Tassilo Köhler

Der Autor studiert in Marburg Sozialwissenschaften und Geschichte. Im Frühjahr 2017 absolvierte er ein Praktikum in der Redaktion des Humanistischen Pressedienstes.

Artikel des Autoren

Scientology-Skandal im Haus der Kunst in München

Der im März 2017 zum Rücktritt gezwungene ehemalige Leiter des Münchner Hauses der Kunst ist Scientologe und war dies, wie die SPD Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias in einer Nachforschung ermittelte, schon bevor er vor über 20 Jahren als Hauptverantwortlicher für eben dieses Haus benannt wurde.

Slums in Manila

Wie ein kleines gallisches Dorf gegen Rom

Auf den Philippinen regt sich mittlerweile auch Widerstand gegen die katholische Dominanz. Über die im Dezember 2013 gegründete "Internationale Humanistische Allianz der Philippinen" (HAPI) versuchen als "atheistische Missionare" bezeichnete Filipinos humanistische Ideale in der Bevölkerung zu verbreiten. Das gleicht allerdings einer Mammutaufgabe, da weit über 90 % der Bevölkerung katholisch sind und der Anteil sich selbst als Atheisten bezeichnender Filipinos bei 0,1 Prozent liegt.

Sendezentrum 1 des ZDFs in Mainz

Wie man aus Versehen an die Diakonie spenden kann

Der Erhalt einer Spendenquittung vom evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung machten einen Spender stutzig. Hatte er doch über das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) eine Geldspende an das Aktionsbündnis "Deutschland hilft" zur Unterstützung des Wiederaufbaus und Unterstützungsmaßnahmen für die Betroffenen nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti gesandt.

Israelische Regierung gießt weiter Öl ins Feuer

Wie aktuell über den Nachrichtenticker ging, genehmigte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit anschließender Billigung durch das Sicherheitskabinett den ersten Siedlungsbau im Westjordanland seit über 20 Jahren (zuletzt 1992). Nach den Protesten gegen die Räumung der Siedlung Amona Anfang Februar beugten sich Ministerpräsident Netanjahu und das Sicherheitskabinett nun offenbar dem Druck der Siedler und genehmigten eine neue Siedlung im Westjordanland, nahe der palästinensischen Stadt Ramallah.

Quinn ist ein etwa 18 Monate alter Junge mit Autismus, der obsessiv Dosen stapelt.

Misshandlung von autistischen Kindern vor Gericht

Wenn es um Kindermisshandlung geht, ist das alleine schon ein ziemlich heftiges Vergehen. In Aachen wird dieser Tage jedoch ein Urteil erwartet, indem es um die jahrelange Misshandlung und Nötigung autistischer Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren geht. In dem seit inzwischen neun Jahren andauernden Prozess wird noch in dieser Woche ein Urteil erwartet.

Konzept zur Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug vorgestellt

Bereits am 21. Februar stellte der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty in der JVA Remscheid ein bundesweit "einmaliges Konzept" vor, wie er berichtete. Mit einem Drei-Säulen-Konzept will die Justiz in NRW in Zukunft gegen religiös und politisch-motivierte Kriminalität vorgehen und dabei auch in den Haftanstalten bessere Maßnahmen in die Wege leiten, die der Radikalisierung vorbeugen. Inwiefern das nur ein hilfloser Versuch des Justizministeriums ist, das Versagen eines Ergreifens des mutmaßlichen Berliner Weihnachtsmarktattentäters, der sich zwischenzeitlich in NRW aufhielt, in Zukunft zu verhindern, bleibt Spekulation.

Italien: Debatte über die Zulassung von Sterbehilfe

Im Herz des Katholizismus, in Italien, wird gerade aktuell eine angeregte Debatte über das Thema Eutanasia (Sterbehilfe) geführt. Im Deutschen kann man den Begriff Euthanasie (Griechisch für "schöner Tod") nicht mehr so ohne weiteres verwenden, ist dieser Begriff doch seit der NS-Zeit mit der massenhaften Wegsperrung und Tötung von Menschen mit Behinderung assoziiert. In Italien wie auch in Belgien und den Niederlanden, steht der Begriff jedoch für die ethisch-philosophische Debatte um das Zulassen von aktiver oder passiver Sterbehilfe.