Politik

Religionsfreiheit und europäische Identität

BERLIN. (hpd) Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages hatte am Mittwoch eine öffentliche Anhörung zu „Religionsfreiheit und europäische Identität“ auf der Tagesordnung. Fünf Sachverständige waren eingeladen worden und referierten. Gemeinsam war ihnen die Verteidigung der Religionsfreiheit.

Selbstbestimmung nur durch private Schulen?

BERLIN. (hpd) Um es gleich vorab klarzustellen: Nichts gegen alternative Pädagogik und ihre emanzipatorische Erziehungsmethoden. Im Gegenteil, insbesondere das Prinzip der Selbstbestimmung ist in jeder Hinsicht zu fordern. Nur die implizit im Artikel von Theresa Siess dargestellte Gegensätzlichkeit von Selbstbestimmung und öffentlichen Schulen sowie die daraus angedeuteten pauschalen Vorzüge der sogenannten freien Bildungsträger müssen hinterfragt werden. Man soll das Kind nicht mit dem Badewasser ausgießen.

Feindbild Judentum

(hpd) Der Politikwissenschaftler Lars Rensmann und der Historiker Julius H. Schoeps legen mit „Feindbild Judentum. Antisemitismus in Europa“ einen Sammelband mit Fallstudien zur Entwicklung der Judenfeindschaft in unterschiedlichen Ländern vor.

Der atheophobe italienische Außenminister

ROM. (uaar/hpd) Der italienische Außenminister Franco Frattini schrieb vor zwei Tagen, der Atheismus, der Materialismus und der Relativismus seien verderbte, von “Fanatismus und Intoleranz” charakterisierte Phänomene, die “die Gesellschaft bedrohen”, deshalb müsse man sie durch ein Bündnis unter Christen, Moslems und Juden bekämpfen. Die schwerwiegenden Behauptungen befinden sich in einem Artikel des “Osservatore Romano”.

„Das müssen Sie aushalten können“

STUTTGART. (dhuw/hpd) Auf Einladung der Humanisten Württemberg war der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann zu Gast im Humanistischen Zentrum Stuttgart und referierte über „Das Verhältnis von Staat und Kirche in einer säkularen Gesellschaft“.

„Das Gerede von Werten führt nicht weiter“

MÜNSTER. (exc/hpd) Verfassungsrechtler Prof. Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde warnt in der Integrationsdebatte vor zu weit reichenden Forderungen an Muslime. „Das aufgeblasene Gerede von Werten führt nicht weiter“, sagte er am Dienstagabend auf einem Symposium des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU).

Ost-Kreischeule

Laizisten fordern Arbeitskreis

Die SPD soll sich stärker für die Trennung von Staat und Kirche einsetzen – das forderte am vergangenen Wochenende die Versammlung der SPD-Mitglieder, die einen solchen Arbeitskreis einrichten lassen wollen. Die Gründung wurde seit über zwei Jahren über verschiedene Internetforen vorbereitet. Insgesamt gehören der Gruppe bereits mehr als 400 SPD-Mitglieder an.

Was heißt Selbstbestimmung im Alltag? (II)

BERLIN. (hpd) „Selbstbestimmtes Lernen“, „Freiräume für Neugier und Kreativität“, „das Kind Entdecker sein lassen“, „ individuellen Entwicklungsweg ermöglichen“, „Partizipation und Verantwortung“. Die Liste ist endlos. Und im Alltag? Ein Blick nach Berlin und drei Schulbesuche.

Lafargues "Recht auf Faulheit"

FRANKFURT. (hu/hpd) Zur Buchmesse las Dr. Michael Wilk aus Paul Lafargue: "Das Recht auf Faulheit". Wilk hat Lafargues Klassiker neu herausgegeben und in Vortrag und anschließender Diskussion die Aktualität von Lafargues Kritik am Arbeitsbegriff herausgearbeitet.