Scheinheiliger Stuhl

Wer sich von der Synode der kath. Kirche erhofft hat, dass diese ihre Haltung zur Homosexualität ändert, wurde enttäuscht.

Auch die Frage, ob wiederverheiratete Geschiedene als vollwertige Kirchenmitglieder gelten dürfen, wurde nicht geklärt. Es sei "darüber 'nachgedacht' worden, heißt es sibyllinisch im Abschlussdokument. In welche Richtung das Nachdenken der rund 200 Kirchenfürsten, die dank ihrer (offiziell) zölibatären Lebensweise bestens für die Themen Ehe und Familie qualifiziert sind, geht, bleibt indes offen."

Der Autor weiter: "Nicht so beim Umgang mit Homosexuellen: Das in einem Zwischenbericht vermerkte 'gütige Willkommen zu lesbischen und schwulen Menschen' findet sich im Endreport auf Druck des konservativen Klerus nicht mehr."

Kommentare (2)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 21 Okt 2014 - 01:44

'Nachdenken' in der RKK? Wann gab's das gleich nochmal zuletzt?

Dr. Ingeborg Wirries (nicht überprüft)

Di. 21 Okt 2014 - 11:55

Angenommen, die katholische Kirche würde sich ein wenig "öffnen" bzgl. ihrer bisher menschenverachtenden Dogmen (was ich für eher unwahrscheinlich halte), so wäre das doch nur Kosmetik, um nicht noch mehr Mitglieder = Kirchen'steuer'zahlerInnen zu verlieren: Was geschieht dann mit denjenigen Gläubigen, die vorher gelebt haben? Werden sie dann aus der "Hölle" und der "ewigen Verdammnis" zurück ins "Paradies" geholt? Werden sie rehabilitiert? Wie soll das gehen? Wird ihnen ihr riesiges Leid abgegolten? - Man/frau muß schon sehr chronisch brav-gläubig sein, um sich in diesem kirchlich-theologischen Absurdistan wohl zu fühlen!

Unterstützen Sie uns auf Steady!

Mehr lesen über:

Verwandte Artikel