Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Erhebliche Zweifel

(hpd) Der promovierte Theologe Hermann Detering nimmt in “Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand” eine Textanalyse historische “Kronzeugen”-Dokumente vor. Dass es erhebliche Zweifel an der Authentizität dieser geschichtlichen Quellen gibt, wird mit großer Akribie belegt, wobei bereits der geringe Aussagewert der Inhalte ein Grund genug für erhebliche Skepsis ist.

"Pegida" in Dresden

Die PEGIDA-Demonstrationen als neues Phänomen für Fremdenfeindlichkeit

BONN. (hpd) Seit dem 20. Oktober 2014 demonstrieren jeden Montag in Dresden “Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” (PEGIDA), wobei die Anzahl der Teilnehmer kontinuierlich anstieg und am 22. Dezember 2014 um die 17.500 Personen umfasste. Der Herausgeber des “Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung”, Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, stellt hier zwanzig Thesen zur Einschätzung aus demokratietheoretischer Perspektive vor.

Menschenfeindliche und rechtsextreme Einstellungen in der Gesellschaft

(hpd) Die Sozialwissenschaftler Andreas Zick und Anna Klein legen mit “Fragile Mitte, feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014” die Ergebnisse einer Datenerhebung zum Thema vor. So beachtenswert die Daten und Erkenntnisse zu einschlägigen Einstellungen und deren Kontexte sind, so wenig überzeugend wirkt der postulierte angebliche starke Rückgang von Mentalitäten binnen nur zweier Jahre.

Aufstieg und Fall der Muslimbruderschaft

(hpd) Annette Ranko beschreibt in ihrem Buch “Die Muslimbruderschaft. Portrait einer mächtigen Verbindung” den Aufstieg und Fall der islamistischen Organisation in Ägypten. Das gut lesbare und überaus informative Werk nimmt auch eine klare politische Einschätzung vor und zeichnet die Entwicklung der Muslimbruderschaft vor dem Hintergrund der ägyptischen Geschichte nach.

Franz Josef Wetz’ Betrachtungen zur Selbstachtung

(hpd) Der Philosoph Franz Josef präsentiert in dem Band “Rebellion der Selbstachtung. Gegen Demütigung” anhand von Alltagsbeispielen ebenso wie anhand von Klassikerpositionen seine Reflexionen zum Thema. Dabei wirkt der Band indessen aufgrund der ebenso richtigen wie unverbindlichen Einschätzungen mehr wie eine Ansammlung interessanter essayistischer Betrachtungen, aber ohne innovative inhaltliche Zuspitzung.

Der dschihadistische Terrorismus in Deutschland

(hpd) Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg legt mit “Al-Qaidas deutsche Kämpfer. Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus” eine ausführliche Darstellung zur Entwicklung des Phänomens mit Deutschland-Bezug dar. Es handelt sich um eine überaus informative und sachkundige Darstellung, die große Aufmerksamkeit verdient, hier und da aber wäre etwas mehr Analyse wünschenswert gewesen.

Peter Kropotkins "Die Eroberung des Brotes"

(hpd) Der anarchistische Theoretiker Peter Kropotkin legte in seinem Buch “Die Eroberung des Brotes” von 1892 die Grundzüge einer Gesellschaft auf Basis des Gemeineigentums ohne Staat vor. Zwar geht der Klassiker der politischen Theorie von einem einseitig altruistischen Menschenbild aus, welches sein Modell letztendlich scheitern lässt, er macht aber auch auf eine Fülle von heute noch beachtenswerten Forderungen, Legitimationsproblemen und Missständen aufmerksam.