UN-Menschenrechtsrat
Katholische Kirche kritisiert vor UN "Freiheit von Religion"
Screenshot © UN-Web-TV
Der Vertreter des Vatikans kritisierte in einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats am vergangenen Freitag die Feindseligkeit von säkularen Ideologien gegenüber Gläubigen und religiösen Symbolen. Bereits der Begriff "Freiheit von Religion" verrate eine herablassende Vorstellung von Religion.
Seit 1964 hat der Vatikan den Status eines ständigen Beobachters bei den Vereinten Nationen. Den UN-Vertretern des Heiligen Stuhls wird hierbei auch das Recht zugestanden, sich in Parlamentssitzungen zu Wort zu melden. So auch am vergangenen Freitag, als der UN-Menschenrechtsrat in Genf mit dem UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit Ahmed Shaheed über das Thema Religionsfreiheit diskutierte.
Der Redner des Vatikans, Monsignore Mauro Cionini (in der Rednerliste der Sitzung irrtümlich als ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Ivan Jurkovič, gelistet), beklagte zunächst, dass viele Gesellschaften auf der Welt eine ablehnende Haltung gegenüber der Religionsfreiheit zeigten und religiöse Minderheiten an den Rand drängten oder offen verfolgten. Außerdem gebe es aber auch Staaten, die säkulare Ideologien erlaubten und kultivierten und in denen subtile und ausgeklügelte Formen von Vorurteilen und Feindseligkeit gegenüber Gläubigen und religiösen Symbolen existiere.
Bedauerlicherweise, so Cionini, seien diese Haltungen mitunter auch in Teilen internationaler Organisationen anzutreffen, wenn umstrittene Ideen, die nicht in Übereinstimmung stünden mit internationalen Vereinbarungen, religiöser Weisheit und den Empfindungen des größten Teils der Menschheit, propagiert oder gar angeordnet würden. Diese Politik führe dazu, dass die Institution der Vereinten Nationen geschwächt und das System der Menschenrechte bedeutungslos würde.
Mit größter Besorgnis sei deshalb die Verwendung des Begriffs "Freiheit von Religion" ("freedom from religion") zu betrachten, so Cionini. Dieser Begriff verrate eine herablassende Vorstellung von Religion, die die Kompetenz des Sonderberichterstatters überschreite. Cionini beendete seine Rede mit einem Zitat von Papst Franziskus, dass Religion und die religiöse Dimension keine Subkultur seien, sondern Teil der Kultur jedes Volkes und jeder Nation.
Cioninis Äußerungen stellen eine deutliche Kritik am UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit Ahmed Shaheed dar. Shaheed hat in seiner bisherigen Amtszeit nicht nur die Diskriminierung von religiösen Menschen untersucht, sondern seinen Blick auch auf die Diskriminierung nicht-religiöser Menschen erweitert. 2016 verfasste Shaheed sogar das Vorwort zum Freedom of Thought Report (Gedankenfreiheitsbericht), der jährlich von der säkularen Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) herausgegeben wird und die zunehmende Unterdrückung nicht-religiöser Menschen weltweit thematisiert. Einen Grund für die dramatische Situation von Atheisten weltweit sah Ahmed Shaheed in seinem Vorwort darin, dass viele Menschen und Regierungen einen zu engen Begriff von Religionsfreiheit hätten. Dieser führe dazu, dass Humanisten, Atheisten und Nicht-Religiöse keinen Schutz genössen.
Zu jenen, die einen solchen zu engen Begriff von Religionsfreiheit haben, gehört – wie die jüngsten Äußerungen des Vatikan-Vertreters im UN-Menschenrechtsrat zeigen – definitiv die katholische Kirche. Religion wird von ihr als elementarer Teil des Menschen verstanden und säkulare Bestrebungen konsequenterweise als Feindseligkeit gegenüber Gläubigen. Ja, bereits der Begriff "Freiheit von Religion" zur Umschreibung von Religionslosigkeit wird als Beleidigung empfunden. Dass angesichts dieser Haltung die Gefährdung der Menschenrechte tatsächlich von "säkularen Ideologien" ausgeht, darf bezweifelt werden. Das Gefährdungspotential scheint eher von religiösen Hardlinern auszugehen.
Kommentare (33)
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Sind das nicht die gleichen,
Sind das nicht die gleichen, die die Menschrechtskonvention nicht unterschrieben haben? Man sollte diese Truppe in Genf einfach nur auslachen.
Einfach nur auslachen? Das
Einfach nur auslachen? Das wäre zwar richtig, aber da wären schon wieder auf der gleich niedrigen Kulturstufe wie diese Religioten. Da stehen wir doch drüber? Hoffentlich!
Vielleicht wäre es eine gute Lösung, nur diejenigen im UN-Menschenrechtsrat zuzulassen, die auch die Menschrechtskonvention unterschrieben haben. Oder ihnen kein Rederecht einräumen. Das würde sie dann sicher richtig "abkochen".
Genau so!
Genau so!
Es gehört schon eine Menge
Es gehört schon eine Menge Selbstvertrauen dazu, mit so einer kriminellen Vergangenheit,
Freidenker zu kritisieren und auch noch Ansprüche ans 21. Jahrhundert zu stellen.
Wie steht in Mathäus 6,5-6: "Wenn du beten willst,dann geh in dein Zimmer."
Selbstvertrauen? ich denke,
Selbstvertrauen? ich denke, dieses wunderbare jiddische Wort "Chuzpe" paßt besser dazu!
Der Vatikan ist offiziell ein
Der Vatikan ist offiziell ein eigenständiger Staat. Würde das Oberhaupt dieses Staates die Menschenrechtskonventionen unterschreiben, müsste der Vatikanische Staatsapparat unter anderem auch Religionsfreiheit im Vatikan dulden.
Ein Staatsorgan, das nicht weltanschaulich neutral ist, kann schwerlich den Menschenrechten, insbesondere keinen Freiheits- und Gleichheitsrechten zustimmen. Wer weiß? Vielleicht würde dann ja früher oder später ein Atheist, ein Muslim oder eine Frau Papst, wenn im Vatikan die Gleichheitsrechte Ernst genommen würden?
Ja, die sind das.
Ja, die sind das.
Auf vaticannews wird nach wie vor Jurkovic als Sprecher genannt. Bei der Gelegenheit bin ich aber auf folgende aufschlussreiche Seite zum Thema Menschenrechte im Vatikan gelangt:
http://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-03/frauen-papst-franziskus-kirche-arbeit-ausbeutung.html
Ein Auszug: Doch Franziskus lädt auch die Kirche zur Selbstkritik ein: „Sogar in der Kirche wird die dienende Rolle, zu der jeder Christ gerufen ist, manchmal für Frauen eher zu einer Knechtschaft.“ Die Vatikanzeitung malt das noch konkreter aus: Sie spricht in derselben Freitagsausgabe von Ordensfrauen, die von Bischöfen und Kardinälen in Rom „wie Sklavinnen behandelt“ würden.
Da kann man doch schon mal ganz vorsichtig zur Selbstkritik einladen !
Fragen sie die Vatikansekte
Fragen sie die Vatikansekte mal, wo die Menschen-Rechte der Kinder waren, als sich die sabernden Sektengurus und Geisterjäger über sie hergemacht haben.
"Außerdem gäbe es aber auch
"Außerdem gäbe es aber auch Staaten, die säkulare Ideologien erlaubten und kultivierten und in denen subtile und ausgeklügelte Formen von Vorurteilen und Feindseligkeit gegenüber Gläubigen und religiösen Symbolen existiere."
Das ist natürlich ganz schrecklich. Viel schlimmer, als die Zeiten und noch heutigen Orte, in/an denen Atheisten, Ungläubige, Ketzer, Heiden etc. deutlich weniger subtil verfolgt, gefoltert und verbrannt/gesteinigt wurden/werden. Schon klar!
Wahn! Wahn! Überall Wahn!
Von dieser Sorte Apologeten
Von dieser Sorte Apologeten könnten die Stalinisten (es gibt sie ja vereinzelt noch, keineswegs nur im wiederverchristlichten Russland) wahrlich noch eine ganze Menge lernen, was das berechnende Sich-Aalen in der Opferrolle sowie das raffinierte Schönreden v.a. historischer kirchlicher Untaten angeht.
Der rund 1800 Jahre alte diesbezügliche Erfahrungsschatz der Kirche dürfte für geübte politische Propaganda-Fachleute rein von den Methoden her sicherlich eine schier unerschöpfliche Quelle praxisbewährter Anregungen oder Kopiervorlagen sein. (o.k., bestimmte Worte müsste man dabei natürlich austauschen, aber sollte das ein Hinderungsgrund sein?) Also, Genossen: greift zu!
Man muss sich doch fragen:
Man muss sich doch fragen: Welches Recht haben Vertreter dieses undemokratischen Vatikans, vor der UNO über die Menschenrechte zu sprechen, die sie jahrhundertelang bekämpft haben? Siehe dazu meine Untersuchung: Die Menschenrechte und ihre Feinde.
http://rolandfakler.de/?p=3087
Der Herr Cionini täuscht sich
Der Herr Cionini täuscht sich wenn er vermutet, seine Organisation sei von Gott. Sie ist wie die UN, die Staaten und andere Religionen von Menschen gemacht.
Es war ein anstrengender, langer Prozess mich von Religion zu befreien. Das war mein Recht, das ich hier wahrgenommen habe auch wenn der Vatikan die Menschenrechtskonvention nicht anerkennt.
Am Interreligiösen Dialog nehme ich nicht Teil da für mich Religion eine Weltanschauung ist, mit unbewiesener Gottesbehauptung.
Jeder hat eine Weltanschauung, aber längst nicht jeder eine Religion.
„Außerdem gäbe es aber auch
„Außerdem gäbe es aber auch Staaten, die säkulare Ideologien erlaubten und kultivierten und in denen subtile und ausgeklügelte Formen von Vorurteilen und Feindseligkeit gegenüber Gläubigen und religiösen Symbolen existiere.“
Was für eine Frechheit. Empörend, dass/wenn solche Äußerungen ohne Konsequenzen von der UN hingenommen werden sollten. Das sollte den sofortigen Auschluss des Vatikans zur Folge haben. Bedeutet es doch, dass dieser Pfaffe – man muss diese Bezeichnung hier einfach verwenden – fordert, die Meinungsfreiheit abzuschaffen und säkulare „Ideologien“ zu verbieten. Ein Staat aber, der säkulare Ideologien kultivierte, ist mir aber (leider) beim besten Willen nicht bekannt.
Und ausgeklügelte Formen von Vorurteilen und Feindseligkeiten erleben Atheisten und „Ungläubige“ in aller Welt – von Hambach bis Saudi Arabien – jeden Tag. Und es ist auch so, dass diese gerade unter Gläubigen unterschiedlicher „religiöser Weisheiten“ nicht mehr subtil und ausgeklügelt sondern brutal und offen ausgetragen werden.
„wenn umstrittene Ideen, die nicht in Übereinstimmung stünden mit internationalen Vereinbarungen, religiöser Weisheit und den Empfindungen des größten Teils der Menschheit, propagiert oder gar angeordnet würden.“
Deutlicher kann man katholisch überhebliche Zensur gar nicht bloßstellen. Das ist einfach nur Schwachsinn: Ideen, die nicht in Übereinstimmung stehen mit internationalen Vereinbarungen könnten sehr wohl zu solchen führen; und alle internationalen Vereinbarungen, die heute existieren, sind aus Ideen hervorgegangen, die früher mal keine internationalen Vereinbarungen waren. „Religiöse Weisheit“, was für eine Seifenblase, zuvorderst, nehme ich an, meint er damit die absurden Dogmen der r.k.K. Die dürften aber bei den Anhängern anderer Religionen auf wenig Gegenliebe stossen. Und wer definiert die Empfindungen des größten Teils der Menscheit ?
Und wenn Cionini schon Bergoglio zitiert, dann sollte er nicht vergessen, dass dieser den Laizismus in Frankreich ausdrücklich gelobt hat, und das ist das einzige Land, das mir einfällt, wo die Trennung von Kirche und Staat ansatzweise praktiziert wird.
(17.5.2016 Interview des Papstes mit der französischen katholischen Tageszeitung „La Croix“. „Ein Staat muss laizistisch sein“, sagte Franziskus in seiner Antwort auf die entsprechende Frage. Konfessionelle Staaten nähmen ein böses Ende. Ein guter Rahmen sei Laizismus, gepaart mit einem soliden Gesetz, das Religionsfreiheit garantiert.)
Der Vatikan, respektive die r.k.K., tut sich selbst natürlich auch keinen Gefallen, einen Cionini, dumm und anmaßend in seinem religiösen Eifer, vor der UN sprechen zu lassen. Ist er ansonsten doch immer darauf erpicht, in aller Heimlichkeit seine Vorurteile und subtilen Feindseligkeiten wirken zu lassen.
Liebe Daniela Wakonigg! Mit
Liebe Daniela Wakonigg! Mit jedem weiteren Artikel diesen oder ähnlichen Inhalts wird deutlich, wie sehr die Kirchen um ihr Überleben fürchten: da wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gekämpft, da wird gelogen und phantasiert, dass sich die Balken biegen! das Schöne an der Religionsfreiheit ist doch gerade, dass ich mir eben nicht nur von den mehreren hundert angebotenen Religionen eine aussuchen darf, Nein! ich darf auch ganz frei sein von Religion! die studierten Damen und Herren des Klerus verfügen in der Regel über ein relativ hohes Bildungsniveau, offensichtlich doch nicht hoch genug, um den Begriff "Religionsfreiheit korrekt zu definieren?!Mir -als praktizierendem Atheisten ist mir noch kein religiös gläubiger Mensch begegnet, der mich als seinen "Feind bezeichnet hätte. Aber warten wir's ruhig ab, das wird schon noch kommen, die Katholen haben ja gerade eben erst begonnen, daran zu arbeiten!
Es scheint so, dass für H.
Es scheint so, dass für H. Cionini jede Religion besser ist als Ateist zu sein. Also egal was, aber irgendwas Nebliges im Kopf haben, was das freien und kritischen Denken blockiert.
Zunächst: Den Status hat sich
Zunächst: Den Status hat sich der Vatikan nach dem Krieg erschlichen, da sich niemand getraute oder sich dafür interessierte, festzustellen, dass es sich beim Vatikan gar nicht um einen "Staat" im Sinne des Völkerrechts handelt. Völkerrechtlich bedarf es für einen Staat (prinzipiell) einer gewisse Souveränität und Identität:
1. ein Staatsgebiet, 2. eine Staatsgewalt und 3. ein Staatsvolk.
Das Mini-Gebiet von unter einem Quadratkilometer ist kein völkerrechtliches "Staatsgebiet". Der Vatikan verfügt nicht einmal über eine unabhängige Infrastruktur und besitzt schon infolge seines offiziellen "Vermehrungs-Verbots" keine "Volks"-Qualität. (zu den Kriterien: Angeklagt der Papst; dort insbesondere wegen des diplomatischen Immunitätsstatus der Vatikan-Botschafter und Würdenträger im Zusammenhang mit Kindermissbrauch).
Das alles wird wieder vielen egal sein, aber so sieht man, wo und wie der Irrsinn eigentlich immer anfängt. Der Vatikan hat genauso wenig in der UN etwas verloren, wie jede andere Religionsgemeinschaft auch. Und im Vatikan braucht die Bundesrepublik deshalb übrigens auch keine Dr.h.c. Schawan als bestbezahlte Botschafterin der BRD.
Vielen Dank, Herr Weber,
Vielen Dank, Herr Weber, genau so ist es. Es interessiert die Kirchen überhaupt nicht, was der Staat für sie aufbringen muss, z. B. für eine Botschafterin.
Solange in der Religion ein
Solange in der Religion ein fiktives Wesen eine höhere Würde als der Mensch habe, und die Würde des Menschen nur ein abklatsch dieser ist, ist der Mensch nicht Selbstzweck sondern immer nur Mittel und das Geschwafel von Menschenrechten durch einen Vertreter eines Staates der diese nicht anerkannt hat reiner Hohn.
Die Kirchlichen sind stets
Die Kirchlichen sind stets beleidigt, wenn Meinungen den ihren nicht entsprechen. Meinungsfreiheit und Menschenrechte sind ihnen voll egal: z.B. das Menschenrecht auf Freiheit von Religion. Das ist Intoleranz, die eigentlich gesellschaftlich geächtet gehört. Ca. 3/4 der Menschheit gilt als "religiös" - davon sind aber ca. 70% eher unentschlossen agnostisch. Das verbleibende 1/4 Menschen ohne Religion, Agnostiker, Atheisten sind weitaus häufiger Verfolgungen und Benachteiligungen ausgesetzt als Christen es sind. Natürlich ist beides nicht zu rechtfertigen. Aber das Gejammer der Kirchen und mancher Kirchenanhänger ist angesichts der Realität schwer verdaulich und irgendwie unappetittlich. Mit lieben, atheistischen Grüßen besonders an diese "Christen": Karin Resnikschek, Tübingen
"Die Kirchlichen sind stets
"Die Kirchlichen sind stets beleidigt, wenn Meinungen den ihren nicht entsprechen."
Diese Erfahrungen mache ich schon mein ganzes Leben. Theologen sind nie in der Lage,
Fragen eines Atheisten zu beantworten, sie können nicht und sie wollen es auch nicht.
Sie sehen sofort ihr Kreuz gefährdet, Kritik mögen sie absolut nicht und derjenige, der Kritik
über, wird sofort als Ketzer gebrandmarkt.
Wenn ich sage, Müller ist ein "Arschloch" dann kommt sofort bei normal denkenden Menschen die Frage, welchen Müller meinst du?
Wenn ich aber sage, "Gott" ist ein "Arschloch", dann brennt sofort die Hütte, Sakrileg, Sakrileg! Aber keine Frage, welchen "Gott" von den ca. 2700 Göttern auf der Erde, stimmt nicht, im Himmel meinst du denn? Und gleich die weitere Frage, wieso ist nicht ein einziger
"Gott" auf der Erde? Frau Merkel ist es doch auch?
Woher haben viele aufgeklärte
Woher haben viele aufgeklärte Zeitgenossen diese herablassende Einstellung gegenüber der Religion?
Ist es die Kenntnis über die Hexenverfolgung im Namen des „HERRN“ die Tausende Frauen auf den Scheiterhaufen brachte? Anna Göldi 13.06 1782 war die letze in Europa, dass ist noch nicht so lange zurück !
Ist es die Tatsache, dass religiöse Vassallen bis heute den Frauen Abtreibungsrechte versagen wollen?
Auch zur Präimplantationdiagnostik haben religiöse Kreise sich unverhältnismäßig in Frauenrechte eingemischt.
Beschneidungen von Babys und Kleinkinder sind für diese Kaste absolut akzeptabel.
Kirchenfinanzen werden nur unvollständig bis garnicht offengelegt.
Steuermittel für fragwürdige Kirchentage werden verschwendet und fehlen in Kitas, Krankenhäuser, Alten/Pflegeheimen Schulen usw.
Die Liste könnte ich noch enorm erweitern.
Religiöser Glaube ist die persönliche Übernahme und Einwilligung in ein System von Fremdbestimmung, so etwas braucht kein aufgeklärter Mensch.
Bedarf es weiterer Beweise
Bedarf es weiterer Beweise von Menschenfeindlichkeit der ewig gestrigen Religioten? Hier und in aller Öffentlichkeit wird das frevelhafte Verhalten der "Religionsbetreibenden" als erstrebens- und schützenswertes Gut dargestellt. Geraten hier die feindseligen, durch perfide religiöse Indoktrination befeuerten, weltweiten kriegerischen Handlungen in den Hintergrund oder sollen sie gar der Vergessenheit preisgegeben werden. Ein schnödes Spiel, das (hier mal wieder vom Vatikan ausgehend) hier gespielt werden soll. Ist es nicht ausgerechnet die "Hohe Geistlichkeit", die in ihren Archiven sie entlarvendes Material, streng bewacht, unter Verschluss hält? War es nicht ein katholischer Papst, der auf einem Konzil seine "Kollegen" aufgefordert hat, sie mögen dem Volk "Die Schrift" (gemeint war das biblische Machwerk) unzugänglich halten wegen der Gefahr, dass "das Volk" erkennen würde, wie "wir" (die "Glaubensführer") sie belogen haben?
"Das Volk" sollte damals wie heute von tatsächlichen Erkenntnissen (auch Wissen genannt) fern gehalten werden. Grausame Fantasiewelt soll mal wieder vor Realität gestellt werden. Ein wahrhaft abscheulich zu nennendes Verhalten einer Garde, die meines Wissens schon genug Schaden verursacht und angerichtet hat.
"Nun heult los, ihr scheinheilige Schar der Volksverdummer", ist man geneigt zu sagen. Zeigt Euer, schauspielerisch dargebotenes, wahres Gesicht.
Wie wäre es mit einem
Wie wäre es mit einem Einfrieren der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan, wenn nach Einbestellung des päpstlichen Nuntius im Außenministerium keine Entschuldigung zu dieser Geschichte erfolgt? Ich würde das für angemessen und im Rahmen diplomatischer Gepflogenheiten halten. Frau Schavan kann dann meinetwegen in den Ruhestand gehen.
Im Ernst. Diese Äußerungen sind eine hintergründige Legitimierung einer politischen Ansicht von "Religionsfreiheit", die, wie hier bei uns, ein Drittel der Bevölkerung schon jetzt ausgrenzt. Mehr noch, es ist ein Aufruf zur Diskriminierung.
Im Ernst, ich bin der Meinung
Im Ernst, ich bin der Meinung, dass das diplomatische Konseqzuenzen haben müsste. Ich bin aber realistisch und resigniert genug, um das nicht ernsthaft zu erwarten. Jedenfalls nicht von Deutschland, von Nahles, AKK und Co. Der einzige, dem ich einen solchen aufrechten Gang der r.k.K. gegenüber noch zutraue, ist Macron. Aber vielleicht ist auch das zu naiv optimistisch gedacht ?
Schon dem Namen nach ist die
Schon dem Namen nach ist die Religionsfreiheit ein Sonderrecht für Religiöse (wie die Betrugsfreiheit ein Sonderrecht für Betrüger und eben nicht für Nichtbetrüger oder erklärte Gegner des Betruges wäre). Für Nicht- und Antireligiöse läßt sich daraus nicht das Geringste ableiten, und entsprechend hilflos erscheinen die Winkelzüge all jener, die nach juristischen Möglichkeiten suchen, sie vor Benachteiligung zu schützen. Solange es die Religionsfreiheit gibt, wird auch die Religionskritik dem Vorwurf ausgesetzt sein, etwas anzugreifen, worauf Menschen ein unhinterfragbares "Grundrecht" haben (nämlich [mehr oder weniger vorsätzliche] Ignoranz, Lüge und Wahnsinn). Leute wie Cionini scheinen das zu wissen und beuten es skrupellos aus. Statt Nicht- und Antireligiöse krampfhaft zu Teilhabern eines Rechtes machen zu wollen, das sie nicht brauchen, weil es absolut nichts mit ihnen zu tun hat, sollte man lieber darüber nachdenken, wie sich ein von der Religionsfreiheit unabhängiges Recht auf Freiheit VON Religion etablieren ließe. Jedenfalls könnte der Konflikt zwischen einem Recht auf etwas und einem anderen Recht auf das Gegenteil juristisch etwas besser zu handhaben sein als die groteske Selbstwidersprüchlichkeit eines einzigen Rechtes auf etwas und sein Gegenteil.
Muslime kritisiert man zu
Muslime kritisiert man zu Recht, wenn sie die Scharia über geltende staatliche Gesetze stellen. Die RkK lehnt bestehende Menschenrechtskonventionen ab, weil sie (vermeintlich) göttliches Recht über Menschenrechte stellt. Dieses „göttliche Recht“ wurde allerdings auch von menschlichen Individuen aufgeschrieben u. in der Bibel überliefert. Diese bietet jedoch letztendlich keine ethische Orientierung, denn wegen ihrer vielen Widersprüchlichkeiten und Mehrdeutigkeiten kann man jedwede Textauslegung und -interpretation mit einer entsprechenden Gegendeutung oder mit anderen diametralen Textstellen parieren. Das Christentum bietet so (wie die beiden anderen „abrahamitischen“ Buchreligionen auch) die gesamte Bandbreite an Legitimationen, von der Aufforderung zum Völkermord bis zur Feindesliebe. Vergeblich sucht man dort allerdings, so auch beim synoptischen Jesus, für unser heutiges, freiheitliches Gemeinwesen zentrale und aktuelle ethische Aspekte wie Toleranz, Grundrechte, Menschenwürde, Selbstbestimmungsrecht der Völker, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungs- und Religionsfreiheit, Gleichheit und Gleichberechtigung der Menschen (z. B. von Mann u. Frau) u. a.
Ein Problem für die Kirchen
Ein Problem für die Kirchen ist natürlich, das Freidenker und Atheisten ihr Recht auf Kirchensteuereinzug oder Indoktrination von Kindern durch Religionsunterricht anfechten könnten. Das wäre natürlich ein grosses Problem für gewisse Kirchenfürsten, weniger Geld, weniger Pomp. Und in Deutschland werden kirchlich geführte Institutionen wie Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser nicht durch die Kirchensteuer, sondern durch den Staat bezahlt.
Auslachen, bestätigte ich
Auslachen, bestätigte ich Petra Pausch oben. Aber es geht mehr:
Die ganze Chose ist dermaßen um viele Größenordnungen lachhafter als einem in Chemie ungebildeten Menschen zu erlauben, mit Knallgas (https://de.wikipedia.org/wiki/Knallgas) oder ähnlich explosiven Mischungen in Gegenwart offenen Feuers zu hantieren.
Meine unmaßgebliche Empfehlung ist (wie das hier schon mehrfach anklang):
Solchen intoleranten (und, historisch gesehen, kriminellen) Sekten nicht nur umgehend in vergleichbaren Räten/Gremien/Kommissionen das Rederecht, sondern den Status eines ständigen Beobachters entziehen - und Ruhe is!
Ansonsten wären ja eher heute als morgen diverse andere Irrationalismen mit ähnlicher Scheinberechtigung auf dem Tapet (Tablett oder gar Trapez) - was sich in puncto Reli-Unterricht auch bereits andeutet.
Gegen den Status des Vatikans
Gegen den Status des Vatikans als Staat protestieren auch liberale Katholiken in einer Kampagne "see change campaign": http://www.catholicsforchoice.org/issues_publications/the-catholic-church-at-the-united-nations-church-or-state-2/ Ich habe eine Satire zum Status des Vatikans als Staat geschrieben "KS erklärt sich solidarisch mit dem IS": https://monotheismus.wordpress.com/2015/08/13/ks-erklaert-sich-solidarisch-mit-dem-is/ Viel Spaß!
Jetzt ist es nur noch pure
Jetzt ist es nur noch pure Verzweiflung, das so ein Gewäsch hörbar wird. Sie sind mit ihrem Latein am Ende und kein Gott hört ihre Verzweiflung. Der gleiche Haufen, der Hitler unterstützte, faselt jetzt von Menschenrechten. Nur sie vergessen, das Freiheit von Religionen auch bedeutet, frei von Religionen zu sein. Wie würde mein Urologe jetzt sagen?
"Verpisst euch!" Hart aber fair!
Freiheit von Religion: siehe
Freiheit von Religion: siehe § 18 Menschenrechts-erklärung. Wird von uns dafür was getan? Der Begriff "negative Religionsfreiheit" ist (bewußt?) so verklausuliert, dass man getrost darauf verzichten kann. "Freiheit von Religion" das ist klar, das muss in die Welt, damit Badawi u.a. aus dem Gefängsnis können. Nicht lachen über Religion - die sollen sich blamieren mit ihrer menschenverachtenden Enge.
Und manche Menschen brauchen Religion als Halt, Hoffnungsschimmer und Trost. Aber nicht alle....
Gott sei Dank! Karin Resnikschek, Tübingen
Das Verhältnis zwischen Gott
Das Verhältnis zwischen Gott - Mensch ist geprägt durch:
Allmacht - Ohnmacht
Willkürherrschaft über Leben und Tod - angewiesen sein auf Gnade
Die Menschen habe gegenüber Gott keinerlei Rechte.
Aber sie müssen Gottes Befehlen gehorchen, sonst werden sie schlimm bestraft.
Einen solchen Zustand nennt man für gewöhnlich Sklaverei.
In diesem Falle: eine Form psychologischer Sklaverei.
Sklaverei gehört abgeschafft.
Es ist höchste Zeit, unsere religiösen Denk-Fesseln abzuwerfen.
N.B. Religiöse Toleranz ist Toleranz gegenüber psychologischer Sklaverei.
"Dieser Begriff verrate eine
"Dieser Begriff verrate eine herablassende Vorstellung von Religion,..." ach ja...und der Begriff "Ungläubige" der für uns Religionsfreie und Konfessionsfreie verwendet wird, ist ja auch üüüberhaupt nicht herablassend... \zyn off.
So ein selbstherrliches Gejammer!!Gerade von der Fraktion!
Da kriege ich echt nen Aggro!!