Brandenburg
Keine Sternsinger im Bildungsministerium
Im vergangenen Jahr haben sich Beamte des Brandenburgischen Bildungsministeriums über die Belästigung durch Sternsinger am Arbeitsplatz beschwert. In diesem Jahr hat der Bildungsminister den Auftritt der Missionare gleich ganz aus dem Kalender gestrichen.
Brandenburgs CDU-Generalsekretärin Anja Heinrich schäumt vor Wut. Sie nannte es ein "fatales Signal aus Brandenburg" und einen "Affront gegenüber allen Christen im Land und ein beschämendes Armutszeugnis für Minister Baaske, dass er vor den Sternsingern und damit wichtigen Traditionen die Tür verschließt."
Dass Religionsfreiheit auch Freiheit von Religion bedeutet, scheint Frau Heinrich unbekannt zu sein. Zumal die "wichtige Tradition" der katholischen Kirche nun wahrlich keine Tradition im Brandenburgischen ist.
Kommentare (9)
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Schlechter hätte sich das
Schlechter hätte sich das Bildungsministerium in Potsdam nicht präsentieren können. Ausgerechnet das Ressort, das neben der Bildung auch für das Wohl von Kindern und
Jugendlichen zuständig ist, brüskiert gerade einen Teil dieser Gruppe dadurch, dass es nicht nur die allseits bekannte und viel gelobte Sternsinger-Aktion nicht unterstützt,
sondern sogar abweist. Die Begründung, „man wolle keine religiöse Vereinnahmung“, erinnert mich da an vergangene DDR-Zeiten…
Dabei zeigen gerade die Sternsinger mit ihren Aktionen, dass Solidarität mit Kindern in ärmeren Ländern nicht nur leere Worte sind, sondern gelebt wird. Zumal sie bei ihren
Hausbesuchen auch oft angefeindet oder gar bedroht werden. Auch bieten die Sternsinger in vielen Städten und Gemeinden ein sehr gutes Beispiel für Inklusion und Integration. Neben Kindern, die anderen christlichen Religionen angehören, engagieren sich dort auch junge Menschen, die z. B. einen jüdischen oder muslimischen Glauben haben bzw.
konfessionslos sind. Gibt es einen besseren Beweis für gelebte Toleranz?
Diese Toleranz fehlt ganz offensichtlich dem brandenburgischen Bildungsminister und seinen Mitarbeitern. Auch dies kann zu einer Gefahr für das Abendland werden…
Wer meint, die Sternsinger
Wer meint, die Sternsinger sammeln für einen sinnvollen Zweck, sollte den Bericht "... denn sie wissen nicht, was sie tun" lesen http://hpd.de/node/17536. Es gibt viel sinnvollere und effektivere Möglichkeiten zu helfen als das Geld einer Kirche zu geben, die missionarische Interessen verfolgt.
Das Bildungsministerium ist
Das Bildungsministerium ist weder ein Platz für Tradizionen wie ein Konzert, eine Sportveranstaltung oder der Präsentierplatz einer tradizionellen Gesangs- oder Tanzgruppe. Auch nicht ein Ort der sinnlichen Stille und der Meditation. Es ist ein Arbeitsplatz. Wenn ausserhalb der Räume oder der Arbeitszeit gerne gebetet, getanzt und gesternsingert wird, dann dürfte es hierbei keine Probleme geben. Aber bitte nicht am Arbeitsplatz und zur Arbeitszeit. Wer seine religiöse Tradition am Arbeitsplatz ausleben möchte, der hat dafür anerkannte Regeln zu folgen. Unter anderem dürfen die "nichtreligiösen" nicht gestört werden. Laute Gebete wärend der Kollege telefoniert oder Gebetsteppiche Gang die das durchqueren blockieren, sie werden als Behinderung und Belästigung angesehen.
Es wäre tatsächlich ein "beschämendes Armutszeugnis" für eine "Religion der Nächstenliebe", wenn sie die "Nächsten" während der Arbeitszeit mit ihren religiösen Ausübungen belästigen würden.
Aber gegen das Weihnachtsgeld
Aber gegen das Weihnachtsgeld und die freien Tage aus Anlass dieses christlichen Brauches haben diese religionsfreien Damen und Herren alle nichts einzuwenden...
Noch ne Tradition: Falsche Fünfziger nennt man sowas in diesem Land.
Weihnachten ist ein
Weihnachten ist ein ursprünglich heidnisches Fest - was Christen nicht wissen wollen. Wir feiern es ohne Christbaum, aber mit Weihnachtsbaum. Humanisten würden gerne Feiertage tauschen und z. B. einen Humanistentag einführen.
Der 10. Dezember (Tag der
Der 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) würde sich gut als Humanistentag eignen.
Werter Chrisitan: Sorry, aber
Werter Chrisitan: Sorry, aber das ist Unsinn. Wenn religiöse Feiertage wegfallen würden, verlöre man dadurch ja nicht den Anspruch auf entsprechende freie Tage. Genauso ist das Weihnachtsgeld ja lediglich eine Umlage aus dem Gesamtpaket Lohn/Gehalt.
Hallo Christian, wie schon
Hallo Christian, wie schon meine Vorschreiber auf dieses und jenes hinweisen, kann man auch zum Weihnachtsgeld ..Jahresendprämie sagen und vieles mehr;-)
Ist Dir noch nicht aufgefallen das Kirchen sich zu 90% mit fremden Federn schmücken(da hast Du offensichtlich noch nicht nach falschen Fünfzigern geschaut...;-).Es gibt heute genug Literatur um dies hieb und stichfest nachlesen und beweisen zu können...Vorrausetzung ist allerdings, dass man dies nach liest. Auch könnte man schreiben, Sternensinger werden von der Kirche benutzt um kostengünstig Geld in die Klerikerkassen zu füllen unter dem Vorwand, etwas Gutes zu tun, wer sagt mir denn wohin all diese Einnahmen fließen ??? die Kirche lässt sich wie man weiß ja nicht in die Karten schauen, sie hat ihre eigenen Gesetze. Das was sie Dir erzählt musst Du einfach nur glauben. Ob Dein Finanzamt auch so gläubig ist ? Solange Staat und Kirche nicht getrennt werden, wird es immer wieder zu religiös motivierten Entgleisungen und zu Verbrechen kommen. Tag täglich wird man von irgendwelchen Religiösen Irrläufern in den Nachrichten konfrontiert...da ist doch die Frage erlaubt: wer stört eigentlich hier in unserem Land und auf dieser Welt tagtäglich den öffentlichen Frieden???
Minister Baaske, sollte man hohen Respekt zollen, da er hier genau das richtige getan hat die Trennung von Staat und Kirche. Das eine Partei die sich seit ihrer Gründung ein C voran gesetzt hat und nun schäumt vor Wut, bestätigt nur umso mehr die demokratische Ferne die in dieser Partei herumwurstelt.
Beste Grüße
In Deutschland hat es das
In Deutschland hat es das Sprichwort: »Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps«.
Um mehr geht es hier nicht.