. 1 oder gar "Ethik für alle" sei völlig abwegig. Und selbst wenn mehr Ethik kommt: die Zeichen stehen auf religiöse Ethik, von Theologen, Weltethos und Kirchenmitgliedern betrieben (Wie der Fachverband-ETHIK-Vorsitzende K. aus Tübingen). Da haben vielleicht doch die recht, die meinen, es würde nur besser, wenn die Austrittszahlen steigen. Die Katholiken/Religiösen brauchen auch dann womöglich nur 4% Mitglieder und der Laden läuft - wegen der Kirchenjustiz - nach ihren Vorstellungen. O.k. das ist jetzt pessimistisch - aber zur Euphorie haben wir leider keinerlei Anlass. Karin Resnikschek, Tübingen

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 11 Dez 2018 - 11:29

Sollte AKK einmal Bundeskanzlerin werden, so wissen wir jetzt was auf uns zukommt,
nämlich der Rückschritt in ein Zeitalter vor ca. 80 Jahren. Wir müssten nach Kräften verhindern das eine Partei mit dem "C" wieder die Geschicke unseres Landes bestimmt.
Schließt euch alle einer Humanistischen Partei an! nur so können wir das Übel abwenden.

claus Deuchert (nicht überprüft)

Di. 11 Dez 2018 - 16:44

wenn wir Homosexuellen Männer und Frauen nicht Heiraten dürfen , warum dürfen dann Saarländer oder Katholiken Heiraten? Sind die mehr wird als wir ?

Was heißt das? Nach der aktuellen Gesetzeslage ist das doch jetzt so kein Thema mehr? Und wieso bemisst sich der Wert eines Menschen am Heiraten-Dürfen? Als ich in den 70er Jahren erwachsen wurde WOLLTEN viele der aufgeklärten 68er, Väter der aktuellen moralischen Revolution, die Ehe ganz abschaffen..Warum hat man dieses Ziel nicht verfolgt anstatt die „Ehe für alle“? Der konservativere Bürger mutmaßt: alles was gegen das Christentum gelenkt ist muss für den streitbaren Gegner gut sein.. Aber bleibt dann ein toleranter, ehrlich- kontroverser Austausch der Ideen nicht auf der Strecke?

Florian Chefai

Hier sollte eine kurze Beschreibung des Autors bzw. der Autorin stehen. Die Autoren sind noch nicht angelegt, weil im Rahmen der Migration diese Daten nicht zuverlässig aus dem Freitext-Inhalt zu extrahieren sind.

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