Religionen

20 Jahre Humanistischer Pressedienst

Als die "Prügelnonne" die Kirchen herausforderte

In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum. Die Redaktion möchte diese Zeit Revue passieren lassen und jeden Monat auf einen Artikel hinweisen, der die Gesellschaft mitverändert hat. Den traurigen Anfang macht dabei die "Prügelnonne", die sichtbares Symbol der bis heute nicht abschließend geklärten Missbrauchsskandale ist.

Rezension

Serpentinen – Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung

Die kurzfristige Ausladung des Philosophen Sebastian Ostritsch an der Münchner Hochschule für Philosophie lenkte viel Aufmerksamkeit auf sein neues Buch "Serpentinen". Darin versucht er, die Gottesbeweise des Thomas von Aquin für die Moderne neu zu beleben. Ostritsch räumt mit gängigen Mythen über das Mittelalter auf, erklärt präzise, was ein Gottesbeweis leisten muss, und führt ausführlich durch die fünf Wege des Thomas. Doch trotz engagierter Darstellung bleiben zentrale Einwände unbehandelt, sodass offen bleibt, ob seine Argumente skeptische Leser überzeugen können.

private Krippenlandschaft

Das Weihnachtsfest – Entstehung und Bedeutung einer religiösen Praxis

An Weihnachten feiert die Christenheit weltweit das Fest der Geburt des Erlösers Jesus Christus, und zwar das eigentliche kirchliche Fest am 25. 12. bzw. in der Nacht zum 25. 12., in den orthodoxen Kirchen jedoch am 6. 1. An diesem Tag (Epiphanie: Erscheinung des Herrn) wurde das Geburtsfest Jesu ursprünglich allgemein gefeiert. Das Wort Weihnachten ist vorchristlichen Ursprungs und bezeichnet die geweihten Nächte um die Wintersonnenwende.

Eine seltene Schnittmenge

Konservative Muslime für ein Verbot der Muslimbruderschaft

Konservative Muslime, die eine Einstufung der Muslimbruderschaft als Terrororganisation befürworten: ein Widerspruch? Keineswegs. Ein saudischer Journalist erklärt, warum ausgerechnet religiöse Konservative die politische Instrumentalisierung des Islam kritisieren und weshalb ihre Position überraschend eng mit humanistischen und sicherheitspolitischen Überlegungen im Westen zusammenfällt. Ein Kommentar.

Passauer Dom

Kommentar

Missbrauchsgutachten für die Diözese Passau: Die Dimension der Abgründe ist unfassbar

Vor kurzem wurde das Missbrauchsgutachten präsentiert, das ein Historiker der Universität Passau im Auftrag der Diözese erstellt hat. Bischof Stefan Oster bittet in einem Videostatement mit "großer Hilfslosigkeit" um Verzeihung. Allein die Fakten machen sprachlos: Seit 1945 wurden im Bistum von kirchlichen Amtsträgern weit über 672 Kinder und Jugendliche sexuell und körperlich missbraucht. Das Versagen der Kirche ist historisch – und moralisch verheerend.

bfg Bayern wendet sich an bayerische Ministerin

Für unabhängige staatliche Aufarbeitung von Kindesmissbrauch

In Bayern wird es keine unabhängige Aufarbeitungskommission, keinen landesweiten Betroffenenbeirat und keine Ombudsstelle für Missbrauchsbetroffene geben. Das hat das bayerische Sozialministerium entschieden. Vor dem erneuten Zusammenkommen des Sozialausschusses hat sich der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern an die zuständige bayerische Staatsministerin gewandt.