DORTMUND. (hpd) Eine bunte Schar Christenmenschen traf sich am zurückliegenden Wochenende in Dortmund, um den „1. Kirchentag Mensch und Tier“ zu begehen. Wie bitte? Ausgerechnet die Kirchen machen sich stark für ein neues Verhältnis „Mensch-Tier“?
(hpd) Der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller liefert eine Einführung und Gesamtdarstellung zum Thema. Es handelt sich um eine informative und kenntnisreiche Darstellung, die neben den ideengeschichtlichen und politischen Kontexten des Konzepts auch ausführlich auf die unterschiedlichen Einwände dagegen eingeht.
(hpd) Alexander Kisslers Auseinandersetzung mit Richard Dawkins. Seit Joseph Ratzinger den Stuhl Petri bestiegen hat, scheint sich Alexander Kissler bemüßigt zu fühlen, dessen Sprachrohr in Deutschland zu werden. Wie der frühere Präfekt der Glaubenskongegration wettert er gegen alles, was der reinen Lehre der römisch-katholischen Kirche widerspricht.
SAARBRÜCKEN. (hpd) In erschütternden Bildern hat Regisseur Uwe Boll die Darfurkrise auf die Leinwand gebracht. Mit seinem Film „Darfur“ will er das Publikum schockieren, sauer machen und zum Handeln anregen. Am 22.07. war Boll im Filmhaus Saarbrücken und hat den Film persönlich vorgestellt.
Der Biowissenschaftler und Evolutionstheoretiker Franz M. Wuketits plädiert in seinem Buch angesichts diverser gesellschaftlicher Krisen nicht für ein Mehr, sondern für ein Weniger an Moral. Seine Begründung für ein individualisiertes und reduziertes Moralverständnis wird auf Basis einer naturalistischen Perspektive gut strukturiert und verständlich vorgetragen.
ASCHAFFENBURG. (hpd) Der Alibri Verlag, der sich bislang einen Namen als religionskritischer Verlag gemacht hat, kapituliert vor der überaus erfolgreichen Welle des Fundamentalismus und richtet sein Programm neu aus.
(hpd) Der Schriftsteller Jonathan Safran Foer legt eine Mischung aus autobiographischen Betrachtungen und journalistischer Recherche vor, wobei er die Praxis der Massentierhaltung beschreibt und kommentiert. Durch die Schilderung eindrucksvoller Beispiele macht er auf die negativen Folgen der Herstellung von „Industriefleisch“ für Mensch und Tier aufmerksam.
(hpd) Die Politikwissenschaftlerin Imke Leicht gibt in ihrem Buch einen Überblick zu aktuellen Debatten zum Thema im Spannungsfeld von Kulturrelativismus und Universalismus. Das Buch verdient sowohl als Einführung in die Thematik aber auch aufgrund seiner kritischen Positionierung Beachtung: Basis eines selbstkritischen Universalismus müssten die individuellen Menschenrechte sein.