Vortrag und Podiumsdiskussion in Berlin

Die Grenzen der Toleranz

Zur Abendveranstaltung auf dem Bundesparteitag der Humanisten begrüßt Felix Bölter
Zur Abendveranstaltung auf dem Bundesparteitag der Humanisten begrüßt Felix Bölter
Tobias Wolfram
Tobias Wolfram begrüßt im Namen der Säkularen Humanisten an Berliner Hochschulen
Michael Schmidt-Salomon
Michael Schmidt-Salomon: Die Grenzen der Toleranz
Michael Schmidt-Salomon
Michael Schmidt-Salomon
Podium
Podium
Volker Panzer moderierte das Gespräch
hpd-Herausgeber Volker Panzer moderierte das Gespräch
Michael Schmidt-Salomon als aufmerksamer Zuhörer
Michael Schmidt-Salomon als aufmerksamer Zuhörer
Carsten Frerk
Carsten Frerk: Seit 70 Jahren haben wir in Europa Frieden, das ist die längste Friedensperiode der letzten Jahrhunderte
Milind Pania (l.), David Helmus (r.)
Milind Pania (l.), David Helmus (r.)

BERLIN. (hpd) Am vergangenen Wochenende traf sich die Partei der Humanisten (PdH) zu ihrem Bundesparteitag. Der Samstagabend klang mit einem Vortrag von Michael Schmidt-Salomon über die Grenzen der Toleranzen aus. In einer vom hpd-Herausgeber Volker Panzer moderierten Podiumsdiskussion sprachen unter anderem auch Carsten Frerk, Felix Bölter (PdH) und David Helmus (PdH) über Demokratie, Konfessionsfreiheit und die Ziele der jungen Partei.

Trotz des parallel stattfindenden Fußball-Pokalendspiels hatten sich in der Dachetage hoch über Berlin rund 120 Gäste eingefunden, um sowohl dem Vortrag von Schmidt-Salomon als auch der anschließenden Podiumsdiskussion zu lauschen. Am Ende des Abends konnte das Publikum dann selbst Fragen stellen und mitdiskutieren.

In seinem Vortrag "Die Grenzen der Toleranz" ging der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon auf die Unterschiede zwischen Toleranz und Akzeptanz ein. Mit Verweis auf Carlo Strengers Buch "Die zivilisierte Verachtung" erklärte er, wie eine offene Gesellschaft (und eben auch Humanisten) sich gegen Einschränkungen der Freiheiten stellen sollten. Er forderte, dass Menschen, die in Länder einreisen, in denen eine offene Gesellschaft wirkmächtig ist, sich den Gegebenheiten und Gesetzen des Landes unterstellen müssen. Eine besondere Bedeutung komme dabei den öffentlichen Bildungseinrichtungen zu, die die Werte der offenen Gesellschaft sehr viel entschiedener vertreten müssten – auch auf die Gefahr hin, dadurch in Konflikt mit Eltern zu geraten, die diese Werte für sich und ihre Kinder ablehnen.

Schmidt-Salomon wies darauf hin, dass im Gegensatz zu den individuellen Rechten, die in einer offenen Gesellschaft das Maß für die Freiheit darstellen, in religiösen und anderen Ideologien eher die Gruppenidentität zählt. Dies sei aber nicht vereinbar mit den Werten und Zielen einer offenen Gesellschaft.

Gefragt, was denn den Wert unserer Gesellschaft ausmacht, antwortete Dr. Carsten Frerk in der Podiumsdiskussion mit dem Hinweis, dass Westeuropa seit mehr als 70 Jahren Frieden haben. Das zeigt, wie – trotz aller Kritik – richtig die Idee einer offenen Gesellschaft sei.

Felix Bölter berichtete, wie er Toleranz selbst erlebte: er schilderte einen Vorfall, bei dem er einem jungen Mann erklärte, was Meinungsfreiheit bedeutet. David Helmus erklärte auf Nachfrage von Volker Panzer, welche Ziele die Partei der Humanisten (PdH) hat.

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