Gesellschaft

Der Westen zwischen Anmaßung und Selbsthass

Die Ethnologin Susanne Schröter legt mit "Global gescheitert? Der Westen zwischen Anmaßung und Selbsthass" einen kritischen Blick auf die Entwicklung in der westlichen Welt vor, wobei die Außen- und Identitätspolitik den Schwerpunkt bilden. Viele Ambivalenzen und Doppelmoralen werden durch den Problemaufriss deutlich herausgearbeitet, wobei in zukünftigen Debatten dazu die genauen Ursachen noch mehr thematisiert werden sollten.

Schweiz lehnt Initiative gegen Massentierhaltung ab

Die Schweizer Stimmbevölkerung lehnt die Initiative gegen Massentierhaltung ab. Das Initiativkomitee nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis. Gleichzeitig stellen die Initiant:innen fest: Mit dieser Abstimmung wurde eine wichtige Chance verpasst, die Weichen für eine tierwürdige und zukunftsfähige Landwirtschaft zu stellen. Ein Systemwechsel hin zu einer standortangepassten, nachhaltigen Landwirtschaft ist in den nächsten 25 Jahren alternativlos. Eine Annahme der Initiative hätte die dringend nötigen Rahmenbedingungen für diesen Wandel geschaffen.

Gemälde von Oxana Sunnyday

Die autoritäre Bedrohung

Putins Angriff auf die Ukraine ist auch ein Angriff auf die offene Gesellschaft. Allerdings steht der russische Machthaber mit seiner religiös-nationalistischen Propaganda keineswegs allein da. Identitäre Denkmuster sind weltweit auf dem Vormarsch – wie Michael Schmidt-Salomon in einem Beitrag für das Anfang Oktober erscheinende "bruno."-Jahresmagazin ausführt, den der hpd an dieser Stelle vorab veröffentlicht.

"Klimarassismus" und die politische Rechte

Die Soziologen Matthias Quent, Christoph Richter und Axel Salheiser legen mit "Klimarassismus. Der Kampf der Rechten gegen die ökologische Wende" eine Monographie zum Thema des Untertitels vor. In leicht verständlicher Form wird überzeugend dargelegt, dass der Klimawandel tatsächlich menschengemacht ist, welche Auswirkungen er auf benachteiligte Gruppen hat und wie die politische Rechte mit ihrer Verleugnung diskursiv umgeht.

"Krisenlagen sind Katalysatoren für Verschwörungserzählungen"

Am 30. Oktober wird zum achten Mal "Der Goldene Aluhut" verliehen an Personen, die sich mit Verschwörungserzählungen und Geschwurbel besonders hervorgetan haben. Erstmals gibt es für Fakten-Heldinnen und -Helden, die dagegen halten, überdies den "Facts Heroes Award" zu gewinnen. Die Nominierungsphase für die Preise startete gestern. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit Aluhut-Gründerin Giulia Silberberger über die diesjährige Preisverleihung, aktuelle Trends bei Verschwörungserzählungen und den bevorstehenden "Wut-Winter".

Caroline Fourests "Lob des Laizismus"

Caroline Fourest, die bekannte französische Publizistin und Repräsentation eines linken Universalismus, legt mit "Lob des Laizismus" eine vehemente Streitschrift zu dessen Verteidigung vor. Dies geschieht auf kantige und laute Art und Weise. Dadurch müssen aber ihre Argumente und Einwände nicht falsch sein.

"Jemand, der stinkreich ist und bettelt, verhöhnt die Armen"

Die Schweiz und mehrere ihrer Kantone wollen Unsummen für den Umbau einer Kaserne im Vatikan bezahlen. Im Kanton Luzern hat die Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS) zusammen mit mehreren Bündnispartnern ein Referendum gegen diesen Umgang mit Steuergeldern initiiert. Am 25. September wird darüber abgestimmt. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit der Pressesprecherin der FVS, Lisa Arnold, die die Kampagne betreut.