Studie

Homöopathie: Von der "Vorzeigestudie" zu "may be not reliable"

Eine 2020 veröffentlichte Studie sollte beweisen, dass ergänzende homöopathische Therapien Überlebenszeit und Lebensqualität von LungenkrebspatientInnen verbessern können. Die Studie wurde als Durchbruch in der Homöpathieforschung gefeiert. Ein Gutachten der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) kommt nun jedoch zu dem Schluss, dass verschiedene Ergebnisse der Studie nur durch Datenmanipulation oder -fälschung zu erklären seien. 

Bern

Die Schweiz wird mit jeder Generation säkularer

Die Schweizerinnen und Schweizer sind heute religiös weniger gebunden als noch vor zehn Jahren. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits seit Längerem zu beobachten ist. Neben dem Glauben und der religiösen Praxis schwindet auch die Bindung an die christlichen Kirchen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie, die das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) gemeinsam mit den Universitäten Lausanne und Luzern veröffentlicht hat.

Covid-19: Einordnung von Impfnebenwirkungen kann Bedenken verringern

Höhere Impfbereitschaft durch einfache Risikovergleiche

Die Bereitschaft zur Impfung kann durch einfache Hinweise und vergleichende Informationen über Nebenwirkungen erhöht werden. Eine neue Studie zeigt, dass die Bereitschaft, einen Covid-19-Impfstoff zu verwenden, höher war, wenn die Nebenwirkungsrate mit "sehr geringes Risiko" angegeben wurde oder wenn die Rate mit der Sterblichkeitsrate im Straßenverkehr verglichen wurde.

Studie

Sind in den USA die Konfessionsfreien bald in der Mehrheit?

Wenn sich die gegenwärtigen Trends fortsetzen, bilden Christinnen und Christen in den USA in wenigen Jahrzehnten nicht mehr die größte Religionsgemeinschaft. Ihr Anteil an der Bevölkerung könnte bis 2070 von 64 bis auf 35 Prozent sinken. Gleichzeitig ist ein Ansteigen der Konfessionsfreien von derzeit 30 Prozent auf 34 bis 54 Prozent zu erwarten.

Globuli

Homöopathie: Nichts anderes als eine Pseudowissenschaft

Der Homöopathie weht der Wind immer stärker ins Gesicht. Der jüngste Fall: Wissenschaftler haben im renommierten Philosophie-Fachblatt Synthese dargelegt, wieso es sich bei dieser sogenannten Alternativmedizin um nichts anderes als eine Pseudowissenschaft handelt. Und zwar so überzeugend, dass Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) twitterte, es handele sich bei der Homöopathie sogar um "eine gefährliche Pseudowissenschaft".

Verschwörungstheorien: Der Boom blieb aus

Covid, QAnon und finstere Eliten als Drahtzieher: Verschwörungserzählungen sind in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch bedeutet dies auch, dass der Glaube daran zugenommen hat? Ein amerikanisches Forscherteam kommt in seiner aktuellen Untersuchung zu einer nüchternen Antwort: Die Zustimmung zu Verschwörungslegenden bewege sich demnach über die letzten Jahrzehnte auf etwa gleichbleibendem Niveau. Dieses Ergebnis bestätigt die Aussage mehrerer früherer deutscher Studien.

Gesundheitsforschung: Geschlechtervielfalt stärker berücksichtigen

In der Gesundheitsforschung wird geschlechtliche Vielfalt noch zu wenig erfasst. Das zeigt eine aktuelle Erhebung von Wissenschaftlerinnen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen. Eine Unterscheidung in die Kategorien "männlich" und "weiblich" ist verbreitet, spiegelt aber nicht die Komplexität der biologischen und sozialen Dimensionen von Geschlecht wider.